Das Haus am Rand der Nacht

Gedicht zum Thema Nacht

von  Saira

Durch leere Spiegel wandert Licht
und pflückt dem Abend sein Gesicht.
Die Zeit trägt Kronen ganz aus Glas
und schläft im Mund aus blassem Gras.

 

Im Brunnen blüht ein stilles Wort,
der Wind trägt seine Wurzeln fort.
Ein Schloss erwacht aus dunklem Schnee
und trinkt den Mond aus schwarzem See.

 

Zwei Schatten nähen sich ein Kleid
aus Nähe und aus Dunkelheit.
Darin verstummt der Lauf der Welt,
bis blaues Salz ins Schweigen fällt.

 

Am Rand der Nacht wächst still ein Haus
und atmet seine Türen aus.
Wo namenlose Nähe ruht,
wird selbst das Schweigen warmes Blut.

 

 

 

©Sigrun Al-Badri/ 2026



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Bild mit Hilfe von KI kreiert



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Kommentare zu diesem Text


 Reliwette (22.08.26, 14:31)
Liebe Saira,
 dein Text lässt manches neu entstehen,
 was schon als verloren galt,
 wenn tote Spiegel Licht empfangen
 und zu neuem Leben erwachen.
 Schöner Text mit süßen Metaphern!

Mit liebem Gruß! Reli

Kommentar geändert am 22.08.2026 um 14:35 Uhr
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