Curare

Gedicht zum Thema Alles und Nichts...

von  mondenkind

was wir brauchen
murmelst du vage
den Mund an das Laub gepresst

und ich auf den Knien
beweine die Wundgeschlagenen
ein Tuch auf ihren brandigen Kehlen

was wir brauchen
rankt sich dein Flüstern
wie Efeu um mein Zittern

und niemals wandermüde zieht es
dem Sturm entgegen
ein leises Windspiellied erwächst dem Donner

das Land in Flammen
schreie ich erstickend schwach
die Knochen die es inneträgt

und Vogelscheuchen lichterloh
auf fauligen Äckern jedes Kreuz
jede zerbrochene Brust stürzt
in das tausendäugige Todgesicht

.

was wir brauchen
spüre ich dich du Regen auf meiner Stirn
und im ersten Augenflackern
streichelst du mein Haar feuerrot

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Kommentare zu diesem Text


 Bergmann (04.11.11)
Liebe und Tod - sehr fein gewebt!
LG, Uli

 mondenkind meinte dazu am 17.11.11:
vielen dank. :)
Emmanuel (20)
(04.11.11)
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 mondenkind antwortete darauf am 17.11.11:
ja, es mag sein. dichter geht es immer. mal schaun. danke dir!
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