Vogelfrei?

Gedicht zum Thema Mensch und Natur

von  niemand



So leicht zu sein, so unbeschränkt,

wie dieser, ist was einer denkt,

als er den kleinen Piepmatz sieht,

der einen Kreis am Himmel zieht.


Mich fressen Ängste, drängt die Not,

dem Vogel schenkt Natur sein Brot.

Mich hindern Fesseln am Bewegen,

der darf sich leichten Flügels regen.


Da sieht die Amsel ihn und denkt,

welch Luxus dem sein Dasein schenkt:

Er geht zum Doktor, wenn was schmerzt,

kauft im Discounter ein, beherzt,


läuft forsch zum Amt, wenn Mittel fehlen,

kann sich aus der Verpflichtung stehlen,

in kalten Wintern ist ihm warm -

des Vogels Hintern ist dann arm.


Ich muss mir Nahrung mühsam suchen

und find sich nichts, dann Pustekuchen!

Darf im Akkord den Nachwuchs füttern

[der seine speist bei Tagesmüttern]


Bin stets in Angst vor Nester-Schändern 

und was schreckt ihn? Vielleicht das Gendern?

Es gäb noch manches aufzuzählen,

wozu mir Zeit und Kräfte fehlen.

Ein Küken wurd mir grad genommen -



Fliegt, Kinder, fliegt!

Die Raben kommen!








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