Der Text als ewiges Mona-Lisa-Lächeln oder drei ziemlich gescheiterte Versuche intertextueller Kommunikation Teil 1

Lehrgedicht

von  adlibitum

Die Mona Lisa ist winzig und die Menschentraube davor riesig. Damit die Menschentraube sich nicht zu nah an das Gemälde drängt, ist es eingezäunt. Ich habe mir die Mona Lisa deshalb nur aus der Ferne angesehen, von einer Bank aus. Ich meide drängelnde Menschenkörper. 


Aber es ist egal, wie nah du rankommst. Du kannst die Subtilität des Lächelns bewundern. Dich persönlich angelächelt fühlen oder eifersüchtig auf deinen Nebenbuhler mit der Spiegelreflex sein, den sie statt deiner zu meinen scheint. Du kannst sie ignorieren, ihr die Zunge rausstrecken, vulgäre Handzeichen machen, ihr ein Liebesständchen bringen: Mona Lisa antwortet nicht. Die Kommunikation muss einseitig bleiben, weil ihr Urheber tot ist. 


Die Autoren im Literaturforum leben. Aber sie wünschen sich ihre Texte tot. Natürlich sind einige bereit, Änderungen auszuführen, die ihnen von eifrigen Rezensenten vorgeschlagen werden. Das ist es nicht. Nicht alle halten ihre Werke für perfekt oder jenseits aller Kritik. Trotzdem wollen sie diese Texte behalten, für sich behalten. Sie wollen sich darin spiegeln und als Urheber erkannt werden. Wie das Gemälde der Mona Lisa im Louvre sollen die Texte im virtuellen Raum rumhängen und den Autor vor sich hinlächeln. Die Textfiguren bleiben unantastbar in der Hand des Autors. Dabei finde ich, dass ein Literaturforum die fantastische Möglichkeit bietet, die Texte miteinander sprechen zu lassen und sie so weiterzuentwickeln. Ich meine jetzt nicht die schlecht verhohlenen Schmähgedichtchen, die im Forum üblich sind. 


Den Versuch einer zwischentextlichen Kommunikation habe ich dreimal gemacht, aber es hat sich nie ein längerer literarischer Dialog daraus entwickelt. Alle drei Mal folgte ich einer spontanen Inspiration. In allen drei Fällen inkorporierte ich eine Figur, an die der Erzähler oder das Lyrische Ich sich richtete. Diese Figuren waren keine tätigen, sprechende Figuren, sie wurden angesprochen, -geschrieben, -gebetet. Sie waren Wände gegen die jemand einen Ping-Pong-Ball spielt und ihn unverändert zurückbekommt, ein lebloses Phantasma. Das reizte mich. Ich schlüpfte hinein. Jemand hatte mir eine leblose Hülle vor die Nase gesetzt, ich hatte Lust ihr ein Eigenleben zu geben und mich auf eine Dynamik einzulassen. Ich schreibe gerne dynamisch, in Gesellschaft. Ich bin nur bedingt ein Typ fürs stille Kämmerlein. So wurde ich zu Maschinov, offensichtlich ein Russe, der seinen eigenen Namen halb Deutsch, halb international transkribierte, das konnte ich mir nicht aussuchen. Eine gewisse Comtesse S. richtete einen Brief in antiquiertem Deutsch an ihn und: ich ließ ihn antworten:


Liebste Comtesse S., Serenitas!

 

Sollte ich auch nur einen Bruchteil dessen verstehen, was sie mir in Ihrem Brief zu sagen gedachten, kann ich es auch nicht wissen; nicht einmal, ob ich der eigentliche Adressat ihres Briefes sei oder mich im Augenblick der Lektüre schlicht in der Phantasie ertränkte, ich könnte es sein; drängt es mich doch, Ihnen eine Replik zu übermitteln, erfüllt vom innigsten Verlangen, Ihr Leiden zu lindern. Bin ich doch einer dieser Erde Menschen, der Erlösung im Wort sucht, nicht in der Tat, dem Wort Tat ist, und dessen Seele keine Ruhe in der Beschaulichkeit rauschender Baumkronen und reißender Bäche fände!


Was reizte mich daran, ausgerechnet in diesen Maschinov hineinzuschlüpfen, den ein anderer Autor sich als Ping-Pong-Wand für seine Gedanken oder Gefühle ausgedacht hatte? Zunächst natürlich: die seltene Gelegenheit, hochtrabende Sprache bis in den letzten Winkel auszukosten. Aber auch die im Brief vertretene Meinung, dass die Natur, das Konkrete, Anschauliche dem Gedanken und der Phantasie vorzuziehen sei und alles andere: schlechtes Handwerk aus dem Elfenbeinturm. Diese Ansicht wurde damals, als es im Forum noch mehr um Ideen von Literatur, als um persönliche Gesinnungstexte ging, von den Vertretern der gebundenen Lyrik (Stichwort: Bebilderung) bis zu den Bukowski-Jüngern unisono ins Forum geschrieben. Ein Grund, warum ich diese augenscheinlich unterschiedlichen Geschmacksgruppen immer schon als Variationen derselben Konvention sah, aber nicht der einzige. Also ließ ich Maschinov eine ganz andere Haltung einnehmen, eine, die auch die im Brief erläuterte Beziehung zu einem gewissen Andrej anders deutete, als es die Comtesse getan hatte und die nebenbei auch noch seinem Namen zuwiderlief. 


Bitte erlauben Sie mir, zunächst ein für unsere Verbindung möglicherweise zu freimütiges Wort an Sie zu richten; schon befürchte ich, Sie damit zu beschämen, jedoch kann ich nicht umhin, anzumerken, dass Sie niemals einem Herren gestatten sollten, Sie beim Namen biche zu nennen! Es scheint mir, Andrej wollte Sie

damit nicht trösten, sondern, ich entschuldige mich vielmals, Sie alsbald verspeisen, als Gulasch, garniert mit Rotkohl und Klößen.


Une biche ist nämlich eine Hirschkuh und das fand ich nicht sehr schmeichelhaft für eine unter Weltschmerz oder an Magersucht leidende Comtesse. Nicht nur war dieser Andrej und die von ihm aus meiner Sicht manipulierte S. der Auffassung, das wahre Leben spiele sich abseits von Phantasie ab, er drängte sie dazu, ihre Phantasie und ihr Nachdenken als Krankheit anzunehmen, schloss also an das seltsame Narrativ an, dass alles Leben, das nicht auf seine Dinglichkeit reduziert werden kann, Naturerscheinungen oder Fressen und Ficken, Nichtleben sei. Diese Entweder-oder-Mentalität sowie der autoritäre Zwang, mit der sie der zarten Comtesse S. übergestülpt wurde, ging mir auf die Nerven. Für wen hält sich dieser Andrej und mit ihm alle selbsternannten Lebenskundigen eigentlich, wenn er einer Person nicht nur sagt, wie sie leben solle, nein, auch noch, was das echte Leben sei. Ich ließ meinen Maschinov also einen konkreten, vulgär anschaulichen Rat finden, freilich verpackt in gewählte Sprache:


Und in der Tat scheinen Sie Ihr zerbrechliches Dasein geradezu in seiner Bauchhöhle zu fristen, welch dunkler Raum, welch enge Welt! Es verwundert mich nicht im Geringsten, dass Sie unter seinem ständigen Einfluss erkrankten und sich, da Sie Ihre resignierten Worte in den Kosmos versandten, kaum noch zu rühren vermögen. Wie sollten Sie in einer derart misslichen Lage reüssieren? Doch gibt es Abhilfe, liebste S., ich versichere Ihnen, der Bauch eines Mannes, selbst eines großen Mannes wie Andrej, hat seine gräflichen Auswege, mögen Sie auch mit Strapazen verbunden sein, die ich Ihnen gerne ersparte. Machen Sie ihn ordentlich krank, Ihren Andrej, auf dass er sich Ihrer schon bald entledigen möge, denn sowie er sich an Ihrer Seele nährt, entzieht er Ihnen, wessen Sie zum Leben und Schreiben bedürfen, zehrt Sie aus bis auf die Knochen, während er sich an ihrem delikaten Geschmack zu laben beliebt. Fällt es Ihnen nicht ins Auge, wie er mit jedem Tag dicker und größer wird, dieweil Sie langsam dahinschwinden?


Oder in Worten aus der Gegenwart: Lass dich von dem selbstgefälligen, manipulativen Typen nicht gaslighten, der saugt dich aus und will dich unter seine Kontrolle bringen. Hör nicht auf sein scheinbar hilfreiches Gelaber, er tut nur so, als würde er es gut mir dir meinen, aber er meint nur sich selbst. Fuck seine falsch kümmerige Altväterlichkeit, die hast du nicht nötig. Du weißt selbst am besten, was gut für dich ist. 


Die Seele, liebste Comtesse, ist ein unentdecktes Wesen, mag sie auch in jedem von uns lauern, so bricht sie uns doch auf den unterschiedlichsten Wegen hervor und kennt, seien Sie versichert, der Formen viele, niemals allerdings wird sie aus dem Nichts manufaktiert, kein noch so versierter Kunsthandwerker wird jemals vermögen, eine Form ohne Material zu stilisieren und das Material des Künstlers ist just nichts anderes als die Seele, an der er trägt! Lassen Sie diese aus sich fließen, gerade wie es Ihnen gefällt und kümmern Sie sich nicht um das traditionelle Handwerk, nicht um die Stimmen einer gierigen Leser- und Lehrerschar, bevor Sie nicht eins mit diesem Fluss geworden sind; ergießen Sie sich aus Andrejs Gedärmen hinaus in die Weiten der Freiheit und lassen Sie Ihre Seele jene Ausdrucksform finden, die ihr eigen ist!

 

Fürchten Sie sich nicht vor ihrer eigenen Macht und scheuen Sie sich nicht vor sich selbst, nicht vor anderen! Gehen Sie hinaus, entäußern Sie sich und lassen Sie sich lieben oder töten, doch sterben Sie in der endlosen Steppe Ihrer Seelenlandschaft, sterben Sie - gesund!

 

Mit den besten Wünschen zur baldigen Genesung,

ergebenst

Ihr

Maschinov


Ich hätte mir durchaus vorstellen können, dass sich aus diesem Brief von Maschinov an die Comtesse ein Wortgefecht hätte entwickeln können, in dem es ums nackte Leben und Weltanschauungen geht und wie die beiden zusammenhängen. Die drei Figuren hätten weiter ausgebaut werden können, das Ende offen bleiben. So viele Möglichkeiten gemeinsam, vielleicht sogar mit einem Gegner, lebendige Literatur zu machen. 


Stattdessen bekam ich eine beleidigte PN mit den Worten "was soll das?". Der Autor schrieb mich als Autor an, statt die Comtesse antworten zu lassen. Einladung zum Spielen abgelehnt, Dynamik abgewürgt. Was bildete sich dieser Maschinov ein, mehr als eine Wand zu sein, vor deren Hintergrund man die Schöpfung des Autors betrachten kann wie die Museumsbesucher die Mona Lisa. 


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Kommentare zu diesem Text


 Schtzngrrrrm (19.06.26, 22:13)
In allen drei Fällen inkorporierte ich eine Figur, an die der Erzähler oder das Lyrische Ich sich richtete. Keine dieser Figuren waren tätige, sprechende Figuren, sie wurden angesprochen, -geschrieben, -gebetet. Sie waren Wände gegen die jemand einen Ping-Pong-Ball spielt und ihn unverändert zurückbekommt, ein lebloses Phantasma. Das reizte mich. Ich schlüpfte hinein. Jemand hatte mir eine leblose Hülle vor die Nase gesetzt, ich hatte Lust ihr ein Eigenleben zu geben und mich auf eine Dynamik einzulassen.

SCHADE, DASS NICHT ALLE SO SPONTAN VERSPIELT SIND. DARAUS LIEßE SICH VIEL ENTWICKELN. EIGENTLICH IST EIN KLEINES FORUM WIE DIESES DER PERFEKTE ORT DAFÜR. THEORETISCH. 

 adlibitum meinte dazu am 20.06.26 um 08:56:
Hallo, ich werde im nächsten Teil noch mehr dazu sagen.

 Schtzngrrrrm antwortete darauf am 20.06.26 um 09:50:
VERSCHENKTES POTENTIAL
 https://keinverlag.de/509853.text

 Verlo (21.06.26, 11:11)
Scheint nicht mehr wirklich zu interessieren.

Ich meine, Schtzngrrrrm als Kommentartor und Empfehler ... ich würde mich fragen, was ich falsch gemacht habe, wenn ich Leserresonanz wünsche.

 adlibitum schrieb daraufhin am 21.06.26 um 11:40:
Hallo, Leserresonanz kommt und geht, ich kenne das Forum schon ein paar Jahre. Bei adlibitums Texten war sie nie ausgeprägt.

 Verlo äußerte darauf am 21.06.26 um 11:43:
Tolle Arbeit, bei der man Texte kommentieren kann.

 adlibitum ergänzte dazu am 21.06.26 um 11:46:
Ja, man kann Texte kommentieren und bekommt pro Stunde 5 Euro Zuschlag! Augen auf bei der Jobwahl  :)

 Verlo meinte dazu am 21.06.26 um 11:50:
Der eine kann sich seine Arbeit aussuchen.

Der andere muß machen, was andere nicht wollen.

Ist das nicht das größte Mobbing?

 adlibitum meinte dazu am 21.06.26 um 11:53:
Nein, das nennt sich freie Marktwirtschaft.

 Verlo meinte dazu am 21.06.26 um 11:54:
Dann wird man bei dieser Arbeit auch nich angespuckt.

Und es gibt keinen, der mit einem lacht.

 Verlo meinte dazu am 21.06.26 um 11:55:
Seit wann ist der Markt frei?

 Citronella (21.06.26, 11:25)
Erinnert mich an jemanden, der neulich von Rhythmus schwärmte, aber nicht in der Lage war, das Wort richtig zu schreiben.

Hier will jemand hochintellektuell erscheinen, beherrscht aber Rechtschreibung und Interpunktion nicht richtig.

Aber hey, Leute, ist hier doch auch nicht so wichtig!

 adlibitum meinte dazu am 21.06.26 um 11:41:
Hallo, ich bin natürlich sehr dankbar für alle Hinweise auf  Kommata und Rechtschreibfehler! Wozu gibt es schließlich Lektoren!

PS: Das fehlende h in verhohlen habe ich jetzt schon gefunden. Was habe ich sonst noch falsch geschrieben?

Antwort geändert am 21.06.2026 um 11:45 Uhr

 Citronella meinte dazu am 21.06.26 um 12:00:
Dann wirst du die Kommafehler ja auch noch finden.
Ich bin keine Lektorin, die dir diesen Texten korrigiert. 

Mich ermüdet allerdings die Zahl von Zweit- und Drittaccounts, bei denen sich der Urheber durch eigenwillige Formulierungen, Abkürzungen und die ständig gleichen Fehler selbst verrät.

 adlibitum meinte dazu am 21.06.26 um 12:26:
Du meinst tora aus Seel und Zahn und Bauch, die für Aron gehalten wurde? Oder meinst du Frida oder katepetel? Oder meinst du die liebe Ebenholz, eine Dame in deinem Alter, über die noch zu berichten sein wird?

 Verlo meinte dazu am 21.06.26 um 12:31:
Citronella, falls du Alabanda meinst, die ist als "Juni" zurück, vermute ich.

Vielleicht macht aber auch jemand Alabanda und Vorgänger nach.

Das adlibitum etwas mit Alabanda zu tun hat, glaube ich nicht.

Davon abgesehen, glaube ich, adlibitum ist sehr intellegent, während Alabanda immer nur so tut.

 Citronella meinte dazu am 21.06.26 um 13:13:
@ adlibitum:

Ich kenne keinen dieser Namen, das muss lange vor meiner Zeit gewesen sein. Das würde aber bedeuten, dass du (mit Jahrgang 2000!) hier schon im frühesten Schulalter unterwegs gewesen sein müsstest.
Und woher willst du wissen, wie alt ich bin?

@ Verlo:
Nein, diese meine ich nicht.

 adlibitum meinte dazu am 21.06.26 um 18:54:
Na dann, weiß ich nicht, auf wen du anspielst. Du findest Textauszüge von ihnen in den anderen Teilen dieser Reihe.

 Citronella meinte dazu am 21.06.26 um 19:05:
Welche "Reihe"? Und warum beantwortest du nicht meine Frage?

 adlibitum meinte dazu am 21.06.26 um 19:25:
Hallo, sorry, hatte deine Frage überlesen. Ich kenne dein Geburtsjahr nicht, ich schätze, aufgrund von Bezügen in deinen Texten, die ich seit Jahren verfolge, dass du Anfang bis Mitte der 50er geboren bist. 

Meine, adlibitums, Textreihe, in der Auszüge der Texte meiner vorherigen Accounts und Mehrfachaccounts zu finden sind und eingeordnet werden, z.B. "Als ich viele war und Fridas All", in diesem Text geht es um von mir betriebene Mehrfachaccounts. Verlo mochte ihn übrigens sehr. Koljas Text Drei Schluck Wasser mochte er nicht. So ist das immer mit den Mehrfachaccounts.

 Verlo meinte dazu am 21.06.26 um 19:47:
adlibitum hat geschrieben:
So ist das immer mit den Mehrfachaccounts.

Mehrfachaccounts müssen sich von einander unterscheiden, sollst werden sie schnell erkannt.

So ist es schwer, alle so zu gestallten, daß sie gleichermaßen beliebt sind.

Für sind Mehrfachaccounts bei KeinVerlag zu aufwendig, die Gefahr, Fehler zu machen (und gelöscht zu werden), ist zu hoch.

Da empfehle ich ein eigenes Forum: da kann man mit minimalen Aufwand so viele Konten haben, wie man möchte.

Außerdem kann man Gott spielen, weil man Zugang zur anderen Seite hat.

 Citronella meinte dazu am 21.06.26 um 20:50:
@ adlibitum:


in deinen Texten, die ich seit Jahren verfolge
Interessant. Dabei ist Citronella erst seit knapp zwei Jahren angemeldet. Und dann hattest du nie etwas dazu zu sagen?

Ich finde, du solltest dir erst einmal über deine eigene Identität klar werden – ob du der 26-Jährige sein möchtest, der erst seit dem 27.05.2026 angemeldet ist, oder ein oder mehrere Andere, sehr viel Ältere, die Texte nur „verfolgen“ und nicht kommentieren. Mich verwirrt das jetzt doch ziemlich.

Sind Doppel- und Mehrfachaccounts laut Nutzungsbedingungen nicht sowieso verboten?
Aber was weiß ich schon über Interna.

 adlibitum meinte dazu am 21.06.26 um 21:07:
Ach Verlo, bist du immer noch auf diesem Film?

Der Leser bestimmt, ob und was er mit einem Text anfangen kann, ich lasse mich überraschen und ich werde oft überrascht. Daraus ergeben sich Dynamiken. Um Dynamik geht es mir, auf Beliebtheit pfeife ich. Die Vorstellung, dass man Beliebtheit einfach so hinmanipulieren könnte, ist gruselig und eklig und ich glaube, nur sehr sehr begrenzt überhaupt möglich. Und wozu durch Fake Fake generieren, wer soll das wollen. In meinem Privatleben habe ich Familie und Freunde, die ich mag und die mich mögen.

Hier geht es um meine Texte. "Beliebtheit" einer Kunstfigur verstellt den Blick auf den Text genauso wie "Unbeliebtheit". Deswegen melde ich mich ab, sobald die Leser sich ein "Bild" von der Kunstfigur gemacht haben. Sie stirbt dann. "Du sollst dir kein Bildnis machen", kennst du ja vielleicht. 

Ich glaube, du kannst dir einfach nicht vorstellen, dass man nicht von einer Horde wildfremder geliebt werden möchte, sondern einfach nur anonym in einem dynamischen Modus Textentwürfe veröffentlichen will.

 Verlo meinte dazu am 21.06.26 um 21:40:
Citronella, ja, "Citronella" ist noch nicht lange bei KeinVerlag, aber davor war der Mensch hinter Citronella unter anderen Namen hier.

Manche haben ein sehr feines Gespür für Texte ...

Vielleicht in adlibitum ein Nick vom Webmaster :D , dann weiß er, wer du alles warst.

Antwort geändert am 21.06.2026 um 22:10 Uhr

 Verlo meinte dazu am 21.06.26 um 21:51:
adlibitum, weshalb auch immer du mehrere Accounts gleichzeitig hast, das gleiche bekommst du auch mit einem Konto. 

Ich gehe noch weiter: auch KeinVerlag ist nicht nötig.

Jedenfalls geht es mir so: in einem Forum zu sein, bindet Zeit und Energie.

Ich habe hier noch keine Anregung bekommen, um meine Projekte umzusetzen.

Dynamiken – ich werde hier gebremst.

Außer in den Anfangszeit mit deinen Texten. Aber inzwischen nerve ich dich wohl. 

Schade, denn das ließ eine schöne Zeit vor einigen Jahren auferstehen. 

Vermutlich hast du mich nur ertragen ...

Antwort geändert am 21.06.2026 um 22:12 Uhr

 adlibitum meinte dazu am 21.06.26 um 22:17:
@Citronella

Interessant. Dabei ist Citronella erst seit knapp zwei Jahren angemeldet. Und dann hattest du nie etwas dazu zu sagen?

du hast ja vorher unter anderem Namen auch schon veröffentlicht. Ich meine, dass auch die eine oder andere Figur deine Texte kommentiert hat, mal offen und interessiert, mal kritisch. 


Mich verwirrt das jetzt doch ziemlich.
Verstehe ich. Sorry. Das ist nicht Sinn und Zweck, aber ein Nebeneffekt, den ich in Kauf nehme. 

Ich finde, du solltest dir erst einmal über deine eigene Identität klar werden
Der Mensch hinter den Accounts verfügt über ein kohärentes Identitätsgefühl, ihr habt es nicht mit einer gespaltenen Persönlichkeit zu tun. Der Mensch möchte einfach die unterschiedlichsten Texte veröffentlichen. 



Sind Doppel- und Mehrfachaccounts laut Nutzungsbedingungen nicht sowieso verboten?
Ja, früher hat der Webmaster meine Mehrfachaccounts nach einer Weile immer gesperrt, aber seit es anonyme Accounts gibt, ist das Verbot schwer durchsetzbar. 


@Verlo


weshalb auch immer du mehrere Accounts gleichzeitig hast, das gleiche bekommst du auch mit einem Konto.
Nein. 



edenfalls geht es mir so: in einem Forum zu sein, bindet Zeit und Energie.
Das soziale Palimpalim bindet Zeit und Energie. Das Texte schreiben, veröffentlichen, das Spielen mit Registern, Genres usw. gibt mir Energie. 



Dynamiken – ich werde hier gebremst.
Bremsung erfahre ich nur, wenn im Forum ein Bildnis von meinem Account vorherrscht, Mehrfachaccounts machen die Bahn frei. 



Vermutlich hast du mich nur ertragen ... 
Ich bin dir inhaltlich ehrlich und offen begegnet.

 Verlo meinte dazu am 21.06.26 um 22:26:
adlibitum hat geschrieben:
Citronella hat geschrieben:
Sind Doppel- und Mehrfachaccounts laut Nutzungsbedingungen nicht sowieso verboten?
Ja, früher hat der Webmaster meine Mehrfachaccounts nach einer Weile immer gesperrt, aber seit es anonyme Accounts gibt, ist das Verbot schwer durchsetzbar.
adlibitum, nein, der Webmaster ist ruhiger geworden.

Die Daten, die man bei der Anmeldung eingibt, sind nicht die wesentlichen, um eine Mehrfachanmeldung herauszufinden.

 Citronella meinte dazu am 21.06.26 um 22:45:
@adlibitum:

Ich würd's mal so ausdrücken: Indem du meinst, dich unterschiedlich darstellen zu müssen, spielst du mit deinen Mitmenschen und gibst dann eventuell zu ein und demselben Autor unterschiedlich geartete Kommentare ab („mal offen und interessiert, mal kritisch“). Das ist boshaft und verletzend für den Kommentierten. Und da fallen mir nur sehr, sehr wenige ein, die Spaß daran haben könnten, mit so einem Spiel Andere zu verarschen.

Und damit ziehe ich mich hier zurück.

 Verlo meinte dazu am 21.06.26 um 22:46:
adlibitum, gut, dann geben dir Mehrfachaccounts etwas, was du bei einem Account nicht hast.

Ich kann mir nicht vorstellen, was das sein soll. Außer daß du deine Texte kommentierst. Aber auch das geht ohne mehrere Konten: einfach für alle kommentieren lassen, also auch für Gäste.

Keine Ahnung, wie du mehrer Konten einrichtest, aber wenn man es ordentlich macht, ist es viel Aufwand.

Am besten benutzt man verschiedene Computer, und jeden nur einmal. Noch besser, wäre es, wenn die in verschiedenen Ländern stehen.

Einfach nur eine neue E-Adresse vom selben Computer, vom selben Browser ... Ich bitte dich, da muß ein Webmaster beider Augen und die Hühneraugen zudrücken.

Ist man aber auf das Wohlwollen eines anderen angewiesen, um seine Mission zu erfüllen, ist das Abhängigkeit und Streß.

Im Grunde ist es wie Sex, wenn jederzeit ein Störer in Zimmer kommen kann. Mehr noch: hin und wieder auch ins Zimmer kommt. Und einen verprügelt und rausschmeißt, um fortzusetzen, wobei man unterbrochen wurde.

Das bedeutet es, Mehrfachaccounts nicht perfekt angelegt zu haben.

Ja, wird man hin und wieder erwischt und gelöscht, kann es eine zusätzliche Dynamik auslösen.

Aber die kann auch in einer Richtung treiben, die nicht paßt.

Kann auch gewünscht sein. Mag ich aber nicht. Arbeite ich an einem Projekt, mag ich keine Störung. Jede Störung bedeutet einen Umweg. Nein, der kann kein Glücksfall sein, außer man weiß nicht, wohin man will.

adlibitum, ich merke schon, ich nehme das ernster als du.

Meine zusätzlichen Accounts wurden übrigens noch nie vom Webmaster gelöscht.

 adlibitum meinte dazu am 21.06.26 um 22:58:
Es steht dir frei, dies so zu sehen. Ich behaupte das Gegenteil ist der Fall. Durch die Cliquenbildungen begrenzen sich die Grüppchenmitglieder selbst und gegenseitig und verarmen. 

Letztendlich verarschen sie sich sogar mehr, sie finden nämlich gar nicht alles gut oder alles schlecht aneinander oder an ihren Texten. Sie verheimlichen sich das aber, weil sie die soziale Beziehung über ihre Beziehung zum Einzeltext stellen. Das möchte ich nicht. 

Wenn ich kritisch kommentiere, meine ich es ehrlich und wenn ich offen und ehrlich kommentiere auch. Ich habe noch nie einen Kommentar geschrieben, den ich nicht gemeint habe. Sowohl als auch, zumal zu unterschiedlichen Zeitpunkten, gibt es. 

Es gibt Regeln, an die ich mich halte. Zum Beispiel tratsche ich nicht und lasse nicht per PN an mich hinlästern und ich lasse mir von niemandem sagen, wie ich mich anderen gegenüber verhalten soll. 

Aber unterschiedliche Menschen haben natürlich unterschiedliche moralische Vorstellungen. Du die deinen, ich die meinen. Insofern, angenehmes Zurückziehen.

 adlibitum meinte dazu am 21.06.26 um 23:15:
Ich kann mir nicht vorstellen, was das sein soll.
Ja, Verlo, ich merke es. Ich habe es dir jetzt mehrfach versucht näher zu bringen, diese ganze Textreihe handelt davon. Vielleicht müssen wir einfach akzeptieren, dass wir diesbezüglich zu keinem gegenseitigen Verständnis gelangen werden.

 Verlo meinte dazu am 21.06.26 um 23:19:
Hallo, adlibitum, ich habe Mehrfachaccounts thematisiert, nicht Gruppenverhalten, moralischen Vorstellen.

Im Grunde sagst du, du brauchst Mehrfachaccounts, weil du sonst nicht gegen die Cliquen ankommst.

Ist das nicht das gleiche Problem, das die von dir beschriebenen Mobbing-Opfer haben?

Ich bin da eher für den direkten Weg. 

adlibitum, einerseits ist dir Freiheit wichtig, andererseits läßt du dich von den Cliquen zum Aufwand der Mehrfachaccounts zwingen.

Irgendwie machst du dich damit selbst zum Mobbing-Opfer.

 adlibitum meinte dazu am 21.06.26 um 23:24:
So ein Quatsch, Verlo. Ich glaube es gelingt dir nicht, die Distanz einzunehmen, die nötig ist, um die Position hinter den Mehrfachaccounts zu verstehen. 

Es geht um die Freiheit der Texte von der Persona. Es ist nun mal so, dass die Mitglieder von KV Texte in Abhängigkeit von der Vorstellung lesen, die sie vom Verfasser haben. Dadurch gefriert die Dynamik. 

Ich keine Lust, es wieder und wieder zu erklären. Vielleicht wird es dir im Verlauf der anderen Texte klarer. 

Der Mensch hinter adlibitum muss jetzt schlafen.

 Verlo meinte dazu am 21.06.26 um 23:25:
adlibitum, vielleicht mußt du akzeptieren. Ich muß nicht.

Ich glaube, allmählich verstehe ich.

Dir geht es nicht tatsächlich um Mehrfachaccounts, sondern du wirst dazu gezwungen.

Ich hatte mehrere Konten, um extrem verschiedene Stimmen gleichzeitig zu artikulieren.

 Verlo meinte dazu am 21.06.26 um 23:28:
adlibitum hat geschrieben:
Der Mensch hinter adlibitum muss jetzt schlafen.
Gute Nacht.

Vielleicht hast du morgen auf Arbeit wieder Lust ...

 Verlo meinte dazu am 22.06.26 um 08:53:
Citronella hat geschrieben:
Sind Doppel- und Mehrfachaccounts laut Nutzungsbedingungen nicht sowieso verboten?
Aber was weiß ich schon über Interna.
Ja, so ist es, Citronella.

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 Verlo meinte dazu am 22.06.26 um 09:09:
Citronella hat geschrieben:
Ich würd's mal so ausdrücken: Indem du [adlibitum] meinst, dich unterschiedlich darstellen zu müssen, spielst du mit deinen Mitmenschen und gibst dann eventuell zu ein und demselben Autor unterschiedlich geartete Kommentare ab („mal offen und interessiert, mal kritisch“). Das ist boshaft und verletzend für den Kommentierten. 
Citronella, ich habe mit Mehrfachaccounts kein Problem.

Es gibt sogar Software für Foren, die Nutzer erzeugt und sich verschieden verhalten läßt, um Diskussion anzuregen oder zu gestalten.

Der Betreiber eines Forum erzeugt also selbst Mehrfachaccounts, die er, teilweise automatisiert, steuert, wenn man es genau nimmt, um das Forum attraktiverer zu machen oder die Diskussion anzufachen und in bestimmte Richtungen zu lenken.

Das ist selbstverständlich nicht dasselbe, aber von der Auswirkung auf den Nutzer schon.

Spitzt man es zu, kann ein Nutzer dafür bezahlen, daß unter seinen Beiträgen automatisiert positiv kommentiert wird oder grundsätzlich mehr als bei anderen Nutzern. Und eventuell bei seinen "Freunden" immer negativ.

Insgesamt ist im Forum mehr los, und darüber freuen sich eigentlich alle.

 Verlo (21.06.26, 12:09)
adlibitum hat geschrieben:
Mona Lisa antwortet nicht. Die Kommunikation muss einseitig bleiben, weil ihr Urheber tot ist.
Muß nicht.

Man könnte als Figur in das Bild oder seinen Urheber schlüpfen.

Man aber auch Mona Lisa und den Urheber tatsächlich zum Leben erwecken.

 Verlo (21.06.26, 12:13)
adlibitum hat geschrieben:
Dabei finde ich, dass ein Literaturforum die fantastische Möglichkeit bietet, die Texte miteinander sprechen zu lassen und sie so weiterzuentwickeln.
Ich glaube, die meisten Autoren leben nicht durch ihre Figuren, sondern tatsächlich, und verarbeiten in ihren Figuren bereits Gelebtes.

Warum sollte man Vergangenheit am Leben erhalten oder neues Leben schenken?

 adlibitum meinte dazu am 21.06.26 um 12:22:
Hallo, das ist deine Sicht, und sie hat nur insofern mit dem Text zu tun, als du dir einbildest zu wissen, wie und wodurch eine fremde Person lebt oder was Leben ist. Insofern hast du Ähnlichkeit mit Andrej aus dem Text.

 Verlo meinte dazu am 21.06.26 um 12:27:
Wunderbar!

Endlich bin ich in einem Text!

PS: Selbstverständlich ist es meine Sicht, keine Ahnung, warum du das betonst, denn ich schreibe: "Ich glaube ..."

 adlibitum meinte dazu am 21.06.26 um 12:53:
Als Nebenfigur bist du schon mal in einem Text vorgekommen, aber ich glaube, den nächsten schreibe ich über LotharAtzert: aus der Sicht eines fiktiven Kindes seiner Schwester. Der Entwurf steht schon. Vielleicht erkennt er sich unbewusst darin wieder und empfiehlt den Text (das habe ich sowohl mit Moppel als auch mit Judas schon erlebt).

 Verlo meinte dazu am 21.06.26 um 14:53:
Ich hoffe, das ist keine Krankheit.

Davon abgesehen: mach aus Verlo in deinen Texten, was du willst.

Ich habe mich bisher noch nicht in deinen Texten erkannt, außer in der Art zu schreiben.

 Verlo meinte dazu am 22.06.26 um 11:46:
adlibitum, es interessiert mich nicht wirklich, in Texten zu suchen, ob ich vorkommen oder Ähnlichkeit mit jemand habe.

Ich würde mich auch nicht geschmeichelt fühlen, wärst du ein berühmter Autor.

Falls du damit, daß ich in deinen Texten vorkommen, etwas anstoßen möchtest, meine Reaktion erwartest, solltest du es mir mitteilen.

Ich erinnere nicht eine Stelle in meinem Werk, indem ich jemand auftreten lasse, ihn aber verstecke, so daß er sich vielleicht gar nicht erkennt.

Will ich zum Beispiel meinen Mutter töten, beschreibe ich, wie ich meine Mutter töte. Ich verwandle meine Mutter nicht in eine andere Person und lasse sie von einen anderen töten.

Das ist so, als wenn man Hunger hat, aber einen anderen essen läßt.

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Meine wichtigste Kritik ist: wenn man Problem mit Gruppen hat, bringt es nicht, sich zu verstecken. Die Gruppe findet einen früher oder später.

Er bringt auch nichts, sich zu verstellen, denn das Leid bei einem selbst bleibt.

Daß man als Mehrfach vielleicht diese Gruppen verärgert und mehr aktiviert, sollte man nicht unberücksichtigt lassen.

Feindliche Gruppe geht man direkt an: zuerst den Chef.

Es gibt immer etwas, was der nicht kann. Seine Schwäche(n) kann man hervorheben und sich über ihn lustig machen. Damit untergräbt man seinen "Ich bin der Größte"-Status.

Dann treibt man Keile in die Gruppe. Irgendwer ist immer unzufrieden. Dem steht man bei.

Eigentlich sollte das für einen talentierten Autor wie dich selbstverständlich sein. Mit deinen Figuren machst du das doch ständig.

Falls du ein Angsthase, tastest du dich heran.

Allerdings bei bestimmten Gruppen oder Personen ist es besser, sich unterzuordnen, ihnen aus dem Weg zu gehen, sie nicht auf sich zu lenken, schon gar nicht zu provozieren. Denn bestimmte Gruppen oder Personen sind gefährlich. Alte Macht ist wohl gefährlicher als neue.

Da du Judas erwähnt hast: sie und ihre Gruppe ist nicht gefährlich, kein Biß, kein Durchblick, nur große Sprüche. Aber Judas hat einen mächtigen Beschützer, der einen mit einem Klick ins Off setzt.

Akademische Gruppen haben meist keine Macht, sie sind oft nur Handlanger. Fühle sich aber groß, weil sie von der Macht beschützt werden.

Der normale Autor ist ungefährlich. Der schreibt lieber in seinem Kämmerlein und will seine Ruhe haben.

Die einfachste Lösung ist aber: cool bleiben.

Nicht sich zu zwingen, cool zu sein, sondern sich in einen Zustand zu bringen, in dem man cool ist.

Hat man einen Bestseller (egal, ob tatsächlich oder gefühlt) geschrieben, ist es egal, wie man in KeinVerlag von wem auch immer schräg angegangen wird.

Geht man erfolgreich mit der eigenen Angst um, können andere einen nur sehr schwer Angst machen, von der man gelähmt wird.

Warum schreibe ich das alles? Es geht darum, so frei wie möglich zu sein, damit man das tun kann, was man tun möchte und nicht immer nur auf andere reagiert, um sich zu schützen.

Der Selbstschütz ist im Grunde ein Nebenprodukt, wenn man mit seiner Angst umgehen kann.

Das spüren selbstverständlich die Gruppen. Denn was auch immer sie alles nicht können: sie erkennen sehr genau, mit wem sie sich besser nicht anlegen.

Ist nicht gut für die Gruppendynamik, wenn man verliert. Für den Chef könnte das die Absetzung bedeuten.

Meine Empfehlung: wenige darüber schreiben, was man getan hat, um unsichtbar zu sein, mehr dafür tun, das tun zu können, was man möchte. 

Schreiben als Heldenbericht oder mentale Vorbereitung.

Handeln als Haupttätigkeit.

Danke für deine Aufmerksamkeit, adlibitum.

Ich hoffe, du begegnest mir weiterhin nicht nur inhaltlich ehrlich und offen, sondern insgesamt, damit du Freunde an mir hast und ich nicht zu Last werde.

 Verlo (21.06.26, 12:22)
Und schon wieder oder immer noch wird geklagt: adlibitum möchte etwas, aber die anderen wollen es nicht wirklich.

Warum braucht adlibitum jemand, der mit ihm lacht?

Gibt es nicht genug, über das adlibitum gern lacht, auch wenn andere nicht mitlachen?

Warum sind die anderen so wichtig?

Will adlibitum vielleicht sogar von den anderen geliebt werden?

Schreibt adlibitum vielleicht Texte nur deshalb?

Das Erhoffte kann man einfacher bekommen. Dann schreibt man nur aus Freude.

Freunde wollen andere gern haben. Frust haben sie selbst genug.

 adlibitum meinte dazu am 21.06.26 um 12:46:
Ich kann hier ebenso wenig eine Klage erkennen wie im anderen Text. Wie ich schon an anderer Stelle sagte: Projektion ist der mächtigste Gegner der Urteilskraft. 

Du bestätigst mit jedem einzelnen Beitrag das Thema, das alle Texte vereint: den Mitglieder von KV geht es nicht um Texte, sie kreisen unaufhörlich um die Phantasien, die sie sich von anderen Autoren machen und zeigen dabei vor allem, wie begrenzt ihr Vorstellungsvermögen und ihre Menschenkenntnis sind. Letztendlich spielen sie ein soziales Machtspiel. 

Drei Dinge können sie sich am wenigsten vorstellen: 
1. Einen Autor, der Distanz zu seinen Texten und Figuren hat.
2. Einen Autor, den es nicht stört, wenn er anhand von Maßstäben, die er nicht teilt, bewertet wird. 
3. Einen Autor, der bei KV nicht auf der Suche nach sozialen Kontakten ist. 

Ich wäre schön blöd, von solchen Leuten etwas zu wollen.

 Verlo meinte dazu am 21.06.26 um 14:46:
adlibitum hat geschrieben:
Ich kann hier ebenso wenig eine Klage erkennen wie im anderen Text.

Wie soll man etwas sonst nennen, in dem immer wieder aufgeführt wird, was Schlechtes erlebt wurde?

 Verlo meinte dazu am 21.06.26 um 15:57:
Korrektur (ist im Kommentar nicht mehr möglich):
Freunde Freude wollen andere gern haben. Frust haben sie selbst genug.

 adlibitum meinte dazu am 21.06.26 um 19:39:
Mit Freunden teilt man viele unterschiedliche Dinge. Ab und zu teile ich eine fertigen Text mit ihnen, aber da ich recht produktiv bin, ist das nur ein winziger Bruchteil. Da ich aber gerne dynamisch schreibe, veröffentliche ich in diesem Forum. Das Thema des Forum ist Literatur und deshalb bin ich hier. Ich bestelle auch beim Metzger keinen Kuchen.

 Verlo meinte dazu am 21.06.26 um 19:51:
Früher habe ich sehr gern geschrieben.

Jetzt reise ich lieber.

Leider.

Vielleicht ändert sich das wieder, wenn ich nicht mehr reisen kann.

 Verlo (21.06.26, 17:36)
adlibitum hat geschrieben:
Stattdessen bekam ich eine beleidigte PN mit den Worten "was soll das?".
Es ist zum Verzweifeln: jetzt ist auch schon die Frage "was soll das?" eine Beleidigung.

Demnächst ein sexueller Übergriff.

Noch etwas später eine Vergewaltigung mit entstandener Schwangerschaft, die erst im achten Monat erkannt wird.

Eidesstattliche Erklärung: ich habe adlibitum noch keine PN geschrieben.

Falls doch, berufe ich mich auf "zeitweise nicht zurechnungsfähig wegen mehrfachem und rücksichtslosem Verwenden vom falschen Pronomen".

 Verlo (21.06.26, 17:46)
Die Texte sind ein guter Zeitvertreib, wenn das Wetter schlecht ist und man nach wenigen Minuten auf dem Motorrad bereut, losgefahren zu sein.

Nach einigen Minuten beim Text, habe ich vergessen, daß ich lieber draußen sein möchte.

Anerkennung für den Autor!

Aber fragt mich jemand, worum es eigentlich bei den Texten geht, muß ich passen.

An sich ist das kein Problem, so lange es keine Bedienungsanleitung ist.

Auch Musik mit Gesang kann sehr angenehm sein, wenn man den Text nicht versteht.

Ist das Wetter allerdings einige Tage schlecht, sollte man zum Zeitvertreib lieber die Küche putzen oder Staub saugen, damit mich nicht in den Text hineingesaugt und als Figur ausgespuckt wird.

Als die Figur, in der man sich nicht wiedererkennt. Die man nicht einmal sein möchte, wenn man dafür bezahlt wird.

Lieber aus der Wohnung fliegen und nichts mehr zu Essen haben, als Geld für solche Figur anzunehmen.

So war mir Gott Verlo helfen.

 adlibitum meinte dazu am 21.06.26 um 18:57:
Wenn du die Texte nicht verstehst, lies doch einfach nicht weiter. Du kannst mich mit textfernen Kommentaren zuschütten oder sie einfach nicht lesen. Einen Unterschied macht das nur für dich.

 Verlo meinte dazu am 21.06.26 um 19:35:
Danke.

 Verlo meinte dazu am 22.06.26 um 08:48:
[War im falschen Teil des Fadens.]

Antwort geändert am 22.06.2026 um 09:20 Uhr

 Verlo (21.06.26, 22:49)
Meine Empfehlung gibt es für Text und Kommentare.

Der Text allein spricht mich nicht so an wie die vorherigen.
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