Ich stehe vor der leeren Leinwand
und warte dass das Spiel beginnt.
Es ist nur ein Rauschen in den Lautsprechern hörbar.
Verständnislos drehe ich an den Knöpfen,
doch nichts rührt sich.
Ohne einem Knacks in der Birne ist das Rauschen weg.
eine digitale Pause schiebt sich über mein Trommelfeld.
Ihr Bemühen ist klebrig
und klammert sich eindringlich ans Blackout.
Ein grüner Kugelschreiber springt ins Bild,
jongliert 2 Radieschen und 3 Tomaten auf seinem Rücken.
Mit spitzen Fingern versuche ich der Früchte habhaft zu werden.
Der Kuli schreibt etwas in meine linkes Auge:
„Mach dir keine falschen Hoffnungen, der Zug ist abgefahren!“
Im Beichtstuhl hängen verschiedenfärbige Glocken.
Der Pfarrer hat keine Gewissenspisse,
wenn er den Bimmel an die Wand knallt.
Der Kirchturm zerbricht in Tausend Stücke.
Das Gipfelkreuz endet im Mülleimer.
Wer will das Fragliche später noch ans Licht zerren.
Die Spritpreisbremse übt sich in Sparsamkeit.
Bei jedem Gang zur nächsten Zanksäule
Krümmt sich der Abzugshahn.
Die leeren Versprechungen
hacken sich gegenseitig kein Auge aus.
„Wo nichts war, kann auch nichts sein.“
Schwerfällig und träge blättert das Gesetzbuch
in die nächstgelegene Pleite.
Redaktionsschluss um 10:45 19.05.2026