Ein erwachsenes Mädchen kommt im tiefsten Winter
ohne Schal am Bahnhof mir entgegen.
Es zieht meinen Blick, offenbarend den Traum der Lust.
Saftige Mangos, so süß, und volle, straffe,
glatte Busen will ich küssen. Luxus!
Und alles das Süße, was gerne wir neckend beschützen,
lässt uns Lächeln, weil es uns niemals bedroht.
Wo aber die Kraft uns fehlt, da kommt uns die Angst,
und die süße Lissy wird streng zu Elisabeth.
Und alles was lebt, muss lieben den Überschuss:
Muskeln, ihr wohlgeformten Polster der Kraft!
Schönheit, du Zeichnung des Paradieses und Magnet!
Genius, du sprudelnde Quelle des schaffenden Geistes! –
Obsessionen der Klügsten schufen Extrakte
der Erde, alles geschaffen aus roher Natur:
siehe metallic-schwarze S-Klasse-Maybach.
Obwohl die Gewöhnung an Luxus immer uns schwächt,
bleibt es erstaunlich, die Stadt zu durchschweben,
das Land zu durchrasen auf fünfhundert Pferden,
geschmiedet zum göttlichen Hengst und Hotel.
Stattdessen plagt mich kranke Bitternis wieder.
Gegenteil bin ich dessen, was ich will.
Endlos scheint meine Reinigung, äußernd in Schnupfen.
Ohne anders zu können, verschmutz’ ich mich wieder.
Nirgends will ich in der S-Bahn sitzen.
Alle leeren Plätze sind befleckt
mit braunen Spuren. Es stinkt. Verlebte Zombies
husten und schnauben grimmig um sich her.
Wohin will denn das Leben, wenn es nicht tanzt?
Sucht’s nicht bewusstlosen Schlaf als einzigen Frieden?