Während ich mit den Kindern
Weihnachtsplätzchen aussteche,
und in Gedanken schon
mit dem Wischer
die Küche von Mehl befreie,
das Abendessen koche,
und überlege,
wie mein Roman,
den ich abends im Bett lese,
ausgehen mag,
beschäftigt mich die Frage,
wann und wie ich endlich erfahre,
was genau
der Sinn des Lebens ist.
Kommt er wie ein Komet vom Himmel
und trifft mich mit voller Wucht an den Kopf?
Streift er meine Wange,
wie ein zarter Windhauch,
oder sitzt er am letzten Tage
bei mir auf dem Totenbett
und grinst mir schadensfroh
mitten in das zeitzerfressene Gesicht,
als wolle er sagen:
Du hast es voll verkackt, warst so blind,
du hättest ihn nicht mal erkannt,
wenn er dir vor den Füßen gelegen hätte
und du drüber gestolpert wärst.