1. Weizen
Singt der Wind sein wildes Lied
wenn er durch den Weizen zieht
glänzt in dessen grüner Mähne
- angestrahlt vom Sonnenlicht -
hier und dort
ne goldene Strähne
die von naher Reife spricht
2. Hafer
Streicht der Wind durch Hafers Locken
schüttelt der den Kopf -
Komplimente und Frohlocken
wünscht solch eitler Tropf
Doch dem Winde fehlt
das Reifen
drum bevorzugt er das Pfeifen
auf den Wuschelkopf
3. Gerste
Fräulein Gerste steht gesittet
- fein bezopft -
worum sie bittet
ist dem Wind zu schlicht
Wirkt wie eine Gouvernante
- so was gibt sich kaum die Kante -
die bepfeift man nicht!
4. Roggen
Dieses edle aufrecht Stehen
kleidet ihn so gut -
Etwas bläulich anzusehen
wie von Adelsblut
denkt der Wind
und sein Verbeugen
möchte gern von Achtung zeugen -
zieht vor ihm den Hut!