wir wissen nichts
Gedicht zum Thema Wahrnehmung
von GastIltis
Anmerkung von GastIltis:
Empfohlen von: DerHerrSchädel, Moja, diestelzie, plotzn, franky, willemswelt, Didi.Costaire, TassoTuwas, DanceWith1Life.
Lieblingstext: DerHerrSchädel.
Entfleucht vielleicht, vielleicht auch nicht!
Kommentare zu diesem Text
ach ja,lieber Freund Gil,als ich noch glaubte,dass ein Tag,Schritt dem andern folgen würde hin zu einem Ziel,da war ich mir und all diesem Nichtwissen nicht so grenzenlos ausgeliefert-da bleibt mir nur die -hin und wieder-Gelassenheit:alles geht schon seinen Weg,also bleib ruhig ,Alter,sag ich mir und ich merke an deiner gekonnten Reimspielerei,dass du es auch nicht so ernst nimmst,will ich mal behaupten und bleibe lieber stets in freundschaftlicher Verbundenheit
dein Freund Willem
dein Freund Willem
Danke alter Junge,
es stimmt ganz genau, man sollte sich nicht zu ernst nehmen. Das schrieb ich ja schon in meinem vorletzten Gedicht. Aber man kann es ja nicht oft genug betonen, weil es immer jemand gibt, der es nicht begreift. Oder dem dafür die Reife fehlt. Wir, deren Tage gezählt sind, obwohl es kaum jemand wahr haben will, zuerst natürlich wir selbst, zählen Begriffe wie Gelassenheit und Unverdrossenheit zu unserem Alltagsrepertoire. Zum Glück gibt es vom Alter her keine Einschränkungen, um noch in die Politik zu gehen. Schlechter wird es nicht. (Mit uns, aber besser auch nicht ohne uns!).
Sei herzlich gegrüßt von deinem Spezi Gil.
Moin Gil,
der Mensch hört weder Schuss noch Knall
so weit vom Mittelpunkt im All,
jedoch im Mittelpunkt vom Aldi
entdeckt er Leckerlis für Waldi.
Liebe Grüße,
Dirk
der Mensch hört weder Schuss noch Knall
so weit vom Mittelpunkt im All,
jedoch im Mittelpunkt vom Aldi
entdeckt er Leckerlis für Waldi.
Liebe Grüße,
Dirk
Danke Dirk,
Vertrauliche Grüße von Gil.
der Hundefreund ist stets gut drauf.
Ihn stört kein Stern, kein Hundehauf,
nicht mal am falschen Ort Gebell,
geschweige denn das falsche Fell.
Hallo Gastiltis, über das Sein und Nichtsein sind schon viele Philosophen gestolpert, wo die Sinnesorgane nicht mehr hinlangen, hilft derzeit nur die Theorie und letztlich ersetzt Glaube das Wissen. Ich ziutiere meinen Kombattanden, der sagt:"Bis ALDI können wir uns orientieren". Aber wenn der Schnitter kommt, dann ist buchstäblich "Sense im Schacht!" Diese Gewissheit sollte uns alle zusammenführen, dann können wir auch woanders einkaufen. Du hast unsere Unwissenheit sehr gekonnt in deinen drei Versen aus Zweizeilern gereimt dargestellt.
Lieber Gruß! Hartmut
Lieber Gruß! Hartmut
Hallo Hartmut,
das mit dem Philosophieren über das Sein oder Nichtsein will ich dir gern abnehmen, obwohl ich vom Glauben nichts halte. Nichts zu wissen scheint mir, um es zu etwas zu bringen, Erfolg versprechender zu sein als ein Halbwissen oder die sogenannte Vorsehung, deren negative Folgen ja bekannt sind. Übrigens zitiere ich ja gern Mark Twain: „Mit Philosophen muss man sprechen, wenn sie Zahnschmerzen haben.“
Ob es hilft, wage ich indes zu bezweifeln.
Danke und herzliche Grüße von Gil.
das mit dem Philosophieren über das Sein oder Nichtsein will ich dir gern abnehmen, obwohl ich vom Glauben nichts halte. Nichts zu wissen scheint mir, um es zu etwas zu bringen, Erfolg versprechender zu sein als ein Halbwissen oder die sogenannte Vorsehung, deren negative Folgen ja bekannt sind. Übrigens zitiere ich ja gern Mark Twain: „Mit Philosophen muss man sprechen, wenn sie Zahnschmerzen haben.“
Ob es hilft, wage ich indes zu bezweifeln.
Danke und herzliche Grüße von Gil.
Man sagt
Das Lachen sei die Medizin
So zieht es uns zum selben hin
Wird Zwerchfell dann das neue Gott
Und kitzeln das Gebet zum Spott
Wie taumeln wir durch Schein und Sein
Bedeutungsschwanger voller Pein
Wenn nur der Kopf beflügelt ist
Wie soll man da noch ganz genau erkennen
Warum Gedanken nur im Kreis rumrennen
Das Lachen sei die Medizin
So zieht es uns zum selben hin
Wird Zwerchfell dann das neue Gott
Und kitzeln das Gebet zum Spott
Wie taumeln wir durch Schein und Sein
Bedeutungsschwanger voller Pein
Wenn nur der Kopf beflügelt ist
Wie soll man da noch ganz genau erkennen
Warum Gedanken nur im Kreis rumrennen
Dieses ganze oberseichte Geschleime hier (Text plus Kommentare) vermiesen mir das Schreiben gänzlich. Wer wars doch gleich, der sagte, daß wenn man keine Ahnung von was hat, man den Mund zu halten hat?
Ah, Ludwig Wittgenstein.
Ah, Ludwig Wittgenstein.
Hallo Dance,
wer sich und uns und überhaupt
im Nachgang, von dem er sicher glaubt,
sein ahnungsfrei vergrämtes Schreiben
vermieste unser lockres Bleiben,
der irrt. Ihm sitzen Schrauben locker,
er reißt, die lachen, nicht vom Hocker,
er treibt uns unsern Spott nicht aus,
vermutlich schämt er sich zu Haus,
hofft, dass er in den Himmel komm,
und betet dreifach Omm. Omm. Omm!
LG von Gil.
wer sich und uns und überhaupt
im Nachgang, von dem er sicher glaubt,
sein ahnungsfrei vergrämtes Schreiben
vermieste unser lockres Bleiben,
der irrt. Ihm sitzen Schrauben locker,
er reißt, die lachen, nicht vom Hocker,
er treibt uns unsern Spott nicht aus,
vermutlich schämt er sich zu Haus,
hofft, dass er in den Himmel komm,
und betet dreifach Omm. Omm. Omm!
LG von Gil.
ät he he he LotharAtzart Ich mag es nicht, wenn alle über einen herfallen. Das ist hier auch nicht der Fall. Du fällst gleich über mehrere her. Kannst du machen. Du bist ein Sonderling. Ich nehme an, dass es dir bewusst ist. Mir ist schleierhaft, weshalb du den Text von Gastiltis und die Kommentare und seine Texter so platt behandelst. Weil Gastiltis sagt, dass er nicht glaube? Wenn du diesen Text und die Kommentare als Geschleime verurteilst und deshalb keine Freude mehr am Schreiben hast, ist das nicht unbedingt tragisch. Du musst selbst entscheiden, ob du schreiben willst oder schweigen, was nicht unbedingt schädlich ist.
Mit liebem Gruß!
Hartmut T. Reliwette
Mit liebem Gruß!
Hartmut T. Reliwette
Sonderling ist ok. Hartmut, solange keine Sonde eingeführt wird.
Ach, das ist mir völlig wurscht, was einer glaubt, mir mißfällt der respektlose Vielfaltswirrwarr, die schon mit "Wir wissen nichts" beginnt. Ich weiß, oder weiß nicht, aber mit dem "Wir" ist es immer so eine Sache der Kollektivierung und da bin ich sowieso weg.
Weil Gastiltis sagt, dass er nicht glaube?
Ach Hartmut, warum legst du dich mit dem Typen an, der ausgerechnet Wittgenstein zitiert, genau dem, der sagt: "Nichts ist wie die Welt, denn die Welt ist nichts."
Ich möchte den Geist von Lothar Atzert retten, bevor das Verfallsdatum einsetzt. Lothar kann mit leichter Ironie schlecht umgehen und merkt nicht, dass es Kombattanden gibt, die nicht alles so furchtbar verkniffen sehen. Lothar, damit machst du dich angreifbar, das möchte ich vermeiden.
Wenn du lachst, dann bitte mit einem lachenden und einem weinenden Auge, und wenn du weinst, dann umgekehrt.
Lieber Gruß! Hartmut T.Reliwette
Wenn du lachst, dann bitte mit einem lachenden und einem weinenden Auge, und wenn du weinst, dann umgekehrt.
Lieber Gruß! Hartmut T.Reliwette
Danke Hartmut, mich retten zu wollen, das ehrt Dich wirklich sehr.
Hier folgt ein weiteres Zitat, diesmal ists der gute Hölderlin:
Mach Dir bitte keine Sorgen, ich steh das durch und möchte an dieser Stelle nicht weiter über mich reden, sonst heißt es wieder das Übliche. So also denn zum Gedicht:
Fazit: So oder so oder anders - wir wissen nix genaues! Mir ist das zu populistisch. Im Buddhismus, spätestes ab dem Mahayana, spricht man von Leerheit und Klarheit. Eine leere Tasse macht sie brauchbar für Befüllung und sauberes Wasser (bei Klarheit also) läßt den Betrachter auf den Grund blicken. Obwohl Leerheit und Klarheit im landläufigen Sinne nicht sind, machen sie doch als Indikatoren auf einen reinen Zustand aufmerksam. Das alles bleibt unter den netten Wortspielchen unbenannt und das ist schade, auch wenns dem unbedarften Leser so erst richtig gefallen mag.
Lieben Gruß
der Typ, der ausgerechnet Wittgenstein und jetzt auch noch Hölderlin und Buddha ... beschmutzt??
furchtbar verkniffen sehen. Lothar, damit machst du dich angreifbar, das möchte ich vermeiden.
Wo Gefahr ist, wächst auch das Rettende.
obwohl wir ahnen dass das Sein
nur als Erleuchtung oder Schein
als Dunkelheit und schlechte Sicht
vorhanden sein kann oder nicht Lieben Gruß
der Typ, der ausgerechnet Wittgenstein und jetzt auch noch Hölderlin und Buddha ... beschmutzt??
Mein lieber Gil,
wer so wie du vom Teufelskreis
des Daseins und des Dortseins weiß,
der ahnt als Alterspessimist,
dass schlechte Sicht nicht hilfreich ist.
Zum Glück gibt es ja Leute mit Durchblick, aber meine Bescheidenheit verbietet mir, Namen zu nennen...
Liebe Grüße
Stefan
wer so wie du vom Teufelskreis
des Daseins und des Dortseins weiß,
der ahnt als Alterspessimist,
dass schlechte Sicht nicht hilfreich ist.
Zum Glück gibt es ja Leute mit Durchblick, aber meine Bescheidenheit verbietet mir, Namen zu nennen...
Liebe Grüße
Stefan
Hallo mein lieber Stefan,
das Schmeicheln ist nicht mein Metier,
dies sag ich aber nur zu dir.
Denn wär es dies, vielleicht noch mehr,
käm ich zu dir und du hier her.
Ich könnte ja einen (Namen) nennen, aber der steht schon in der Anrede. Herzlich grüßt dich Gil.
das Schmeicheln ist nicht mein Metier,
dies sag ich aber nur zu dir.
Denn wär es dies, vielleicht noch mehr,
käm ich zu dir und du hier her.
Ich könnte ja einen (Namen) nennen, aber der steht schon in der Anrede. Herzlich grüßt dich Gil.
Moin Gil!
Dein Text fühlt sich für mich an wie ein stilles Kreisen um etwas, das sich letztlich nie ganz greifen lässt. Beim Lesen hatte ich das Gefühl, jemand schaut gleichzeitig ins Universum und tief nach innen… und findet in beiden dieselbe Unsicherheit.
Besonders stark finde ich gleich den Anfang:
„wir wissen nichts und wissen doch“
Darin steckt diese uralte menschliche Erfahrung, dass wir ständig versuchen, die Welt zu verstehen, obwohl uns letztlich so vieles entgleitet. Genau dieses Schwanken zwischen Ahnung und Nichtwissen trägt den ganzen Text.
Auch die Sprache gefällt mir sehr. Dieses Aneinanderreihen von:
„entsteht vergeht entflieht verfällt“
wirkt fast wie Bewegung selbst… wie etwas, das man nicht festhalten kann, weil es im selben Moment schon wieder verschwindet.
Und dann das Ende:
„als Dunkelheit und schlechte Sicht“
Das ist ein ungewöhnlich starkes Bild für Existenz und Erkenntnis. Kein großes Pathos, keine endgültige Wahrheit… eher das Eingeständnis, dass wir uns tastend durchs Leben bewegen.
Der Text hat etwas Philosophisches, aber zugleich auch etwas sehr Menschliches. Er stellt keine Antworten aus.
Liebe Grüße
Anne
Dein Text fühlt sich für mich an wie ein stilles Kreisen um etwas, das sich letztlich nie ganz greifen lässt. Beim Lesen hatte ich das Gefühl, jemand schaut gleichzeitig ins Universum und tief nach innen… und findet in beiden dieselbe Unsicherheit.
Besonders stark finde ich gleich den Anfang:
„wir wissen nichts und wissen doch“
Darin steckt diese uralte menschliche Erfahrung, dass wir ständig versuchen, die Welt zu verstehen, obwohl uns letztlich so vieles entgleitet. Genau dieses Schwanken zwischen Ahnung und Nichtwissen trägt den ganzen Text.
Auch die Sprache gefällt mir sehr. Dieses Aneinanderreihen von:
„entsteht vergeht entflieht verfällt“
wirkt fast wie Bewegung selbst… wie etwas, das man nicht festhalten kann, weil es im selben Moment schon wieder verschwindet.
Und dann das Ende:
„als Dunkelheit und schlechte Sicht“
Das ist ein ungewöhnlich starkes Bild für Existenz und Erkenntnis. Kein großes Pathos, keine endgültige Wahrheit… eher das Eingeständnis, dass wir uns tastend durchs Leben bewegen.
Der Text hat etwas Philosophisches, aber zugleich auch etwas sehr Menschliches. Er stellt keine Antworten aus.
Liebe Grüße
Anne
Liebe Anne,
welch ein wunderbarer Kommentar zum Himmelfahrtstag. Ich hatte schon kurz vor Stefans Kommentar nach all dem Hin und Her zu diesem Text mit dem Gedanken gespielt, meinen Beitrag unkommentierbar zu machen, es dann aber zum großen Glück verworfen. Das große Glück sind Stefans und natürlich deine besonderen Zeilen. Wenn man das Gefühl hat, dass jemand in der Lage ist, den Text so zu lesen, wie ihr und besonders wie du, und auch richtig gute Textarbeit zu leisten, ist das eigentlich mehr als man erwarten kann, es ist ein Geschenk. Dafür danke ich dir von Herzen.
Viele liebe Grüße von Gil.
welch ein wunderbarer Kommentar zum Himmelfahrtstag. Ich hatte schon kurz vor Stefans Kommentar nach all dem Hin und Her zu diesem Text mit dem Gedanken gespielt, meinen Beitrag unkommentierbar zu machen, es dann aber zum großen Glück verworfen. Das große Glück sind Stefans und natürlich deine besonderen Zeilen. Wenn man das Gefühl hat, dass jemand in der Lage ist, den Text so zu lesen, wie ihr und besonders wie du, und auch richtig gute Textarbeit zu leisten, ist das eigentlich mehr als man erwarten kann, es ist ein Geschenk. Dafür danke ich dir von Herzen.
Viele liebe Grüße von Gil.
Wir mögen vielleicht nichts wissen, aber solange wir darüber so schöne Gedichte schreiben bzw. lesen können, ist die Welt noch in Ordnung.
Danke Philipp,
zum Glück kannst du das (ob schön oder nicht) ja viel besser beurteilen als ich, da ich ja nur Laie bin, und alles, was ich zu Papier oder auf den Schirm bringe, nur intuitiv aus dem Nichts heraus entsteht.
Viele Grüße von Gil.
zum Glück kannst du das (ob schön oder nicht) ja viel besser beurteilen als ich, da ich ja nur Laie bin, und alles, was ich zu Papier oder auf den Schirm bringe, nur intuitiv aus dem Nichts heraus entsteht.
Viele Grüße von Gil.