Keine Theorie. Die absolute Erkenntnis über den Ungläubigen

Predigt zum Thema Gut und Böse

von  Tula

Der Atheist ist einer, der nicht denkt,
weil ihm zum Denken leider etwas fehlt,
nicht sieht, wie Gott die Weltgeschicke lenkt,
und sich indes mit Wissenschaften quält.

Ein Atheist ist einer, der nichts fühlt,
was man besonders gut bei Stalin merkt,
beim Frankenstein, der im Kadaver wühlt,
Lord Voldemort, der sich mit Zauber stärkt.

Auch wenn er's glaubt, der Atheist weiß nichts
und ist genaugenommen sündhaft dumm.
Befragst du ihn zum Sinn des Endgerichts,
bohrt er sich gottlos in der Nase rum.

Ich habe mal gehört, ein Atheist
frisst still und leise Fliegen auf dem Klo.
Beruflich tarnt er sich oft als Dentist,
als Schiffskoch oder Leiter im Büro.

Nun frag ich euch: Wohin mit dieser Brut
aus Soda, Gonorrhö und Babylohn?
Ich kauf mir morgen einen spitzen Hut
und lobe meinen Herrn. Der regelt‘s schon.


Kommentare zu diesem Text


 klausKuckuck (09.01.22, 00:30)
Hi Mitternachtsdichter,
da ist dir aber ein biestiges Stück gelungen! Wunderbar! Ich werde es auswendig lernen, und kommt mir irgendwann einmal so ein spitzhütiger Betbruder in die Quere: Ich werde es ihm in die Ohren schmieren. 
Klaus

Kommentar geändert am 09.01.2022 um 00:35 Uhr

 BeBa meinte dazu am 09.01.22 um 00:49:
Ich mag mich hier einfach mal Klaus anschließen. Wenn ich auch mit dem Auswendiglernen immer so meine Probleme hatte: Ich werde mir Mühe geben!  ;)

 Tula antwortete darauf am 09.01.22 um 08:50:
Moin Klaus und BeBa
Es ist schon befremdend bzw. belustigend was man hin und wieder über die angeblichen Unfähigkeiten des Atheisten lesen muss. Potz-Blitz! Was der nicht alles nicht kann! Warum das einige so sehr beschäftigt? Wie schwer es fällt, einfach mal zu akzeptieren, dass wir nicht alle gleich sind. Dass das uns Fremde so beängstigt ....

Dankend lieben Gruß und einen Sonntag mit "Sonnenpredigt"

Tula

Antwort geändert am 09.01.2022 um 08:50 Uhr

 LotharAtzert (09.01.22, 09:43)
Hahaha, huhuhu, hihihi ...

Warum das einige so sehr beschäftigt? Wie schwer es fällt, einfach mal zu akzeptieren, dass wir nicht alle gleich sind. Dass das uns Fremde so beängstigt ....
Nein, es ist das Bekannte, was mich in dem Fall ängstigt. "Ihr" Atheisten unterscheidet ja nicht bei unsereinem. Da wird sofort vom "Glauben" gesprochen. Nicht zuletzt deshalb bringe ich den Buddhismus immer wieder ins Spiel, denn da spielt der Glaube nun wirklich eine untergeordnete Rolle. Aber daß euer Glaube an die Wissenschaft auch nur ein Glaube (-an die Allmacht des Intellekts)  ist, das streitet ihr gern so vehement, wie vergeblich ab.

Muß aufhören ... hahaha, zu lustig ....

Gruß
Lothar

 Graeculus (09.01.22, 10:39)
Werden sie es lesen? Wird es etwas bewirken? Ich hoffe es; allein mir fehlt auch da der Glaube.

 Browiak (09.01.22, 10:45)
@Lothar Atzert:
Wie wär`s denn mal mit ein wenig Grundlogik, statt nebulös-religiös-weltanschaulich- verschwurbelten Denkkonstruktionen? 

Der Atheist ist des Gläubigen Belzebub.
Nicht alle Wissenschaftler sind Atheisten. 
Nicht alle Atheisten sind Wissenschaftsgläubig.
Nicht jeder Buddhist ist der Wissenschaft abgeneigt.
Nicht alle Buddhisten sind ungläubig ...
Nicht alle Leser verstehen Texte.


@Tula: Wer sich so vehement wie unser @Lothar Atzert an das uralte Thema Glauben vs. Wissen, Gefühl vs. Verstand, Gut vs. Böse ... klammert, indem er alles, was nicht seinem Glaubenssystem entspricht, ängstlich ausklammern, vermeiden, lächerlich machen oder angreifen muss, ist sich seiner Sache so wenig sicher, wie ein Diktator seiner Anhängerschaft.
Fragen: 
Ist Atheismus nicht auch (nur) ein Glaube?
Ist "rechter Glaube" nicht viel mehr als ein dafürhalten, sondern inneres Wissen?

Kommentar geändert am 09.01.2022 um 10:51 Uhr

 LotharAtzert schrieb daraufhin am 09.01.22 um 13:11:
Daran siehst du, @Browiak, was ich für ein Idiot bin, also Logik, wie soll meinereiner verstehen, um was es dabei geht.

 Browiak äußerte darauf am 09.01.22 um 13:30:
@LotharAtzert, vergiss die Logik, aber ein wenig Humor könnte nicht schaden:
Was ein Sri Pranamahansl Kirschanand Kreischnamurti an verschrobenem Geistesgut widerkäut oder ein Dr. Hc. Dipl. Bach. Mag. Professor Unrat oder darüber zu streiten, ob ein ontologischer, kosmologischer, teleologischer Gottesbeweis mehr Wert ist als ein sachlich begründeter Atheismus oder Agnostizismus, geht mir, ehrlich gesagt, am Ommmmm vorbei.
Wir sind hier, um eigenständig, originell und ganz und gar sensationell neu und anders zu denken ;)

 TassoTuwas (09.01.22, 10:49)
Das nenn ich "Gottvertrauen"!
Aber "Ungläubige" kann es doch gar nicht geben. Unglauben ist doch nur möglich, wenn auch ein Glaube existiert. Wenn das so ist, heißt das im Umkehrschluss...
Ich mach's mir mal wieder einfach.
LG TT

 Terminator (09.01.22, 11:42)
Richtig! Der Atheismus ist für Millionen Tote verantwortlich, von Kreuzzügen des Mittelalters bis zu den nihilistisch-terroristischen Terroranschlägen von Nine-Eleven. Nur die Judaeo-Christian values  haben die Menschheit bisher vor dem Untergang gerettet. Ohne diese Werte keine Aufklärung, keine Menschenrechte, keine moderne Technik und Medizin. Würde der Atheismus immer noch herrschen, hätten wir nicht über die Impfpflicht zu streiten, sondern darüber, wer auf den Scheiterhaufen gehört. Atheisten glauben nicht an Gott und haben darum immer einen Aberglauben. Heute würden sie wahrscheinlich Schwule und Transsexuelle für das Coronavirus verantwortlich machen.

 Tula ergänzte dazu am 09.01.22 um 13:06:
Lieber Lothar
Die Diskussion gestern gab mir den letzten Funken Inspiration, das stimmt. Dennoch habe ich den Text nicht deinetwegen geschrieben, denn diese Debatte ist sehr alt, wobei beide Seiten dasselbe Problem haben: warum glaubt der andere/nicht?

Die Frage selbst ist nicht sinnlos, schon gar nicht die des Enstehens und der Entwicklung religiösen Denkens und Fühlens. Aber das würde hier den Rahmen sprengen. Mir ging es einzig um die abstrusen und zuweilen sehr amüsanten Theorien einiger mit Hinsicht auf das UNVERMÖGEN (denn als solches wird das Anders-Denken stets verallgemeinert) des Atheisten, dies und jenes nicht zu verstehen, zu fühlen usw.

Der Kampf gewisser Glaubensfanatiker gegen das Wissen ist uralt. Andererseits gibt es die Wissenschaft nicht erst seit Albert Einstein. Die alten Griechen waren religiös UND Wissenschaftler. Bis heute gibt es unzählige herausragende Wissenschaftler, die streng gläubig sind. Grenzfälle der Forschung ausgenommen, ist das überhaupt kein Widerspruch.

Sinnlos ist für mich nur die Ablehnung wissenschaftlicher Erkenntnis, was nicht immer aus Glaubensgründen geschieht. Der Mensch akzeptiert nur ungern was ihm nicht ins Weltbild passt. Auch in dieser Hinsicht wird der Glaube schnell ein Vorwand zur Rechtfertigung der Ablehnung.

Über Gut und Böse habe ich mich bereits geäußert. Menschenverbrechen werden seit Menschengedenken begangen, von Gläubigen und Ungläubigen. Fanatismus und Hass lassen sich mit oder ohne Religion schüren.

LG
Tula

 Tula meinte dazu am 09.01.22 um 13:10:
Liebe Leser Graeculus, Browiak, TassoTuwas und Terminator

Auch euch vielen Dank für die Kommentare und Leseempfehlungen. 

Mit besten Wünschen
Tula

 nadir meinte dazu am 09.01.22 um 13:21:
Andererseits gibt es die Wissenschaft nicht erst seit Albert Einstein. Die alten Griechen waren religiös UND Wissenschaftler. Bis heute gibt es unzählige herausragende Wissenschaftler, die streng gläubig sind. Grenzfälle der Forschung ausgenommen, ist das überhaupt kein Widerspruch.

Nein, das ist kein Widerspruch, weil die Wissenschaft und die Religion zwei völlig andere Wege beschreiten. Es ist ja auch nicht so, als hätte je ein Mensch von Verstand behauptet, die Wissenschaft hätte die Wahrheit gepachtet. Nicht bloß, dass die Wissenschaft aus bloßen Hypothesen besteht, ist zu bemerken, sondern ebenfalls, dass der Wert (im Wahrheitsinne) der Wissenschaft definiert wird, von der jeweiligen Erkenntnistheoretischen Grundlage, die vorausgesetzt wird. Außerdem lässt sich das Objekt immer nur in Beziehung zum denkenden Subjekt erforschen. Innerhalb des Rahmens, den diese Beziehung setzt, fragt die Wissenschaft nach Wahrheit, aber eben nur innerhalb dieses Rahmens. 

Die Religion stellt Fragen außerhalb des Rahmens, vorallem stellt sie existenzielle Fragen, wägt Lebenspraxen gegeneinander ab. Das ist ein völlig anderes Gebiet. Im Grunde lässt sich ihr Wahrheitsgehalt weder im Positivem, wie im Negativen bestimmen. Aber das ist eben auch nicht ihre Aufgabe! Und sie hat sich viel damit kaputt gemacht, dass sie sich vorgelogen hat, das sei ihre Aufgabe.

 GastIltis (09.01.22, 15:27)
Hallo Tula,
dein Text hat etwas. Dieses Etwas mit Niveau zu bezeichnen, trifft es nicht, zumindest nicht ganz. Fast! Er hat mehr! Aber das, was einige hier versuchen abzusondern (Atzert sowieso, dann Terminator, der die Richtung verwechselt hat und vielleicht kommen noch mehr von den Typen dazu) grenzt echt ans Lächerliche. Sie sind schon nicht mehr in der Lage, den Sinn deines Textes zu erfassen und versuchen, mit ihrer Profilierungssucht hier zu punkten. Warum ich das in aller Deutlichkeit schreibe? Weil ich als Heide nicht über den Dingen stehe, ich glaube es auch nicht im entferntesten. Im Gegensatz zu den genannten Herren.
Dein Text steht über den Dingen. Er will es nicht. Dennoch: er steht. Wer das nicht wahr haben will, kann gerne Kindergeschichten interpretieren oder Sendungen von RTL. Aber bei Kindergeschichten könnte es sein, dass er noch etwas lernt.
Mach weiter so! LG von Gil.

 Graeculus meinte dazu am 09.01.22 um 15:44:
Wohlgesprochen!

 eiskimo (09.01.22, 17:26)
Mir gefällt sehr  "die Brut aus Soda, Gonorrhö und Babylohn"!
Aber zum  eigentlichen Streitpunkt: Hat sich der nicht längst mangels bekennender Theisten erledigt?
Die Kirchen schaffen sich gerade selber ab, Wozu noch Atheist sein...

 Tula meinte dazu am 09.01.22 um 21:44:
Hallo nadir
Danke für deinen Kommentar. Gewiss, auch die wissenschaftliche Wahrheit ist nicht absolut, vor allem an ihrer 'Front'. Hyphotesen müssen stets bewiesen werden, um als Erkenntnis akzeptiert zu werden, solange bis jemand den Gegenbeweis vorlegt.
Das nehmen andere wiederum gern als scheinheiliges Argument für die Relativierung allen Wissens. Hatte Newton Recht, als ihm der Apfel gewissermaßen auf den Kopf fiel? Natürlich, Einstein hat ihn nicht widerlegt, sondern nur die Grenzen der Anwendbarkeit der von Newton entdeckten Gesetze gezeigt und eine weiter- und übergreifendes Theorie erbracht. Auch diese musste bewiesen werden (einige seiner Vorhersagen). Und so verhält es sich insgesamt mir der Entwicklung des Wissens selbst. Ob Buddha das wahrhaben will oder nicht.

LG
Tula

 Tula meinte dazu am 09.01.22 um 21:50:
Hallo Gil
In der Tat wollte ich keine neue Diskussion entfachen, schon gar keine, die das Thema in alle möglichen Richtungen auswalzt. Was hier aufs Korn genommen wird, dürfte ersichtlich sein und wurde zusätzlich erklärt.

Dir und auch Graeculus herzlichen Dank für den lobenden Zuspruch.

LG
Tula

 Tula meinte dazu am 09.01.22 um 21:56:
Hallo eiskimo
Ich vermute, dass einem gestandenen Theologen die Frage nach dem 'was fehlt dem Atheisten?' mehr oder weniger zu doof ist. Da hat er sicher Tieferes zu durchleuchten.

Dankend lieben Gruß
Tula

 AchterZwerg (10.01.22, 07:31)
Ich saach nur "Patsch!" und lache (wegen der schlafenden Nachbarn) eher halblaut vor mich hin.

Überaus entzückte Grüße
der8.

 Tula meinte dazu am 10.01.22 um 21:33:
Lieber 8er
Du nimmst Rücksicht auf den Nachbarn?
Das muss ein schöner Schneewitwer sein  :D

LG
Tula

 Quoth (10.01.22, 11:22)
Hallo Tula, Du karikierst sehr witzig den Anti-Atheismus. Meine Erfahrung ist, dass Theologen sich meist sehr viel besser mit Atheisten verständigen können als mit ihren bigotten Glaubensbrüdern. Und für mich ist die Bibel eine Fundgrube literarischer und sprachlicher Erquickung - bis an die Grenze, die Christian Lehnert so beschreibt: "Im Abgrund der fragwürdigsten Subjektivität ruht das Geheimnis der Offenbarung." Gruß Quoth

 Tula meinte dazu am 10.01.22 um 21:39:
Hallo Quoth
Da habe ich wenig Zweifel, dass sich die Theologen, d.h. in intellektueller Hinsicht, nicht darüber den Kopf zerbrechen, was mit dem Atheisten 'nicht stimmt'.  Es gibt eben Gelehrte (Theologen) und Propagandisten.

Dankend lieben Gruß
Tula

 Quoth meinte dazu am 10.01.22 um 22:37:
Wahrscheinlich geht es eben eigentlich nicht um Religion und Atheismus, sondern allein um Bigotterie, also um eine besonders überhebliche, anmaßende und aggressive Form von Glauben bzw. Unglauben. Und die wäre in der Tat nur lächerlich, wenn sie nicht auch gefährlich wäre.  Gruß Quoth

 Agnete (10.01.22, 12:41)
gute Satire, Tula. LG von Agnete

 Tula meinte dazu am 10.01.22 um 21:40:
Danke Agnete
LG
Tula

 harzgebirgler (13.02.22, 10:00)
der mensch als das maß aller dinge
legt um den hals selbst sich die schlinge.

lg
harzgebirgler

 Tula meinte dazu am 13.02.22 um 14:24:
Moin
So mancher ist erst wirklich satt,
wenn er ein schönes Feindbild hat.

LG
Tula

 Dieter_Rotmund (13.02.22, 13:43)
Wie hoch ist der derzeitige Babylohn? Höher als der Mindestlohn?

 Tula meinte dazu am 13.02.22 um 14:26:
Hallo Dieter
Gute Frage. Auch darüber ließe sich eine treffliche Verschwörung schmieden. 

LG
Tula
Clara (37)
(28.02.22, 19:40)
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 Tula meinte dazu am 28.02.22 um 21:48:
Hallo Clara
Umgekehrt funktioniert wenigstens bei mir die Satire nicht. Ich habe irgendwie den Eindruck, dass das Maß an Intoleranz in dieser Frage auf der Seite der Gläubigen (d.h. jener, die über ihren Glauben fanatisch werden) doch etwas größer ist, vor allem wenn es gegen Anders-Gläubige geht.
Darüber lässt sich natürlich streiten. Ablehnung bis hin zu Fanatismus ist eben nicht unbedingt an Religion gebunden. Siehe den Krieg in der Ukraine.

LG
Tula
Clara (37) meinte dazu am 01.03.22 um 06:07:
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 Tula meinte dazu am 01.03.22 um 10:21:
Moin Clara
Ich versuche mit der Satire nichts zu verallgemeinern, setze nirgendwo Gläubige mit Fanatikern gleich (im Kommentar 'jene', also nicht alle!); es geht auch weniger um Fanatiker im eigentlichen Sinne.

LG
Tula

Antwort geändert am 01.03.2022 um 10:23 Uhr
Clara (37) meinte dazu am 01.03.22 um 14:22:
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