Mama [inspiriert]

Erlebnisgedicht

von  niemand


Du warst so weich in meinen ersten Jahren -

dein Schoß ein schützend Hort

auf dieser Welt.

Nie wollt ich fort und musste doch erfahren,

dass nichts, was schön ist, Ewigkeiten hält.


Denn irgendwann mutiertest du zur Mutter

[ein Name voller Härte, so wie du]

Nicht lieb wie Mama, streichel weich wie Butter,


nur eckig, kantig -

ungerecht dazu.


Hab mich an deinen Ecken blau geschlagen,

hab mich an deinen Kanten wund gewetzt,

egal was ich auch tun wollt, oder sagen,

es wurd nicht im Geringsten wohl geschätzt.


Noch heut erinnre ich mich, wenn auch vage,

an Zeiten als wir zwei uns einig waren.

Es waren Stunden, waren nicht mal Tage -

auch die hast du verstanden einzusparen.


Wenn heut nach Güte Sehnsucht ich verspür,

sehn ich mich nach der Mama -


nie nach dir.




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Kommentare zu diesem Text


 Gabyi (30.07.26, 16:51)
Verstehe vollkommen, was du meinst. Auch meine Mutter war eine Hexe mit Hakennase. Sie hatte einen schlimmen Tod.

 textundverklang meinte dazu am 30.07.26 um 16:56:
Hab' bis zum Schluss die Daumen gehalten, dass es anders komme als das Leben ... 
Das ist dann gut gefasst begreifbar.
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