. kein Gegenüber mehr .

Prosagedicht zum Thema Fremde/ Fremdheit

von  kirchheimrunner


Jeder Nächste ist ein Fremder

Unverständliche Sprache und

Fremdartige Riten.

 

Abstand ist geboten,

Wassergräben sind hilfreich

für Sprachlosigkeit, Funkstille –

für hartherziges Schweigen;

Den Worten der Anderen den Rücken zugekehrt,

Das Gesicht verborgen.

 

Kein Sprachgarten mehr!

Wohin verschleppen mich die Fremden?

          Heimat die nie Heimat war

Wird fern.

 

Zufluchtsorte gibt es nicht

          Für mich

Für Einsiedler wie mich!

Für Bewohner einer Chartreuse.

 

Schlingen sind um die Klause angelegt,

um mich einzufangen,

Käfige sind aufgestellt

          Um mich zu zähmen.

Ketten für das Verließ.



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Kommentare zu diesem Text


 downunder (14.10.26, 12:56)
Dann bleib zu Hause. Ist doch ganz nett dort.
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