Drei Träume

Text

von  Reliwette






                                           

               

 

Stillgeprägte schwarze Straße

neonleuchtend blankes Nass

tief getränkter Hoffnungsschimmer

sind des Menschen Aderlass

Dichtgestützte frohe Menge

sind in königlichem Blau

festgefahren und vergessen:

 Kinder einer fetten Sau!

Machtgetrübte schwache Sinne

sind durch tristes Einerlei

neugesklavt und folgehandelnd

 was Maschinen nützlich sei!

 Fortlenkt der Maschinenknochen

Traumlieb aus des Herzens Glut

und schon wieder rauchen Trümmer

 einer tollen Wahnsinnsbrut…








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Kommentare zu diesem Text


 Saira (02.04.26, 19:51)
Lieber Reli,

dein Gedicht wirkt wie ein düsterer Traum oder eine Vision. Es zeigt eine Welt, in der Menschen ihre Orientierung verlieren – zwischen Hoffnung, Masse, Macht und Maschinen.

Die Bilder zeigen eine Welt, in der das Herz leiser wird und das Funktionieren lauter.

Und doch liegt in all dem ein stilles Warnen: nicht zu vergessen, was uns menschlich macht.

Liebe Grüße
Saira

Kommentar geändert am 02.04.2026 um 19:51 Uhr

 Reliwette meinte dazu am 03.04.26 um 17:30:
Liebe Saira,
danke für Deinen tiefsinnigen Kommentar. Der Text stammt aus einer Schaffensperiode, als ich an den Filmen "Psychodelic Memories" und "Zwischen Traum und Wahrheit" gearbeitet habe. Den surrealistischen Bildabschnitten habe ich diese oder ähliche Texte zugeordnet, welche die düstere Aussage noch verstärkten. Was sich damals abzeichnete ist inzwischen bittere Wahrheit geworden.Es handelt sich dabei um Wortschöpfungen, z.B." stillprägen"  oder ", "dichtstützen".machttrüben und "fortlenken".Es mutet an wie Orthografiefehler, haben aber eine verstärkende Absicht als Hintergrund. Aber du hast das gut erkannt!
Ein lieber Gruß!
Reli

Antwort geändert am 03.04.2026 um 17:32 Uhr
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