Flieg, du Liebe,
in Gedanken,
trag die Küsse mit dem Wind.
Leise Rufe
sind Begleiter,
bis sie angekommen sind.
Leg dich leise
dort zur Seite,
hauch den Kuss auf einen Mund,
lass die Nähe
Herzen finden,
mach ihr stilles Sehnen kund.
Flieg, du Sehnsucht,
in Gedanken,
trag die Träume still herbei,
dass sich füge,
was von Herzen
tief ersehnt und ewig sei.
Künde sacht
von jenen Wehen,
die das tiefe Sehnen schafft,
doch verschweige
all die Zweifel,
schenke Zuversicht und Kraft.
Flieg, du Hoffnung,
auf den Wegen,
trag den Wunsch behutsam fort,
dass nichts scheide,
was sich bindet,
führ ihn an den rechten Ort.
Manche Unbill
scheint vergessen,
Gutes hat sich festgefügt,
doch Vergangnes
hat geschrieben,
dass ein grader Weg oft trügt.
Hör das Rufen
in der Stille,
in der Tiefe dieser Nacht,
öffne Fenster,
öffne Sinne,
spür, was Liebe mitgebracht.
All die Träume,
all die Wünsche
mögen still auf Reisen sein,
durch das Dunkel
in den Morgen,
über Mauern, Stein um Stein.
Flieg, du Liebe,
durch die Herzen,
wo Entzweiung Wunden schlägt,
lass Verstehen
Brücken bauen,
die ein Mensch zum andern trägt.
Frag nicht Namen,
frag nicht Grenzen,
wem dein stilles Leuchten scheint.
Flieg von Menschen
hin zu Menschen,
bis die Liebe sie vereint.
©Sigrun Al-Badri/ 2026
Bild mit Hilfe von AI kreiert