Als Kaiser Kunsthaar unduldsam
Zum Gröneland gezogen kam,
Da mußt’ er mit der Infantrie
Durch’s tiefe Meer, ne Idiotie.
Daselbst erhob sich große Not,
Viel Wasser gab’s und wenig Boot.
Und manche dieser Landsoldaten
Sind auf den Meeresgrund geraten.
Die Panzer waren ganz leer im Tank,
Worauf die halbe Besatzung ertrank.
Glück hatte ein Söldner aus Kanada,
Der das Unglück schon lange vor sich sah.
Er diente bei der US-Kavallerie,
Sein Pferdchen schwamm ohne Hysterie
Und hätte sein Herrchen nie aufgegeben.
Es schwamm also um beider Leben.
So kamen sie vor allen andern,
Als Erste an dem fremden Strand an.
Da jagten plötzlich hinter ihnen her
Zehn Eisbären mit ihrem Obereisbär.
Die fingen an, ganz laut zu schmatzen
Und erhoben ihre Tatzen.
Sein Pferdchen ging nur noch im Schritt,
Unser kluger Mann aber forcht sich nit.
Er sah sie an mit freundlichen Blicken
Und dachte, die wollen nur picknicken.
Den Eisbären dauerte es schon zu lang,
Ihr Magenknurren nach Hunger klang.
Dies kannte auch unser Freund zu gut
Und packte aus, was er bei sich trug:
Lebertran aus der Tube und eine Streich-
Wurst aus der Dose und Cracker sogleich.
Als er die Tiere satt gemacht,
Hat er behaglich sie angelacht,
Streicht einem Bären über den Kopf
Und kocht noch einen großen Topf
Gefüllt mit fetten Robbenstücken,
Die sie fraßen mit Gelüst und Entzücken.
Bald sah man zur Rechten wie zur Linken
Die satten Bären im Schnee versinken.
Später leckten sie den Topf noch aus
Und zogen ins weite Eis hinaus.
Und jedem ist’s von diesen Dicken,
Es würde sie nie mehr Hunger zwicken.
Drauf kam daher die Heeresschar,
Die ja zurückgeblieben war.
Die sahen nun in strammen„Habt Acht“,
Welches Werk da unser Held volbracht.
Das hat auch Kaiser Kunsthaar vernommen
Er hieß ihn auf den Golfplatz kommem.
Er sprach: „ Fühl’ dich geehrt !
Aber wer hat dich solchen Unfug gelehrt?“
Der Held bedachte sich nicht lang:
"Die Streiche sind bei uns im Schwang.
Sie sind bekannt im ganzen Reiche.
Und jetzt mach dich vom Acker,
sonst bist du `ne Leiche.“