Klingklong.

Alltagsgedicht zum Thema Liebe & Schmerz

von  Walther

Klingklong.

 

Es mag wie die Schalmeien klingen.

Es mag sich durch die Lippen zwingen.

Es bricht sich doch am Stahlbeton

Was wollte ich am Morgen singen!

Was wollte ich dich niederringen.

Doch warf ich nichts als den Jeton.

 

Denn auf den Wiesen tanzen Winde

Und auf den Feldern ziehn geschwinde

Die Vogelschwärme rasch davon.

Ich wusste nicht, wie ich mich finde,

Da fand ich dich dort in der Linde

Und hatte weder Wort noch Ton.

 

Am Wasserfall hör ich nichts rinnen.

Es trieft der Nebel von den Zinnen,

Und durch das Dickicht dringt ein Gong.

Ja, wäre ich nicht so von Sinnen,

Dann könnte ich dein Herz gewinnen,

Und dieser Vers wär nicht klingklong.



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