Überfluch

Sonett zum Thema Ehrgeiz

von  Ralf_Renkking

Früh morgens schon streifte ein Sturm durch die Straßen,
dieweil bereits Leute am Früstückstisch saßen
zerstörte sein Kuss
Wald, Stadt, Land und Fluss,
sowie Ei und Toast und auch sonst, was sie aßen.
Das führte sowohl zu Wut als auch Verdruss,
weil keinem gefällt, wenn er zwangsfasten muss.

Doch während Frust, Unmut und Ärger sie fraßen,
war auch mit dem Sturm samt Verlauf nicht zu spaßen,
er kam zu dem Schluss,
dass jeder Genuss
des Menschen verrucht sei und tobte dermaßen,
dass alles er löschte durch seinen Beschuss
und trotzdem gab Gott ihm noch eine Fünf Plus.

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Kommentare zu diesem Text

Stelzie (55)
(06.04.21)
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 Ralf_Renkking meinte dazu am 06.04.21:
Danke Kerstin,

Deinem Kommentar entsprechend habe ich zwei Änderungen vorgenommen, das ist so stimmiger, hoffe ich.

Ciao, Frank

 harzgebirgler (08.04.21)
gott hat den menschen auch viel zu verdanken
und weist sie deshalb selten in die schranken.

gruß
henning

 Ralf_Renkking antwortete darauf am 09.04.21:
Danke Henning,

der Mensch neigt ja zur Personifikation und Wertung, was mitunter völlig skurrile Aussagen nach sich zieht. Ein Bekannter äußerte sich über Krebs einmal sinngemäß wie folgt: "Wer ihm begreiflich zu machen versteht, dass seine Existenz von der des Wirtes abhängt, also seine Bösartigkeit als schädlich für ihn selbst darstellt, sollte ihn eigentlich in den Griff bekommen." 🤔

Ciao, Frank
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