Der Feiertag wird kaum vermisst,
obwohl so mancher dennoch büßt
beim Anblick dessen, was der Handel,
in Form von schokolierter Mandel
und marzipanisierter Nuss
ihm bietet. Im Diät-Verdruß
kann dann ein solcher nur noch beten,
es möge nicht zu nah ihm treten,
der Händler, der sich nicht geniert
und darauf spekulaziusiert,
man sollte seinen Umsatz steigern,
und dem Genuss sich nicht verweigern.
Der Mensch, mental darauf geeicht,
Methusalem zu werden, weicht
vom süßen Kram, so gut es geht,
in die Abteilung „Grünes Beet“.
Mit hundertjährigem Verheißen
find er hier nur gesundes Beißen.
Selbst ein Kaninchen wär entzückt
davon, was ihm an Grünzeug glückt
in seinen Einkaufskorb zu stopfen -
fast hört den Osterhas man klopfen.
Doch dieser machte sich von Tannen -
er steckt jetzt in den Weihnachtsmannen,
stark hoffend, dass die Milka-linden,
sich bald im Osterhasen finden.
Der Mensch, den Bogen um die Süßen
vollziehend, spürt erneut ein Büßen.
Er folgt dem Fluchtreflex im Bein
und haut zu Haus sich Müsli rein.