Zweifel der Zeit

Erlebnisgedicht zum Thema Gesellschaftskritik

von  hei43

Zweifel der Zeit


Gedanken formen Worte,

wenn man sie sagen will,

oder hält sie im Geiste

und bleibt dann lieber still.


Was nützen all die Worte,

wer kann ihnen noch traun,

wenn fehlt entsprechend Handeln

von Männern und auch Fraun?


Worte werden zu Floskeln,

die keiner mehr durchschaut,

Wollen und Tun verblassen,

und leise Stimmen laut.


Zweifel ziehen durch die Welt

durch Reden viel an Zahl,

Menschen bieten kaum noch Halt,

es bleibt nur Gott als Wahl.




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Kommentare zu diesem Text


 Misanthrop (21.01.22, 16:24)
Ahoi hei43,

die Verrohung der Gesellschaft schreitet voran, da hast Du Recht, zumindest in meinen Augen. Daher aber den Trieb zur "Krücke" Gott zu begründen erscheint mir dann doch recht gewagt und abstrus. Du sprichst ja selbst von Wahl, es gibt mehr als das Beten, um sozial integer interagieren zu können. Es gibt auch heute noch genügend Menschen, die ihren Worten entsprechende Taten folgen lassen. Vielleicht solltest Du mal in Deinem sozialen Umfeld radikal sondieren. Der Gottverweis lässt Deinen Text leider abrutschen in Defätismus, nichts Anderes ist es, in den Glauben "flüchten" zu wollen. Selbstaufgabe ist nicht meine Wahl.

Soziale Grüße
Dat M.

 Graeculus (21.01.22, 16:39)
Welches Wort hat Gott denn schon gehalten?

Ich meine, daß Gott zuverlässiger sei als alle Menschen, das ist ja wohl Einbildung bzw. Glaube.

Kommentar geändert am 21.01.2022 um 16:51 Uhr

 Agnete meinte dazu am 21.01.22 um 17:40:
ich schwör ja immer auf meinen Hund...

 Graeculus antwortete darauf am 21.01.22 um 17:46:
Hunde sind sehr zuverlässig ... und weit zuverlässiger als Jesus, der bekanntlich behauptet hat, daß einige der ihn Umstehenden noch das Kommen des Messias erleben würden - worauf die Christen nun seit 2000 Jahren vergeblich warten.
D.h. Hunde versprechen nichts, sie sind einfach.
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