Veranlagungen

Gedicht zum Thema Außenseiter

von  niemand



Sobald, erpicht aufs Sonnenlicht,

sich Blicke heben,

um aufzuleben,

wenn der grelle Schein sie sticht,


denk ich geblendet: Hierbei endet

mein Bestreben -

mich dann zu geben,

wie die andern, kann ich nicht.


Mir schafft das Pein, ich mag den Schein

gedämpften Lichtes,

denn etwas Schlichtes

ist, was gern mein Auge schaut.


Fühl mich geborgen oft am Morgen -

aus dem bricht es,

ein mäßig dichtes

Grau, vor dem mir niemals graut.


Dann schwebt der Tag, wie ich ihn mag,

im feinsten Schleier,

durch Feld und Weiher

und verzaubert mir das Sein


Ich schau entzückt, so zart geschmückt

wirkt leicht und frei er.

Sogar der Reiher

nickt mir zu auf einem Bein.








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