Das Schneejahr 1899 fiel beim Erstschneer Aurelius (so wird er im Osten schon zu Lebzeiten genannt, um ihn in die ältere östliche Philosophietradition zu stellen) ab dem Frühsommer gewaltig aus. Doch schon in seinem zweiten Schneejahr fing er an, ein landesweites Schneeethos durchzusetzen, da längst nicht nur Kriegsveteranen es exzessiv schneien ließen. Ihm selbst verhalf der Schnee zu meditativen Durchbrüchen und Transzendenzerfahrungen, und, wie bekannt, zu seiner Lehre der 16 Piedestale (1899).
Das ontologische Kastensystem Aureles geht von 16 Wertstufen von Seelen aus und von dem Wert entsprechender Verkörperung in echten Welten (zu schlechte Verkörperung kann jedoch in Purgatorien und Strafwelten passieren, ja ist sogar der Sinn der Existenz solcher Halbwelten). Damit postuliert Aurele eine unerschütterliche ontologische Ordnung, die sich direkt in der Natur zeigt.
Das Jahr 1911 geht zu Ende, und es ist abzusehen, dass Kiite Aurele nach dem schon winkenden Tod der lebenden Legende Hiite Ingret der größte lebende Philosoph sein wird. Seine Schaffenszeit fällt in die turbulenten Jahre von 1888 bis, wie man es nimmt, zur Gründung des Großstaates von Lxiour am 16.10.1909 als imperiale Erweiterung der seit 1556 existierenden Finisterre, oder zur am 18.10.1911 schriftlich festgestellten Vereinigung der colochmetischen Kleinstaaten in die zukünftige Hegemonialmacht des Westens, oder, bis wir den Krieg gewinnen, in dem wir unsere Hegemonialstellung erkämpfen.
Er ist und bleibt auch ein großer Krieger, und wird nicht nur schriftlich oder mündlich, sondern auch tätlich weitere Beiträge leisten, auf die wir uns freuen.
„Innerhalb der Welt kann ihr Funktionieren im Prinzip vollständig verstanden werden. Den Sinn der Welt kann man nur verstehen, wenn man außerhalb der Welt steht.
Das Bewusstsein kann nur aus der Innenperspektive verstanden werden. Wie es funktioniert, kann nur der Blick von Außen zeigen.
Das Innere des Bewusstseins und das Außerhalb der Welt sind von gleicher Struktur.“
Kiite Aurele, 13.3.1914.
"Bedeutung zum Quadrat ergibt das Bewusstsein als Subjekt (-1). Das ist entscheidend. Denn Subjekt (-1) mal Objekt (1) ergibt wieder Subjekt (-1), bzw. „Alles, was für das Bewusstsein ist, ist im Bewusstsein“. Das wäre der Solipsismus.
Objekt mal Objekt bedeutet 1 mal 1, also wiederum Objekt: nichts, was Objekt ist, kann das Bewusstsein erklären (es bleibt sein Inhalt phänomenal und ihm äußerlich ontologisch).
Subjekt mal Subjekt ist -1 zum Quadrat, also 1 (Objekt). Das ist objektiver Idealismus, und er ist falsch, weil er die innere Dimension des Bewusstseins kassiert.“
Ninlinii im Gespräch mit Aurele, 6.4.1914.
—————
HS 1917 in Arenkord: Vorlesungsreihe über die philosophische Bestimmung des Lebens.
3.9. Äußere und innere Bestimmung des Lebens (Erste-Person-Perspektivmöglichkeit rudimentärster Art ist Mindestensvoraussetzung für Leben).
10.9. Akteur, Fühleur, Beobachter: Was ist das selbsteste Selbst?
17.9. In the End: Was ist am Ende allessens?
24.9. Wer lebt das Leben?
1.10. Leben-Geist-Singularität.
————
Anfang Oktober 1917 reist Aurelius über Land zum War of Duende, trifft Ende Oktober den Carth-Überläufer Xheren Req; der sich ergobene feindliche Offizier berichtet von den Zuständen mutwilliger reaktiver Rückständigkeit: Rebarbarisierung, weil technologisch und kulturell überholt. Loserromantiker aus der ganzen Welt schließen sich den Rebarbaristen an.