V o r w o r t
Text zum Thema Selbstdarstellung
von Reliwette
Kommentare zu diesem Text
Moin lieber Reli,
dein Vorwort fühlt sich für mich nicht wie ein Auftakt an, sondern wie ein leises Gespräch, das schon lange vor dem ersten Satz begonnen hat. Als würdest du mich – und zugleich jeden, der zuhört – nicht hineinführen, sondern neben dich setzen – ohne Abstand, ohne Bühne.
Ich spüre in deinen Worten dieses ehrliche Innehalten. Du schreibst nicht, um dich zu zeigen, sondern um dich zu prüfen. Und gerade das macht dich so sichtbar. Dieses leise Abgleichen deiner Gedanken mit der Zeit, dieses Eingeständnis, dass nichts fest bleibt – das trifft etwas in mir, das ich nur schwer benennen kann. Vielleicht, weil wir beide wissen, wie sehr sich ein Mensch im Stillen verändert, während nach außen alles gleich zu bleiben scheint.
Deine Haltung zur Kunst berührt mich besonders. Dieses fast trotzig Sanfte, mit dem du jede Überhöhung von dir weist. Du stellst dich nicht über die Menschen, sondern mitten hinein. In dasselbe Boot. Und während andere noch überlegen, wer rudert und wer nicht, hast du längst verstanden, dass es gar nicht darum geht.
Und dann ist da diese leise Wehmut, die zwischen deinen Zeilen liegt. Nicht schwer, nicht klagend – eher wie ein Schatten am späten Nachmittag. Deine Worte vom kürzer gewordenen Zollstock, von den Freunden, die gegangen sind … sie haben etwas in mir zum Klingen gebracht. Vielleicht, weil sie so wahr sind, dass man ihnen nicht ausweichen kann.
Was ich an dir so schätze, Reli, ist genau das: Du zwingst niemandem eine Wahrheit auf. Du öffnest nur einen Raum. Und in diesem Raum darf alles sein – Zweifel, Erinnerung, ein schiefes Lächeln über den Unsinn, den wir unser Leben nennen.
Und ja … ich habe beim Lesen dieses leise Nicken gespürt, das von dir ausgeht. Dieses „Komm, schau mit mir“. Und ich bin gern geblieben.
Herzliche Grüße
Saira
dein Vorwort fühlt sich für mich nicht wie ein Auftakt an, sondern wie ein leises Gespräch, das schon lange vor dem ersten Satz begonnen hat. Als würdest du mich – und zugleich jeden, der zuhört – nicht hineinführen, sondern neben dich setzen – ohne Abstand, ohne Bühne.
Ich spüre in deinen Worten dieses ehrliche Innehalten. Du schreibst nicht, um dich zu zeigen, sondern um dich zu prüfen. Und gerade das macht dich so sichtbar. Dieses leise Abgleichen deiner Gedanken mit der Zeit, dieses Eingeständnis, dass nichts fest bleibt – das trifft etwas in mir, das ich nur schwer benennen kann. Vielleicht, weil wir beide wissen, wie sehr sich ein Mensch im Stillen verändert, während nach außen alles gleich zu bleiben scheint.
Deine Haltung zur Kunst berührt mich besonders. Dieses fast trotzig Sanfte, mit dem du jede Überhöhung von dir weist. Du stellst dich nicht über die Menschen, sondern mitten hinein. In dasselbe Boot. Und während andere noch überlegen, wer rudert und wer nicht, hast du längst verstanden, dass es gar nicht darum geht.
Und dann ist da diese leise Wehmut, die zwischen deinen Zeilen liegt. Nicht schwer, nicht klagend – eher wie ein Schatten am späten Nachmittag. Deine Worte vom kürzer gewordenen Zollstock, von den Freunden, die gegangen sind … sie haben etwas in mir zum Klingen gebracht. Vielleicht, weil sie so wahr sind, dass man ihnen nicht ausweichen kann.
Was ich an dir so schätze, Reli, ist genau das: Du zwingst niemandem eine Wahrheit auf. Du öffnest nur einen Raum. Und in diesem Raum darf alles sein – Zweifel, Erinnerung, ein schiefes Lächeln über den Unsinn, den wir unser Leben nennen.
Und ja … ich habe beim Lesen dieses leise Nicken gespürt, das von dir ausgeht. Dieses „Komm, schau mit mir“. Und ich bin gern geblieben.
Herzliche Grüße
Saira
Kommentar geändert am 28.03.2026 um 18:35 Uhr
Alter Meister!
Du bist 2 Jährchen älter als ich, deinen Geburtstag feierst du 4 Tage später als ich ...
Da haben wir wahrscheinlich einige Jahrzehnte ähnlich gelebt mit unseren (politischen) Hoffnungen, im Kalten Krieg, der nicht immer sicher war, rückblickend sicherer als das Jetzt ... Jahrzehnte Frieden und wachsender Wohlstand. Jetzt erstmalig echte Stagnation. Jetzt Bruch des westlichen Bündnisses ...
Mich erinnert die jetzige Situation an Heinrich Manns "Untertan": Niedergang der demokratischen Kräfte in den 90er Jahren des 19. Jahrhunderts. Das führte dann in den 1. Weltkrieg und in den 2. Weltkrieg. Und jetzt? Haben wir aus der Geschichte gelernt? Ich fürchte: nein. Dass ausgerechnet ein US-Amerikaner nichts gelernt hat und ein fürchterlich schlechter Lehrling / Apprentice bleibt, ist überraschend. Noch hält sich Deutschland einigermaßen wacker. Aber ... Ach, lieber alter Kunstmeister, - da müssen wir jetzt durch.
Herzlichst
Uli
Du bist 2 Jährchen älter als ich, deinen Geburtstag feierst du 4 Tage später als ich ...
Da haben wir wahrscheinlich einige Jahrzehnte ähnlich gelebt mit unseren (politischen) Hoffnungen, im Kalten Krieg, der nicht immer sicher war, rückblickend sicherer als das Jetzt ... Jahrzehnte Frieden und wachsender Wohlstand. Jetzt erstmalig echte Stagnation. Jetzt Bruch des westlichen Bündnisses ...
Mich erinnert die jetzige Situation an Heinrich Manns "Untertan": Niedergang der demokratischen Kräfte in den 90er Jahren des 19. Jahrhunderts. Das führte dann in den 1. Weltkrieg und in den 2. Weltkrieg. Und jetzt? Haben wir aus der Geschichte gelernt? Ich fürchte: nein. Dass ausgerechnet ein US-Amerikaner nichts gelernt hat und ein fürchterlich schlechter Lehrling / Apprentice bleibt, ist überraschend. Noch hält sich Deutschland einigermaßen wacker. Aber ... Ach, lieber alter Kunstmeister, - da müssen wir jetzt durch.
Herzlichst
Uli
Lieber Uli. ja unsere Freundschaft ist nahezu uralt. Entsprechend haben wir versucht, mit Kunst und Literatur Zeichen zu setzen. Das Blöde ist, dass die meisten Menschen aus den Fehlern der Geschichte nicht lernen wollen. Immer wieder erneuern sich "Nulpen", die es an die Macht drängt, ohne die Fähigkeit dazu zu besitzen, sie sinnvoll anzuwenden. Hie und da mal eine Person, die sich sinnvoll einsetzt und dann kommt wieder eine "Nulpe", die es versucht, sich durch einen Misstrauensantrag selbst an die Spitze zu setzenn und im Endeffekt durch ein schwches Gedächtnis gezeichnet ist und zum Schluss seiner Karrierre einen Stuhl in der hintersten Reihe im Plenarsaal einnehmen musste. Nach seinem Ableben flossen die Krokodilstränen eimerweise die Stufen hinab. Nach Amerika will ich gar nicht erst blicken!
Lieber Gruß!
Hartmut
Lieber Gruß!
Hartmut
Lieber Hartmut,
ich stimme dir zu - leider wird deine Kurzanalyse der Lage täglich überboten - vermutlich mit 'systematischer Absurdität'.
Ich bin so froh, dass ich als Europäer in Europa lebe. Und im rheinischen Westen.
Herzlichst
Uli
ich stimme dir zu - leider wird deine Kurzanalyse der Lage täglich überboten - vermutlich mit 'systematischer Absurdität'.
Ich bin so froh, dass ich als Europäer in Europa lebe. Und im rheinischen Westen.
Herzlichst
Uli