Tomik

Gedicht zum Thema Menschheitsdämmerung

von  RainerMScholz

Nicht die Lyra

schlage ich,

sondern die Trommeln,

die Zimbeln und die Rasseln,

Pauken dröhnen in der Nacht,

das Donnergrollen

hole ich auf die Erde

und die Blitze

sollen mein Reich erhellen;

doch was erleuchten sie,

wen bringen sie zu Licht,

wer hört das mächtige Getöse,

wozu ist gut

all der Theaterzinnober.

Die Titanen

streiten mit den Göttern

und sind doch verstrickt

in Lebensläufte,

deren Spinnweb

sie nie mehr verlassen werden können,

in ihren Burgen und Bunkern sitzen sie

und wissen nicht,

wer ihre Gefolgschaft ist,

sie hassen die Götter der Himmel,

den Menschen fürchten sie.

So lasst das Getöse beginnen,

bis das Gekröse den Boden düngt,

wenn die Ohnmächtigen

über die Welt

hinfortschreiten,

angeführt von

im Innersten blinden und tauben.



© Rainer M. Scholz



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