Adieu, Zeitalter der Vernunft

Gedanke zum Thema Verlust

von  eiskimo

Wir könnten auch wehmütig vom alten Zeitalter der Aufklärung sprechen, englisch „The Age of Enlightment“, im Französischen „Le Siècle des Lumières“, spanisch „Epoca de Illustración“ – wie auch immer: diese Hoch-Zeit der menschlichen Kultur scheint definitiv vorbei, englisch  „over“, französisch  „passé“, spanisch  „pasado“.

Warum? Why? Pourquoi? Porqué?

Es ist so dunkel geworden, düster, um nicht zu sagen finster. Dark, sombre, oscuro.

Denn statt Gewaltenteilung, Vertragstreue und Toleranz herrschen zunehmend Gewalt, Erpressung,  Fremdenhass.

No longer separación raisonnable de poderes, but ... modernes Faustrecht.

Was für ein Rückschritt! What a step backwards, quelle régression, qué retroceso!




Anmerkung von eiskimo:

Warum hier die Schlüsselbegriffe in drei Sprachen?
Weil ich mich zu Vielfalt und "comprehension" bekenne. Und die Sprache des Anderen verstehen, das ist da sehr viel wert...

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Kommentare zu diesem Text


 AchterZwerg (03.04.25, 06:22)
Ja,
die Vernünftigen bekommen zunehmend auf die Fresse.
Oft reicht es schon, wenn sie laut denken. :D 

Die Globalisierung der Blödheit hat halt auch ihre Schattenseiten ...

 eiskimo meinte dazu am 03.04.25 um 08:06:
Du bringst diese Art Zeitenwende wunderbar auf den Punkt - wonderful!  Die "Globalisierung der Blödheit"..... und prompt kommen Dumpfbacken an die Macht. Die Oberdumpfbacke wurde sogar sehenden Auges gewählt.
Finster, finster...
:'(

 Graeculus (03.04.25, 10:59)
Darüber lohnt es sich nachzudenken. Mein erster, historischer Einfall: Die klassische Epoche der Aufklärung mündete in den Terror der Vernunft (Frz. Revolution, Robespierre) und löste als ausdrückliche Gegenbewegung die Romantik (Vergangenheitsorientierung, Schwärmerei, Irrationalismus) aus.
Mir scheint, daß es auch in der weiter zurückliegenden Vergangenheit immer wieder mal eher rational und dann eher irrational denkende Zeiten gab.
Die jetzige Epoche ist eine seltsame Mischung: Den irrationalen Elementen steht ja ein enormes Voranschreiten der Wissenschaften gegenüber.
Wir verstehen die Welt immer besser und reagieren auf sie immer irrationaler?
Dient die Entwicklung von Robotik und KI dem unbewußten Wunsch, den Menschen, also sich selbst, abzuschaffen, ist also letztlich ebenfalls irrational?

 eiskimo antwortete darauf am 03.04.25 um 11:33:
Es war mir klar, dass Du meine Betrachtung als rationaler Beobachter vertiefen würdest. Ich frage mich natürlich auch, warum es diese Phasen tatbereiter Vernunft und dann immer wieder diese Abstürze in rohe Gewalttpolitik gibt. Ein dauerhafter Lernfortschritt ist nicht zu erkennen.
Hoffentlich macht bald irgendeiner wieder das Licht an.
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