Die neue Demokratie

Alltagsgedicht zum Thema Aktuelles

von  Moppel


 

Anstatt mal klug uns zu regieren

ist die Regierung am Sinnieren,

was wohl passiert, wenn ab sie schmiert

und plant, wie man geschickt taktiert.

 

Wie war das mal: Das Volk, es wählt

und dann wird redlich ausgezählt.

Und wer die meisten Stimmen hat,

der stellt den Kanzler – doch das Blatt

 

hat heutzutage sich gewendet,

des Wählers Kreuzchen wird geschändet.

Man koaliert, matscht, was man kann,

dass bloß kein Blaues käm je dran.

 

Ein bunter Obstsalat, wie fein,

wird dann unsre Regierung sein.

Mit Birne, innen faul, doch rot,

mit Pfirsich, hart wie Stalinbrot.

 

Mit Kiwi, matschig, doch schön grün

und Ananas, der Schimmel blühn.

Mit Christenapfel, spröd und sauer,

steht der Salat dann vor der Mauer.

 

Und Hitze sitzt ihm im Genick.

Da wird so’n Obstsalat schnell Schlick.

Der Bürger soll die Drohung fressen.

Nur eins hat dabei man vergessen:

 

Demokratie sei Volkes Wille.

Für manchen eine bittre Pille.

Demokratie sei Volkes Wehr,

Wär’s nicht so, wär es keine mehr…



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Kommentare zu diesem Text


 Redux (21.05.26, 13:05)
Gerne würde ich den Farbsalat gegen ein Blaues tauschen, aber dieses Blaue ist eher tiefes Braun

 niemand meinte dazu am 21.05.26 um 14:00:
@ Mopel
es soll ja Menschen geben, die von Geburt an farbenblind sind.
Soviel zum verhassten Blau    :D       Nur für eine solche Blindheit
kann man keinen anderen verantwortlich machen. LG Irene

 Moppel antwortete darauf am 21.05.26 um 14:25:
redux, Niemand,

also ich halt mich daraus - ich schreibe nur, was ich sehe...
und ich verabscheue Obstsalat, schon alleine der Geruch.... brrrr
Schmunzeln von M.
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