Alltags Erwachen

Alltagsgedicht zum Thema Wandel

von  niemand



Ein Tag, als fiel er aus der Abfalltonne

[wenn solche wenigstens die Gelbe wäre]

begegnet fahler Sonne, fühlt die Sperre

gegen das Licht und kriecht noch mehr ins Grau.


Der Sonne will solch Handeln nicht gefallen,

sie fährt die fahlen Strahlen aus und sticht

behutsam in die Stunden, doch sie bricht

denn Bann des grauen Alltags damit nicht.


Sie spürt die Ohnmacht und verlangt nach Mut.

Grad schien sie noch an Glut-Mangel zu kranken,

des Tages Wanken jedoch schürt die Wut -

nun wird sie hitzig und kennt keine Schranken.


Sie fährt die Strahlen glühend aus, wie Schwerter,

sticht in die schlappen Stunden und Minuten.

Das hilft des Alltags Grau nicht auszubluten,

doch macht den Tag ein wenig liebenswerter.


Die Lebenssäfte steigen hoch und seit

dem will er nur noch selbst bestimmend handeln,

auf dass sich Stunden und Minuten wandeln

zu einer Grau entmanzipierten Zeit.



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Kommentare zu diesem Text


 Aber (27.01.26, 16:40)
Du bringst es auf den Punkt, meine Liebe.
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