Gartennebel. Nebelgarten.
Ich saß auf meinem Fensterbrett und sah … was Dichts.
Der Nebel hatte sich ins Gartenbett gelegt,
Und alles, was nicht schön war, mit sich eingehegt.
Ich schaute furchtbar angestrengt und sah nur … nichts.
Ein Käuzchen rief. Ein Kindchen schrie. Ich saß und staunte,
Was in der Bodenwolke alles mit ihr schlief.
Ich dachte: Mensch, ich sitze grade furchtbar schief,
Als in der wattebauschnen Stille etwas hauchend raunte:
„Komm, spring in mich und lass dich einfach runterfallen.
Nein, keine Angst, du wirst nicht auf den Boden knallen.“
Und sagte mir: „Wie wär‘s mit einem bisschen Fliegen?“
Ich baumelte mit beiden Füßen, bis Fersen schmerzten,
Und träumte laut, dass sich die Menschen ehrlich herzten,
Und leis, ich würde drunten mit dem Nebel liegen.