Morgenblatt am 31.05.2026
Innerer Monolog zum Thema Morgenstimmung
von franky
Anmerkung von franky:
Es ist gut, dass wir uns nicht mehr an Alles erinnern können.
Der schlimmste Streit hat seine Zacken verloren.
Er pulsiert kaum nachhaltig in einem dumpfen Gewirr von
wabbelnder Masse, deren Halbzeitwert schon abgelaufen ist.
Ein Prost auf die Vergesslichkeit,
sie erspart uns jeglichem Schuldgefühls.
Unser Interesse gebührt den nächsten Hundert Stufen
hinauf in die Ewigkeit.
Raus mit der Brust und rein mit dem Bauch.
Husten rasselt wie ein Gartenschlauch.
Beim ersten Schluckauf wird gekotzt,
und in den Hemdärmel gerotzt.
Wir sind stolz auf unser Lebenswerk,
Jing und Jang haben schon einen Warenkorb gefüllt.
Wir trotten die Steilküste entlang
und hoffen auf eine sanfte Flut,
die uns den Aufstieg erspart.
Rette sich wer kann!
Aus unersichtlichen Gründen wird Halt gemacht.
Da taumelt ein Besoffener aus dem Wartezimmer,
beim versucht eine Toilette zu finden,
stolpert er über die Treppe in den zehnten Stock,
und wird vom Notarzt Erstversorgt.
Nach Urinabgabe kann er vom Helikopter ausgeflogen werden.
Kein Wort mehr über zu hoher Krankenversicherungsbeiträge.
Redaktionsschluss um 10:00 31.05.2026