Durch leere Spiegel wandert Licht und pflückt dem Abend sein Gesicht. Die Zeit trägt Kronen ganz aus Glas und schläft im Mund aus blassem Gras.
Im Brunnen blüht ein stilles Wort, der Wind trägt seine Wurzeln fort. Ein Schloss erwacht aus dunklem Schnee und trinkt den Mond aus schwarzem See.
Zwei Schatten nähen sich ein Kleid aus Nähe und aus Dunkelheit. Darin verstummt der Lauf der Welt, bis blaues Salz ins Schweigen fällt.
Am Rand der Nacht wächst still ein Haus und atmet seine Türen aus. Wo namenlose Nähe ruht, wird selbst das Schweigen warmes Blut.
©Sigrun Al-Badri/ 2026
Bild mit Hilfe von KI kreiert