Morgenblatt am 19.05.2026

Innerer Monolog zum Thema Morgenstimmung

von  franky

Ich stehe vor der leeren Leinwand

und warte dass das Spiel beginnt.

Es ist nur ein Rauschen in den Lautsprechern hörbar.

Verständnislos drehe ich an den Knöpfen,

doch nichts rührt sich.

Ohne einem Knacks in der Birne ist das Rauschen weg.

eine digitale Pause schiebt sich über mein Trommelfeld.

Ihr Bemühen ist klebrig

und klammert sich eindringlich ans Blackout. 

Ein grüner Kugelschreiber springt ins Bild,

jongliert 2 Radieschen und 3 Tomaten auf seinem Rücken.

Mit spitzen Fingern versuche ich der Früchte habhaft zu werden.

Der Kuli schreibt etwas in meine linkes Auge:

„Mach dir keine falschen Hoffnungen, der Zug ist abgefahren!“

 

Im Beichtstuhl hängen verschiedenfärbige Glocken.

Der Pfarrer hat keine Gewissenspisse,

wenn er den Bimmel an die Wand knallt.  

Der Kirchturm zerbricht in Tausend Stücke.  

Das Gipfelkreuz endet im Mülleimer.

Wer will das Fragliche später noch ans Licht zerren.

 

Die Spritpreisbremse übt sich in Sparsamkeit.

Bei jedem Gang zur nächsten Zanksäule

Krümmt sich der Abzugshahn.  

Die leeren Versprechungen

hacken sich gegenseitig kein Auge aus.

„Wo nichts war, kann auch nichts sein.“

Schwerfällig und träge blättert das Gesetzbuch

in die nächstgelegene Pleite.

 

Redaktionsschluss um 10:45 19.05.2026



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Kommentare zu diesem Text


 DanceWith1Life (19.05.26, 13:33)
Wie sagte das der Weise, warum in die Apokalypse schweifen, wenn die Pleite liegt so nah.
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