Haus-Chat
Kurzprosa zum Thema Gesellschaft/ Soziales
von Saira
Kommentare zu diesem Text
Hallo Saira, beim Lesen komme ich auf die Idee, dass die Influencerin gar nicht mit den Leuten aus dem Haus sprechen könnte oder nicht ehrlich, sie könnte zum Beispiel an die Miete denken, an ihre Scham vielleicht auch, vielleicht fühlt sie sich in der körperlichen Öffentlichkeit gar nicht wohl, sie trägt die Kopfhörer als Ausrede, um sich abzuschirmen, dann sagt sie etwas, das die Vorurteile der anderen bestätigt, die Scham bzw. Angst vor Gesichtsverlust lässt sie kalt, ignorant, unsympathisch, defensiv wirken. Die Kompressionsstrümpfe ließe ich unerwähnt. Ich denke immer, es gibt nicht nur Vorurteile und dahinter perfekte Menschen, es ist auch unfair einen nichtperfekten Menschen abzuurteilen. Ich persönlich würde den Schlusspunkt nach
setzen.
Das sollen alles nur Anregungen sein, die mir selbst beim Lesen spontan kamen, es ist keine Kritik am Text, wenn du nichts damit anfangen kannst, fühle dich nicht bemüßigt, etwas rauszuholen, was für dich nicht drinsteckt. LG!
Darunter drei Daumen-hoch-Emojis.
Das sollen alles nur Anregungen sein, die mir selbst beim Lesen spontan kamen, es ist keine Kritik am Text, wenn du nichts damit anfangen kannst, fühle dich nicht bemüßigt, etwas rauszuholen, was für dich nicht drinsteckt. LG!
Hallo adlibitum,
vielen Dank für deine Gedanken! Du hast Recht, die Kopfhörer könnten tatsächlich als Schutzschild dienen, ein kleiner Panzer gegen die Blicke und Vorurteile der anderen.
Ich sehe auch, was du mit den Kompressionsstrümpfen meinst. Sie waren eigentlich ein winziges Detail, das zeigen sollte: Jeder trägt seine eigenen kleinen Geschichten und Sorgen mit sich herum, auch wenn sie auf den ersten Blick banal wirken.
Besonders dein Vorschlag zum Schluss hat mich überzeugt. Je länger ich darüber nachdenke, desto stimmiger erscheint es mir, den Text tatsächlich nach den Daumen-hoch-Emojis enden zu lassen. Die Pointe sitzt dort eigentlich schon, und die Stille danach spricht für sich. Diesen Hinweis werde ich gerne übernehmen.
Danke für deine aufmerksame Rückmeldung und die Anregungen. So etwas hilft mir immer, einen Text noch einmal mit anderen Augen zu betrachten.
Liebe Grüße
Saira
vielen Dank für deine Gedanken! Du hast Recht, die Kopfhörer könnten tatsächlich als Schutzschild dienen, ein kleiner Panzer gegen die Blicke und Vorurteile der anderen.
Ich sehe auch, was du mit den Kompressionsstrümpfen meinst. Sie waren eigentlich ein winziges Detail, das zeigen sollte: Jeder trägt seine eigenen kleinen Geschichten und Sorgen mit sich herum, auch wenn sie auf den ersten Blick banal wirken.
Besonders dein Vorschlag zum Schluss hat mich überzeugt. Je länger ich darüber nachdenke, desto stimmiger erscheint es mir, den Text tatsächlich nach den Daumen-hoch-Emojis enden zu lassen. Die Pointe sitzt dort eigentlich schon, und die Stille danach spricht für sich. Diesen Hinweis werde ich gerne übernehmen.
Danke für deine aufmerksame Rückmeldung und die Anregungen. So etwas hilft mir immer, einen Text noch einmal mit anderen Augen zu betrachten.
Liebe Grüße
Saira
Hallo Saira,
so eine Hausgemeinschaft hat es in sich. Es gibt andererseits Hausgemeinschaften, deren Bewohner sich nur zu den Haussitzungen treffen, um einen Vorschlag abzuarbeiten, ob die Balkone neue FLIESEN BEKOMMEN SOLLEN, oder einen neuen Fassadenanstrich.
Diese Situationen finden wir hauptsächlich in mehrstöckigen Etagen mit Eigentumswohnungen. Da gibt es Pensionäre, die nichts anderes im Sinn haben, als neue Renovierungsideen zu entwerfen und andere Nachbarn in hohe Kosten zu stürzen, haben ihre Freude daran.
Wo Menschen in unmittelbarer Nachbarschschft wohnen, kann aber genau das passieren, was du aufgeschlüsselt hast.
Ich rate nur jedem:"Augen auf beim Kauen!"
Lieber Gruß! Reli
so eine Hausgemeinschaft hat es in sich. Es gibt andererseits Hausgemeinschaften, deren Bewohner sich nur zu den Haussitzungen treffen, um einen Vorschlag abzuarbeiten, ob die Balkone neue FLIESEN BEKOMMEN SOLLEN, oder einen neuen Fassadenanstrich.
Diese Situationen finden wir hauptsächlich in mehrstöckigen Etagen mit Eigentumswohnungen. Da gibt es Pensionäre, die nichts anderes im Sinn haben, als neue Renovierungsideen zu entwerfen und andere Nachbarn in hohe Kosten zu stürzen, haben ihre Freude daran.
Wo Menschen in unmittelbarer Nachbarschschft wohnen, kann aber genau das passieren, was du aufgeschlüsselt hast.
Ich rate nur jedem:"Augen auf beim Kauen!"
Lieber Gruß! Reli
Lieber Reli,
vielen Dank für deinen Kommentar.
Eigentlich steckt in meinem Text auch ein wenig Gesellschaftskritik. Während viele Menschen finanziell unter Druck stehen und die Nachrichten voller Krisen sind, wird die Aufmerksamkeit oft auf den Nachbarn, die Nachbarin, ein Paket oder einen schiefen Fahrradsattel gelenkt.
Mich interessiert dieser Widerspruch.
Liebe Grüße
Saira
vielen Dank für deinen Kommentar.
Eigentlich steckt in meinem Text auch ein wenig Gesellschaftskritik. Während viele Menschen finanziell unter Druck stehen und die Nachrichten voller Krisen sind, wird die Aufmerksamkeit oft auf den Nachbarn, die Nachbarin, ein Paket oder einen schiefen Fahrradsattel gelenkt.
Mich interessiert dieser Widerspruch.
Liebe Grüße
Saira
Diese Kommunikation im Hausflur hätte durchaus auch im Internet stattfinden können. Die Menschen ändern sich nicht. Missgunst, Neid und den Drang, irgendwo dazuzugehören, gab es, gibt es und wird es weiterhin geben.
Mir gefällt die realistische Szene. Ich war beim Lesen sofort mittendrinn.
Liebe Grüße
Kerstin
Mir gefällt die realistische Szene. Ich war beim Lesen sofort mittendrinn.
Liebe Grüße
Kerstin
Danke, Kerstin! Ja, die Szene sollte diese alltägliche Mischung aus Missgunst, Neugier und dem Wunsch, dazuzugehören, einfangen.
Es freut mich sehr, dass du dich beim Lesen direkt mittendrinn gefühlt hast. Genau dieses unmittelbare Gefühl wollte ich vermitteln.
Liebe Grüße
Sigi
Es freut mich sehr, dass du dich beim Lesen direkt mittendrinn gefühlt hast. Genau dieses unmittelbare Gefühl wollte ich vermitteln.
Liebe Grüße
Sigi