Schwimme dich frei
Alltagsgedicht zum Thema Wagnis
von EkkehartMittelberg
Kommentare zu diesem Text
Bei mir rutscht das Gedicht immer nach links, lieber Ekki.
Merci für dein Verständnis, Aron. Ich weiß nicht, woran die falsche Zentrierung gelegen hat.
Das Bild war wohl zu groß. Ich traue mich an KI nicht so recht ran.
Lieber Ekki, bei der 2. Strophe frage ich mich, ob es Verklärung ist, wenn ich einem Freund vertraue und er mich betrügt. War das mein Fehler? Was wäre denn die realistische Sicht gewesen?
Liebe Grüße
Janna
Liebe Grüße
Janna
Trotz innerer Warnungen hat man bewusst an einem falschen Freund festgehalten, man hat ihn also verklärt, statt sich von ihm zu trennen.
LG
Ekki
LG
Ekki
Innere Warnungen sehe ich nicht in Strophe 2, aber auch nicht unbedingt Verklärungen. Es geht nur darum zu prüfen, ob es die gab.
Einen Vertrauesbruch muss sich der betrogene nicht anlasten. Auch nicht via 'hätte ich mal besser auf die innere Stimme gehört'.
Einen Vertrauesbruch muss sich der betrogene nicht anlasten. Auch nicht via 'hätte ich mal besser auf die innere Stimme gehört'.
Richtig, Juli,
es geht darum zu prüfen, ob es Verklärungen gab.
es geht darum zu prüfen, ob es Verklärungen gab.
Lieber Ekki,
als alternde Radikale setze ich zunehmend auf's Abhaken.
Aus meiner Sicht hat's wenig Taug, seine letzten Jahre mit Vollpfosten zu teilen.
Nähert sich das Eigenbild diesem schönen neudeutschen Wort an, heißt es halt schweigen.
Bis dahin herzliche Grüße
Piccola
als alternde Radikale setze ich zunehmend auf's Abhaken.
Aus meiner Sicht hat's wenig Taug, seine letzten Jahre mit Vollpfosten zu teilen.
Nähert sich das Eigenbild diesem schönen neudeutschen Wort an, heißt es halt schweigen.
Bis dahin herzliche Grüße
Piccola
Hallo Piccola,
grins, außerhalb der Lyrik darf man manches noch etwas deutlicher sagen.
Herzliche Grüße
Ekki
grins, außerhalb der Lyrik darf man manches noch etwas deutlicher sagen.
Herzliche Grüße
Ekki
Hallo Ekki,
„außerhalb der Lyrik“ wirft eine Frage auf, nach einem Schutzwall oder Kunst als gepolsterte Gummizelle.
Schützt er die Beteiligten davor, dass Kunst tatsächlich wehtut oder reale Konsequenzen fordert?
Müsste "Echte Literatur" nicht den Mut haben, die Fassade einzureißen und sich den unlösbaren Konflikten zu stellen, ohne sich sofort in die Ästhetik des Versbaus zu flüchten. Wenn Poesie jedoch als sentimentales Korsett genutzt wird, um die Härte des echten Lebens auf Distanz zu halten, ist sie dann kein Ausdruck von Tiefe mehr, sondern schlicht eine feige Ausrede fürs Wegschauen?
EVdR
„außerhalb der Lyrik“ wirft eine Frage auf, nach einem Schutzwall oder Kunst als gepolsterte Gummizelle.
Schützt er die Beteiligten davor, dass Kunst tatsächlich wehtut oder reale Konsequenzen fordert?
Müsste "Echte Literatur" nicht den Mut haben, die Fassade einzureißen und sich den unlösbaren Konflikten zu stellen, ohne sich sofort in die Ästhetik des Versbaus zu flüchten. Wenn Poesie jedoch als sentimentales Korsett genutzt wird, um die Härte des echten Lebens auf Distanz zu halten, ist sie dann kein Ausdruck von Tiefe mehr, sondern schlicht eine feige Ausrede fürs Wegschauen?
EVdR
Hilf mir bitte, ich halte deine Frage für wichtig, kann aber den Zusammenhang zu meinem Gedicht nicht erkennen.
Hallo Ekki,
danke für die Rückmeldung und sehr gerne: Der Bezug liegt in deiner Bemerkung zu Piccolas Kommentar, dass man „außerhalb der Lyrik“ manches deutlicher sagen dürfe.
Da ich stark von der Tradition der Literatur der Arbeitswelt geprägt bin, sehe ich die Funktion und Verantwortung von Literatur an einem ganz anderen Ort. Für mich darf Kunst kein geschützter Schonraum sein, in dem man die Härte des echten Lebens durch harmonische Metaphern oder Ratgeber-Weisheiten glättet. Wenn wir bei echtem Schmerz, Verrat oder Enttäuschung sofort in einen ästhetischen Versbau ausweichen und die ungeschminkte Härte des Konflikts als etwas bezeichnen, das angeblich nur „außerhalb der Lyrik“ Platz hat, wird Poesie zu einer Schutzmauer gegen die Realität.
Meine Frage zielt also genau auf diese Grenze: Warum trennen wir das so scharf? Müsste Literatur nicht gerade den Anspruch haben, die ungemütliche Realität ungeschönt auszuhalten, statt sie im Gedicht so zu verpacken, dass sie niemanden mehr wirklich verletzt?
EVdR
danke für die Rückmeldung und sehr gerne: Der Bezug liegt in deiner Bemerkung zu Piccolas Kommentar, dass man „außerhalb der Lyrik“ manches deutlicher sagen dürfe.
Da ich stark von der Tradition der Literatur der Arbeitswelt geprägt bin, sehe ich die Funktion und Verantwortung von Literatur an einem ganz anderen Ort. Für mich darf Kunst kein geschützter Schonraum sein, in dem man die Härte des echten Lebens durch harmonische Metaphern oder Ratgeber-Weisheiten glättet. Wenn wir bei echtem Schmerz, Verrat oder Enttäuschung sofort in einen ästhetischen Versbau ausweichen und die ungeschminkte Härte des Konflikts als etwas bezeichnen, das angeblich nur „außerhalb der Lyrik“ Platz hat, wird Poesie zu einer Schutzmauer gegen die Realität.
Meine Frage zielt also genau auf diese Grenze: Warum trennen wir das so scharf? Müsste Literatur nicht gerade den Anspruch haben, die ungemütliche Realität ungeschönt auszuhalten, statt sie im Gedicht so zu verpacken, dass sie niemanden mehr wirklich verletzt?
EVdR
Ja. ich habe meinen Kommentar zu leichtsinnig geschrieben.
Lyrik sollte die gesamte Lebensrealität spiegeln und darf nichts ausgrenzen.
Lyrik sollte die gesamte Lebensrealität spiegeln und darf nichts ausgrenzen.
im grunde ist das alles sekundär -
die sache zählt für mich seit je weit mehr
die sich stets um die frage rankt
wie denken sich dem sein verdankt
und ob es das, gern abgelenkt
von sekundär'm, genug bedenkt.
lg
henning
die sache zählt für mich seit je weit mehr
die sich stets um die frage rankt
wie denken sich dem sein verdankt
und ob es das, gern abgelenkt
von sekundär'm, genug bedenkt.
lg
henning
Merci, Henning,
es geht also darum ,das Sein richtig zu sehen, damit man konsequent denkt.
LG
Ekki
es geht also darum ,das Sein richtig zu sehen, damit man konsequent denkt.
LG
Ekki
Da hast Du ein tolles Bild kreiert
der Text auf einer C.G. Jung Grundlage, vermute ich.
Die Frau die ihre Ketten sprengte und zum Licht hinauf schwimmt enthält tatsächlichich ein befreiendes Gefühl
Sehr schön.
LG Nuna
Die Frau die ihre Ketten sprengte und zum Licht hinauf schwimmt enthält tatsächlichich ein befreiendes Gefühl
Sehr schön.
LG Nuna
Kommentar geändert am 03.09.2026 um 13:49 Uhr
Merci, Nuna, zur Gestaltung des von der KI kreierten Bildes habe ich nur einen Wunsch geäußert. Wenn mein Text Übereinstimmungen mit C.G. Jung haben sollte, ist das zufällig. Ich freue mich jedenfalls, dass er dir gefällt.
LG
Ekki
LG
Ekki
Hallo Ekki,
ich denke, eine der schwierigsten Formen menschlicher Reife liegt darin, zu erkennen, wann Beharrlichkeit keine Tugend mehr ist. Wir lernen früh, dass Durchhalten Stärke beweist, viel seltener, dass auch ein Abschied Größe besitzen kann.
Dein Gedicht berührt für mich genau diese Schwelle.
Liebe Grüße
Sigi
ich denke, eine der schwierigsten Formen menschlicher Reife liegt darin, zu erkennen, wann Beharrlichkeit keine Tugend mehr ist. Wir lernen früh, dass Durchhalten Stärke beweist, viel seltener, dass auch ein Abschied Größe besitzen kann.
Dein Gedicht berührt für mich genau diese Schwelle.
Liebe Grüße
Sigi
Merci, Sigi,
wie immer hast du den Kern meines Gedichts getroffen.
Liebe Grüße
Ekki
wie immer hast du den Kern meines Gedichts getroffen.
Liebe Grüße
Ekki
;)xdarum habe ich einen Hund...Lächeln von M.
Lieber Ekkehart,
von Bord springen ist eine Sache, aber was ist mit einer Luftmatratze, auf der einer im Ozean schwimmt?
Und die Haie schnuppern schon an ihr?
Mit frdl. Gruß! Hartmut
von Bord springen ist eine Sache, aber was ist mit einer Luftmatratze, auf der einer im Ozean schwimmt?
Und die Haie schnuppern schon an ihr?
Mit frdl. Gruß! Hartmut
Das "Schwimmen" finde ich insofern gut, lieber Ekki, als es andere Tragekräfte herbeiführt, als es erfrischt und zugleich eine reinigende Funktion hat.
Ob man danach in die alten Klamotten zurück schlüpft oder sich frische Umhüllungen gönnt, ist eine andere Überlegung.
Ich habe übrigens das Freischwimmer-Abzeichen.
:)
LG
Ob man danach in die alten Klamotten zurück schlüpft oder sich frische Umhüllungen gönnt, ist eine andere Überlegung.
Ich habe übrigens das Freischwimmer-Abzeichen.
:)
LG