Keinverlag und ein Platz in der Geschichte - EVdR

Erzählung zum Thema Wirklichkeit

von  EVdR

Dieser Text gehört zum Projekt    KV schließt - Texte zum Abschied

Entartete Visionen der Realität 

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Keinverlag und ein Platz in der Geschichte



Ich habe Geschichte.

Vergangenheit,

Herkunft.


Ich bin Kunst!


Heimatlos,

gestrandet,

gelandet.


Notunterkunft




Die Spurensuche

führt

in's Archiv.



Zur Forschung!



Es gibt den Menschen,

als Autor,


der er,

nur kurz,

sein wollte.


Ein Name,

ein Bild,

ein Programmheft.



Der Nachlass,

unvollständig,

zeigt 

der Katalog.


Es fehlt,

ein Buch.



Kauf mich.

Gib mich hin.


Auch, 

wenn ich,

ein Anderer bin.



Wird der unbekannte,

benannt,


wird auch Kv

genannt.



Ein Platz,

im Archiv.


Wird's

Geschichte ?




D 854 keul 1

„Abgespielt“






© EVdR 10_2026


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Kommentare zu diesem Text


 Vaga (27.10.26, 14:21)
Auch, wenn ich, ein Anderer bin.
Das Pseudonym gilt demnach als Schutzraum und Kunstwerk zugleich. Deine Zeilen werfen einen fast dokumentarischen Blick darauf, wie du dich hier möglicherweise eingebettet fühltest.

Lb. Gruß an den Menschen hinter dem Pseudonym - Vaga

 EVdR meinte dazu am 27.10.26 um 15:06:
@ Vaga,

EVdR ist nur zum Teil Schutzraum. EVdR ist kein Pseudonym. EVdR ist eine Marke, ein Projekt, ein eigenes Sein. Es gibt den Menschen der Künstler sein wollte schon lange nicht mehr. Die wirkliche, endgültige Metamorphose fand zwischen März und August 2025 statt. Der Rahmen "Entartete Visionen der Realität" entstand 1981, 1982. Der Rahmen, "Aus der Art gefallen Vorstellungen des wirklichen Lebens" ist zwischen 1995 und 2005 entstanden. Petra, die Frau vom Nachbarn, entstand zwischen 2003 und 2007. Veröffentlichungen sind ab 2007 nachvollziehbar.

EVdR und der Mensch

 Saira (27.10.26, 15:01)
Moin EVdR,

„Heimatlos, gestrandet, gelandet.“
Diese drei Worte erzählen für mich nicht nur von einem Ortswechsel, sondern von einer stillen Veränderung des Daseins.

Wer strandet, hat sein Ziel nicht unbedingt erreicht. Und wer landet, ist deshalb noch lange nicht zu Hause.

Ich denke, mit der Kunst könnte es ähnlich sein. Sie findet Aufbewahrungsorte, Leser und gelegentlich Anerkennung, aber niemals einen endgültigen Platz.

Denn jeder neue Zusammenhang verändert auch ihre Bedeutung.
So betrachtet ist das Archiv keine Heimat, sondern nur eine weitere Station auf einer Reise, deren Ziel niemand kennt.

LG
Saira

 EVdR antwortete darauf am 27.10.26 um 15:29:
Mahlzeit Saira,

so ist ist! Das Ziel ist nicht erreicht. Ein Zuhause soll die Kunst bekommen. Die Kunst möchte den Menschen überdauern. Eine eigene Webseite. Für Jahre vorab bezahlt ...

Das Archiv ist mehr wie eine Zwischenstation. Es ist Vergangenheit, Ursprung der Kunst, wenn auch unter einem Bürgerlichen Namen.

Um mich, den Menschen, zu schützen und mir die Freiheit zu erhalten, musste ich alles Aufgeben. Mir blieb ein Rucksack mit etwas Wäsche und eine externe Festplatte, mit meinem Leben und sehr wenig der Kunst. Ein guter langjähriger befreundeter Mensch half mir weiterzuleben.


Der Mensch
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