Rauf, oder runter?

Alltagsgedicht zum Thema Nonsens

von  niemand



Es hängt, es hängt und ständig mehr

und immer tiefer, denn intensiver

wirkt die Schwerkraft, Tag für Tag.


Was gibts zu tun, die Proportionen

werden schiefer, dass man sie

im Verhältnis nicht mehr sehen mag.


Vielleicht ein Schinden, durchs Verbinden,

oder Straffen? Das Gaffen vieler

lässt den schlechten Zustand spürn.


Sogar der Boden denkt, er müsste

Abstand schaffen, weil schon im Sitzen

die zwei Spitzen ihn berührn.


Das Ganze wirkt inzwischen

reichlich ungeheuer. Setzt man was ein,

nimmt man was ab? Auf jedem Fall


wird, was man vorhat, letzten Endes

ziemlich teuer. Dann heißt es: Lass es,

oder mach es! Und dann zahl!




Hinweis: Der Verfasser wünscht generell keine Kommentare von Isensee, Tula und Saira.

Hinweis: Du kannst diesen Text leider nicht kommentieren, da der Verfasser keine Kommentare von nicht angemeldeten Nutzern erlaubt.

Kommentare zu diesem Text


 AnneSeltmann (06.01.26, 08:38)
Guten Morgen im nicht mehr so ganz taufrischem neuen Jahr. Trotzdem wünsche ich dir noch ein gutes!

Für mich erzählt dein Text von Last und Chaos, die immer schwerer werden. Man überlegt, was man tun soll, wie man alles wieder geradebiegt – und merkt, dass jede Entscheidung ihren Preis hat. Zwischen resignierter Humorlosigkeit und leiser Verspieltheit zeigt er, wie es ist, das unkontrollierbare Leben zu tragen – und trotzdem weiterzumachen.

Man kann die Last nicht perfekt kontrollieren, man muss handeln oder akzeptieren... alles hat seinen Preis.

LG

Anne
Zur Zeit online: