Ade!

Gedicht

von  niemand

uns beide trennten
weder Mond noch Jahr
uns trennte nur
die andre Art zu leben

du nahmst und gern
war ich bereit zu geben
solange
bis nichts mehr zu  nehmen war

du gingst
der Tag verlor
an Ton und Licht -

wie leise doch
so manche Welt zerbricht

Kommentare zu diesem Text


 Regina (22.09.21)
Täter-Opfer-Verhältnis treffend ausgedrückt. Gut.

 niemand meinte dazu am 22.09.21:
Das freut mich sehr! ich danke und grüße Dich lieb,
niemand

 AlmaMarieSchneider (22.09.21)
Geben und Nehmen - wäre immer schön. Doch einseitig ist das auf Dauer keine glückliche Lösung. Wunderbares, ausdrucksvolles Gedicht.

Liebe Grüße
Alma Marie

 niemand antwortete darauf am 22.09.21:
Wenn etwas einseitig läuft, gibt es immer einen Verlierer,
der Gutmütigere ist es dann. Eigentlich zutiefst ungesund.
Es liegt eine ganze Menge Erlebtes in diesem Gedicht, liebe Alma Marie und ich wollte es schon seit Jahren in Angriff nehmen, doch alles was ich so entwarf, passte nicht, oder war zu kitschig.
Daher freut es mich jetzt umso mehr, dass ich es nun getroffen habe. Mit liebem Dank und Grüßen zurück, Irene

 plotzn (22.09.21)
Traurig und berührend, liebe Irene.

Wenn die/der Ausgenutzte am Ende immer noch nicht loslassen kann und mehr leidet, als der/die "Nehmende"...

In Strophe 2 könnte ich mir auch ein
"bis nichts mehr zu nehmen war"
vorstellen.

Liebe Grüße,
Stefan

 niemand schrieb daraufhin am 22.09.21:
Lieber Stefan, ich nehme die von Dir vorgeschlagene Verschlimmbesserung gerne an, zumal der Ralf mir Gleiches auch vorgeschlagen hat. So gebe ich mich geschlagen und laufe zur Tante Edit Mit liebem Dank und lieben Grüßen zurück, Irene

 Agnete (22.09.21)
manchmal geht es eben einfach nicht mehr... Traurig, aber Leben LG von Monika

 niemand äußerte darauf am 22.09.21:
So ist das Leben manchmal, liebe Monika.
Da hilft nur eines und zwar irgendwie damit zurecht zu kommen.
So etwas wird fast jeder schon mal mitbekommen haben.
Mit liebem Dank und Grüßen zurück, Irene

 GastIltis (22.09.21)
Liebe Irene,
so treffend und zielgenau muss man es erst einmal ausdrücken können. Und das fast mit weniger Worten als Zeilen!
LG von Gil.

 niemand ergänzte dazu am 22.09.21:
Ich habe diese Thematik als junger Mensch durchlebt und
immer wieder versucht es in ein Gedicht zu fassen, doch nie ist es mir wirklich gelungen. Gestern habe ich es dann nochmals versucht und scheinbar doch getroffen. Diesmal weder kitschig,
noch zu geschwätzig wie mein Mann es immer kritisch
auszudrücken pflegt. Mit liebem Dank und lieben Grüßen zurück, Irene

 AchterZwerg (22.09.21)
"Die andre Art zu leben", trennt mehr als alles weitere. ;)
Neudeutsch hieße es wohl "nicht kompatibel zueinander."
Frauen wollen das aber oft nicht wahrhaben.
---

Die beiden letzten Versgruppen finde ich ganz besonders stark.

Liebe Grüße
der8.

 niemand meinte dazu am 24.09.21:
Frauen haben nicht selten dieses Opfer-Gen. Gottseidank kann man es mit ein wenig Mühe quasi ablegen
Ich habe es geschafft. Mit liebem Dank und lieben Grüßen
zurück, Irene

 Jo-W. (22.09.21)
intensive Bilder in zarten Worten,gefällt mir sehr-einen Abendgruß-Jo

 niemand meinte dazu am 24.09.21:
Dankeschön! und liebe Morgengrüße zurück, Irene

 EkkehartMittelberg (25.11.21, 11:40)
Hallo Irene,
man macht immer wieder die Erfahrung, dass die  leisen Tönte schöner und wirkungsvoller sind als das Forte.
LG
Ekki

 niemand meinte dazu am 25.11.21 um 18:53:
Ich mag die leisen Töne auch sehr, lieber Ekki.
Nur wenn ich humorvoll scheppern will :D dann ist eher ein Tuten angesagt.
Mit liebem Dank und lieben Grüßen zurück, Irene

 MagunSimurgh (25.11.21, 15:11)
Man spürt den Schmerz sehr deutlich, wenn man das liest. Wirklich sehr poetisch.

 niemand meinte dazu am 25.11.21 um 18:54:
Das freut mich wirklich sehr und ich danke herzlich!
Mit lieben Grüßen, niemand
Zur Zeit online: