PsychikonIII

Text

von  Reliwette

         


                              



                                      


                                      


                                      



                                                                                            





  Als sie sich ein letztesd Mal umwandten,

sahen sie, dass die weite Ebene

von der untergehenden Sonne

in purpurnes Licht verwandelt worden war…

in der Ferne zog die vermummte Schar nordwärts,

die unendliche Menschenreihe schien kaum in Bewegung

und zerfloss mit den Abendwolken am Horizont

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Kommentare zu diesem Text


 Saira (30.03.26, 20:34)
Lieber Reli,

ein Umwenden – und alles weitet sich.

Kein Abschied, eher ein Blick, der sich löst. Das Licht trägt mehr als nur den Abend, es hält etwas fest, das schon im Übergang ist.

Die Ebene wird still, beinahe zuständig für das, was geschieht.
Und die Gestalten – sie gehen, und doch sind sie schon weniger da als dort, wo sie verschwinden.

Dieses Zerfließen hat nichts Endgültiges. Eher ein Übergehen, ein Sich-Verlieren in etwas, das größer ist als Bewegung.

Dein Text spricht nicht – er lässt geschehen.
Und genau darin bleibt er.

Liebe Grüße
Saira

 Reliwette meinte dazu am 30.03.26 um 23:12:
Danke, liebe Saira, das Kurzgedicht passt zu dem Gemälde mit den weißen Masken, den Spiegeln ohne Gesichter. Das Bild heißt. Mein kleines Echo. Ich danke Dir sehr herzlich für Deine Worte, die mich berührt haben
Reli qinkt dir zu1
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