Flieg, wohin dein Sehnen trägt

Gedicht zum Thema Freiheit/ Unfreiheit

von  Saira

Der Himmel trägt sein Abendkleid,

die Ferne ruht im goldnen Licht,

ein Hauch von stiller Zärtlichkeit

erzählt, was keine Stimme spricht.

 

Ein Vogel fliegt dem Tag voraus,

sein Flügel malt ein Traumgesicht,

ein Blick begleitet ihn hinaus,

als sagte er: Vergiss mich nicht.

 

Die Wolken tragen Feuerschein,

ein sanfter Schimmer zieht vorbei,

die Landschaft schläft im Abend ein,

die letzten Farben schweben frei.

Die Einsamkeit verharrt und schweigt,

ihr Blick folgt einem Flügelschlag.

Ein letzter Gruß zum Himmel steigt,

weil Liebe auch verzichten mag.

 

Wer einem Wesen Freiheit schenkt,

bewahrt, was ihm das Leben gab,

und wenn sein Schritt zur Weite lenkt,

legt er die Fesseln leise ab.

 

So flieg, mein Vogel, flieg hinaus,

wo dich kein Band der Erde hält.

Die Ferne wird dein neues Haus,

mein Segen folgt dir durch die Welt.

 

Wenn sich die Nacht zur Erde neigt,

der letzte Strahl am Himmel glüht,

bleibt eine Kraft, die Wege zeigt,

aus der ein neuer Morgen blüht.

 

 

©Sigrun Al-Badri/ 2026


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Acrylgemälde ©Sigrun Al-Badri/ 2008





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Kommentare zu diesem Text


 EkkehartMittelberg (21.10.26, 13:25)
Hallo Sigi,

dein leichtfüßiges Gedicht atmet das Besondere, das darin liegt, einem Wesen Freiheit zu schenken.

Liebe Grüße
Ekki

 EVdR (21.10.26, 13:31)
"Wer einem Wesen Freiheit schenkt,
bewahrt, was ihm das Leben gab,
und wenn sein Schritt zur Weite lenkt,
legt er die Fesseln leise ab."

Hallo Saira,
sehr schön beschrieben.
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