Die Wüste
kennt
die Namen
aller Winde.
Sie spricht sie
nicht aus.
Sie trägt sie
im Schweigen.
Die Dünen
wandern,
seit Allah
den ersten Sand
der Erde
anvertraute.
Kein Sultan
gebot ihnen.
Kein Heer
hielt sie auf.
Unter
dem glühenden Himmel
verblassten
Banner,
Lanzen,
Siegel
und Kronen.
Nur der Staub
erinnerte sich
an ihre Schritte.
Die Karawanen
zogen
mit Weihrauch,
Myrrhe,
Safran
und Wasser
durch das Meer
der Steine.
Jeder Brunnen
war
ein Versprechen.
Jeder Schatten
eine Barmherzigkeit.
Die Kriege
kamen
mit ehernen Hörnern.
Sie hüllten
die Sonne
in Rauch
und ließen
die Erde
Eisen atmen.
Doch selbst
die Schwerter
konnten
den Horizont
nicht verwunden.
Denn die Hoffnung
wohnt
nicht
in Palästen.
Sie schläft
im Zelt
des Hirten.
Sie ruht
in den Händen
der Mutter,
die das Brot
teilt,
obwohl
es kaum
für den Abend
genügt.
Sie geht
mit dem Kind,
das
im Staub
einen Samen
verbirgt,
ohne zu wissen,
ob der Himmel
Erbarmen
zeigt.
Die Alten
sprachen:
Nicht
der Mächtige
verlängert
die Tage
der Welt.
der Sieger
bewahrt
das Morgen.
Selig ist,
wer
nach der Finsternis
die Lampe
von Neuem
entzündet.
Darum
verneigt sich
der Wind
vor keinem
Thron.
Er dient
nur
der Hoffnung.
Denn Reiche
sinken
wie Sterne,
deren Licht
erlischt.
Doch ein gutes Wort,
gesprochen
zur rechten Stunde,
ist kostbarer
als Edelsteine
aus allen
Schatzkammern
des Orients.
Und wenn
die Nacht
ihren schwarzen Mantel
über
die Wüste
legt,
bleibt
ein einziges Licht,
kein Krieg
ersticken kann:
die Hoffnung,
welche
der Ewige
den Menschen
in das Herz
legte,
damit
selbst
die längste
Wanderschaft
niemals
ohne Morgen
bleibe.
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