Wen bei den dramatisch ansteigenden Benzinpreisen wirksam entlasten? Diese Frage muss sich die Politik hierzulande gerade in aller Dringlichkeit stellen. Dabei dürfte klar sein, dass sie nicht wieder die eh abgehängte Kleinwagen-Klientel bedienen darf – die wird nämlich niemals Schwung in die Verkehrslandschaft bringen.
Nein, wenn die Regierung wirklich neue Lust an Mobilität und PS-starker Nachfrage stimulieren will, dann muss sie unseren potenteren Zielgruppen auf die Überholspur verhelfen. Das sind in Deutschland einerseits die kauf- und reisefreudigen Wohnmobil-Besitzer, andererseits die durch keine Krise zu erschütternden Mototorradfahrer. Die stehen gerade jetzt wieder zu Tausenden in den Startlöchern, bereit, ihre röhrenden Verbrenner auf die Straße zu bringen.
Die WoMo-Fans haben mit dem Kauf ihrer tonnenschweren Luxus-Camper der Automobilindustrie sehr geholfen, und die Biker werden auch dieses Jahr wieder beweisen, dass man Freiheit tatsächlich ausleben kann- jeder soll es hören!
Welch ein Verlust an Lebensqualität, wenn den Bikern und Campern durch die ausufernden Benzinpreise tatsächlich Einschränkungen auferlegt würden! Weniger Kilometer! Und die gar langsamer fahren, schleichen…
Nein, wenn die Regierung da wirklich die Lust an Mobilität und PS-starker Lebensfreude erhalten will, dann her mit den Benzingutscheinen, her mit Rabatten und Subventionen, und zwar gezielt an die „Motoren“ unserer Wirtschaft: an Biker und Camper. Sie versinnbildlichen Technik gepaart mit Wohlstand, sie stehen für individuelle Freiheit und Selbstverwirklichung, sie demonstrieren unsere Art von Lebensfreude, voll beladen, volltönend und gerne mit Vollgas.