Inklusion als wichtige Grundlage für eine gerechte Gesellschaft

Text

von  Wastl

Nach dieser wunderbaren gesellschaftlichen Neuerung bin ich auch der Meinung, dass es durchaus möglich sein sollte, ohne Führerschein und Fahrpraxis an einem Formel-1-Rennen teilzunehmen oder ohne diese viel zu anstrengende Ausbildung zum Astronauten einen Flug zum Mond mitmachen zu dürfen – denn sonst wär's eine unzumutbare Ungleichbehandlung.

Jeder Mensch sollte uneingeschränkt an allen Veranstaltungen teilnehmen dürfen, die es in unserer Gesellschaft (bzw. Kultur) gibt – unabhängig von Unvermögen, Begabung und Alter. Schließlich ist es ein Menschenrecht, bei dem sich die Umgebung an den Menschen anpassen sollte, und nicht umgekehrt – d. h. jeder sollte uneingeschränkt bei allem mitmachen dürfen.

Warum dürfen nur Sprengmeister mit einer jahrelangen Ausbildung eine frisch ausgebuddelte Fliegerbombe entschärfen und dafür gerühmt werden? Warum auch nicht eine tapfere Zehnjährige, die sich das traut mit Learning by Doing, so dass auch sie dafür gerühmt wird, sollte sie es überleben? Ruhm sollte jedem zustehen, nicht nur den Experten!



Anmerkung von Wastl:

Inspiriert durch die Glosse  Inklusion und Selbstverwirklichung von Citronella

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Kommentare zu diesem Text


 Citronella (01.05.26, 12:45)
Moin Wastl,

danke für die Fortführung meines Gedankens.
Der Leistungsgedanke und damit der Gedanke, dass eben nicht alle Menschen gleich begabt und fähig zu allem sind (na ja, fähig manchmal schon), ist doch so was von old school! Jeder sollte die Chance bekommen, alles tun und lassen zu dürfen, was ihm Spaß macht. Und niemand sollte es wagen, dies zu kritisieren. Horrido!  ;)

Liebe Grüße in den Mai
Citronella

 EVdR meinte dazu am 01.05.26 um 13:15:
Wastl hat in seinem Text sehr gute Fragen gestellt. Weiter gedacht werden muss leider autonom.

Ist Kunst nicht Vielfalt? Geht nicht um Selbstverwirklichung? Gibt es da eine Intension? Zielpublikum?

Warum nicht ohne Talent zu etwas ? 

Was war mit "Eddy - the Eagle" ? Olympia Skisprung

Der Mensch hinter 
EVdR 

 niemand antwortete darauf am 01.05.26 um 13:49:
@ Wastl
Sag mal, Wastl, ich bin grade in einem Hobby-Chirurgen-Modus.
Darf ich Dich operieren? Learning by Doing? Ich frage mich inzwischen auch,warum, sollte ich Dein Ohr unters Messer bekommen, ich dieses Hörgerät nicht an einer andersn Stelle platzener könnte. Z.B. unter der Berücksichtigung eines erweiterten Hörens beim besetzen der Porzellanschüssel. Wäre es denn nicht hilfreich, dort den Einschlag der Granaten schonmal vorzeitig akustisch zu erproben? Wir gehen ja eh in Richtung Krieg und woran man gewöhnt ist,das erschreckt einen nicht mehr so sehr..
Vor einiger Zeit war ich in einem Ingenieur-Hobby-Modus. Habe mich bereits um den Bau eines riesigen Gebäudes beworden, dann aber nach dem Einreichen meines genialen Models, wurde mir verklickert,
dass ich wohl ein wenig zu begabt wäre und man eigentlich nur noch am Bauen interessiert sei, wenn die Garantie auf ein baldigen Absturz des Elaborates besteht. Meine Gebäude gehen bis in die Ewigkeit,
sagte ich, warum also nicht diese in Fertigung nehmen? Ewigkeit und Absturz gehen doch bei mir Hand in Hand. Daraufhin schlug man mir vor, an der nächsten Autobahn mit zu wirken. Eine zehnspurigen sollte es dann wohl sein. Das ist dann aber daran gescheitert, weil ich nur bis neun zählen kann. Du siehst, meine Person und deren Begabung, ja Genialität steigert sich von Tag zu Tag. Im Moment arbeite ich an einem Donald-Duck Plagiat. Pardon Trump, natürlich.
Als Trumpoline bin ich inzwichen garnicht mal so schlecht.
Dann also bis morgen. Da kann ich noch operieren, danach geht es in die USA. Man wartet schon sehnsüchtig.     :D  
LG Irene

 niemand schrieb daraufhin am 01.05.26 um 13:58:
@ Wastl
Stänkerer gibt es immer. Siehe unten    :D
LG Irene

 Wastl äußerte darauf am 01.05.26 um 16:11:
Citronella, manchmal denke ich tatsächlich, es wäre besser, wenn niemand einen Beruf fünfzig Jahre lang ausübt, sondern alle fünf bis sieben Jahre etwas anderes tun. So leidet das Menschsein nicht unter einseitiger Beschäftigung, denn der Mensch ist ein sehr komplexes Wesen, das auch bei seinen Aufgaben wachsen kann. Das ist allerdings ein Ideal, das nur schwer zu erreichen ist. Die menschliche Natur braucht Vielfalt – wenngleich auch natürlich in einem sinnvollen Maß, was das Lernen und Können betrifft.

Ach ja, Irene, ich wollte mich mal als Unfallchirurg betätigen. Dann hieß es: „Ohne Medizinstudium geht da gar nichts.” Echt eine Unverschämtheit! Da will man mal was Sinnvolles tun ... Aber nein, dann kommen die mit ihrem profanen Purismus daher – fremdschämen tu ich mich für diese tunichtguten Paragraphenreiter, sag ich Dir. Was die Hirnchirurgie betrifft, kenne ich jedoch kein Halten mehr. Ich werde sämtlichen Regierungsmitgliedern das Böse aus ihren grauen Zellen herausschaben – das habe ich mir jedenfalls vorgenommen. Ich muss nur noch eine weltoffene und tolerante Klinik finden.

Was deine letzte Bemerkung betrifft, tröste ich mich mit folgender Lebensweisheit: „Je mehr der Stänkerer seinem Namen gerecht wird, desto bedeutungsvoller fallen die Ritterschläge aus!”

EVdR: Hm, ich würde Kunst nicht völlig vom Leben trennen. Alles beeinflusst sich gegenseitig, mal mehr, mal weniger, je nach Temperatur und Tageszeit - aber vielleicht hatte ich Dich auch (zumindestens ein wenig) missverstanden.

Danke und liebe Grüße an Alle

 Tula (01.05.26, 13:52)
Wastl
Ich bin auch für Experten, Menschen, die nachvollziehbar mit Wissen argumentieren. Wird in unserer Gesellschaft immer seltener, schade. 
Was berufliche Qualifikation mit Inklusion zu tun hat, ist mir hier trotzdem nicht klar. Aus meiner beruflichen Erfahrung absolut nichts. Könnte man sachlich diskutieren. Aber darum geht es ha nicht. Siehe oben.

LG Tula
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