Psychikon I
Text
von Reliwette
Kommentare zu diesem Text
Lieber Reli,
dieser Regen auf den „metallenen Skulpturen“ wirkt auf mich fast gleichgültig, als würde die Welt einfach weiterlaufen, während das, was einmal Sinn hatte, langsam zerbricht.
„Was sinnvoll erschien, zerschellt schon im Aufbruch“ – das ist so ein Satz, der hängen bleibt. Weil er nichts beschönigt.
Und die Zeile mit den Poeten, die ihre Habe mit ins Grab nehmen fühlt sich für mich leise und schwer an, fast so, als gäbe es Dinge, die man nie wirklich sagen kann.
Das „Fass ohne Boden“ am Ende mag ich besonders. Kein großes Pathos, eher so ein offenes Gefühl, das bleibt.
Ich habe das Gedicht nicht nur gelesen, ich bin ein Stück darin stehen geblieben.
Liebe Grüße
Saira
dieser Regen auf den „metallenen Skulpturen“ wirkt auf mich fast gleichgültig, als würde die Welt einfach weiterlaufen, während das, was einmal Sinn hatte, langsam zerbricht.
„Was sinnvoll erschien, zerschellt schon im Aufbruch“ – das ist so ein Satz, der hängen bleibt. Weil er nichts beschönigt.
Und die Zeile mit den Poeten, die ihre Habe mit ins Grab nehmen fühlt sich für mich leise und schwer an, fast so, als gäbe es Dinge, die man nie wirklich sagen kann.
Das „Fass ohne Boden“ am Ende mag ich besonders. Kein großes Pathos, eher so ein offenes Gefühl, das bleibt.
Ich habe das Gedicht nicht nur gelesen, ich bin ein Stück darin stehen geblieben.
Liebe Grüße
Saira
Liebe Saira,
du gibst und gibst, willst endlich Veränderungen, die sinnvoll für Menschen sind, aber sie wollen nicht von Ablenkungen ablassen, sie erfinden immer neue und merken nicht, wie alles den Bach herunter geht. Dein Engagement, alle Anstrengungen zum Nulltarif sind das Fass ohne Boden. Krähen fliegen krächzend die letzten Runden, bevor es Nacht wird. Ich pflücke dir eine Sonnenblume für den Nachttisch!
Lieber Gruß!
Reli
du gibst und gibst, willst endlich Veränderungen, die sinnvoll für Menschen sind, aber sie wollen nicht von Ablenkungen ablassen, sie erfinden immer neue und merken nicht, wie alles den Bach herunter geht. Dein Engagement, alle Anstrengungen zum Nulltarif sind das Fass ohne Boden. Krähen fliegen krächzend die letzten Runden, bevor es Nacht wird. Ich pflücke dir eine Sonnenblume für den Nachttisch!
Lieber Gruß!
Reli
Antwort geändert am 31.03.2026 um 19:15 Uhr
Lieber Reli,
deine Worte tragen diese leise Müdigkeit in sich, die ich gut kenne. Dieses Gefühl, zu geben und zu geben und doch scheint es, als würde es versickern, irgendwo, wo nichts zurückkommt.
Aber ich glaube nicht, dass es wirklich „zum Nulltarif“ ist. Vielleicht sieht man den Wert nicht sofort. Vielleicht nicht dort, wo man ihn erwartet. Aber er ist da – in jedem Gedanken, der hängen bleibt, in jedem kleinen Innehalten
.
Das „Fass ohne Boden“ fühlt sich manchmal so an, ja.
Und doch – irgendwo sammelt sich etwas. Vielleicht nicht sichtbar, vielleicht nicht laut.
Die Sonnenblume stelle ich mir gerade wirklich hin.
Ein kleines, stilles Gegenbild zu all dem Grau.
Danke dir dafür.
Liebe Grüße
Saira
deine Worte tragen diese leise Müdigkeit in sich, die ich gut kenne. Dieses Gefühl, zu geben und zu geben und doch scheint es, als würde es versickern, irgendwo, wo nichts zurückkommt.
Aber ich glaube nicht, dass es wirklich „zum Nulltarif“ ist. Vielleicht sieht man den Wert nicht sofort. Vielleicht nicht dort, wo man ihn erwartet. Aber er ist da – in jedem Gedanken, der hängen bleibt, in jedem kleinen Innehalten
.
Das „Fass ohne Boden“ fühlt sich manchmal so an, ja.
Und doch – irgendwo sammelt sich etwas. Vielleicht nicht sichtbar, vielleicht nicht laut.
Die Sonnenblume stelle ich mir gerade wirklich hin.
Ein kleines, stilles Gegenbild zu all dem Grau.
Danke dir dafür.
Liebe Grüße
Saira
Man kann sich das nervende PLINgpling des regens auf dem Metall vorstellen, Reliwette. Der mensch als Skulptur, unbeweglich.
Gekreiúzte Schwerter für Streit, vielleicht Krieg, die Sinnlosiglkei von Poetenworten.
Bilder für Gesellschaften, die nicht mehr funktionieren.
Aber ich denke schon, dass Poetenworte immer noch dagegen schreiben können...
lG von M.
Gekreiúzte Schwerter für Streit, vielleicht Krieg, die Sinnlosiglkei von Poetenworten.
Bilder für Gesellschaften, die nicht mehr funktionieren.
Aber ich denke schon, dass Poetenworte immer noch dagegen schreiben können...
lG von M.
Ja, liebe Moppel, wir schreiben heftige Prosatexte, ganze Bücher voll, zarte Lyrik mit hintergründigem ICH. Aber du kommst nicht gegen Trampel an, die mit ihren Quadratlatschen und Köpfen alles zertrampeln, was als zaghaftes Grün aus dem Boden wächst. Das macht mich nicht nur sprachlos, sondern auch wütend.
Danke für deinen Kommentar!
Hartmut
Danke für deinen Kommentar!
Hartmut