KI und Kunst

Text

von  Bergmann

Ich benutze KI ja selber schon. Allerdings nicht für das primäre Schreiben. KI wird sich enorm weiterentwickeln. Am spannendsten für mich die Frage: ob KI ein Werkzeug des Künstlers bleibt oder inwieweit es schließlich den Künstler sogar ersetzt. Ich kann mir vorstellen, dass viele Künstler (zu denen ich mich auch rechne) von KI in Kürze überboten werden. KI ist ja dann auch mehr als ein traditionelles Werkzeug, und ich denke, dass der Künstler der Zukunft nicht umhinkommt, dieses Werkzeug beim Bild anzugeben. Ich rechne damit, dass da - je nach Schöpferkraft des Menschenkünstlers - großartige Werke entstehen können. Ob der Menschenkünstler am Ende überflüssig wird - das weiß ich jetzt noch nicht. Ich kann mir vorstellen, dass ein menschlicher Schöpfer ein KI-Vorprogramm einsetzt, das das ausführende KI-Programm steuert. Es können so wahrscheinlich mehrere Vorprogramme miteinander konbiniert werden. In jeder Phase kann sich der menschliche Schöpfer einschalten und eingreifen. Immerhin bleibt beim Menschenschöpfer noch die Ur-Idee und die Koordination der KI-Programme. Ich kann mir 3-D-Fabriken vorstellen, die schließlich auch großformatige Kunstwerke 'drucken'. Das schließt die Bildhauerei und Architektur ein. Hebt sich so die Kunst und das Künstlertum selbst auf? Vielleicht. Es wäre am Ende Menschenwerk. Dass KI den Menschen ausschließt, glaube ich nicht. Wenn doch, so war der Mensch selber der Autor seines Todes und seiner Kunst.

7.8.26 


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Kommentare zu diesem Text


 Aber (07.08.26, 20:26)
Du wirst Dich bestimmt gegen Klaus Igelmann behaupten, lieber Bergmann.

 Augustus (07.08.26, 20:37)
Ja, die Zukunft gehört der KI. Sie wird die Menschen in vielen Bereichen verdrängen. Kunst und Literatur wird zwar von der KI dominiert; aber wenn sich alle daran gewöhnt haben, dass die KI die Werke erstellt hat, wird die Frage sein, wie aus der Vielfalt der Kunstwerke überhaupt noch der Konsument bedient wird. Vllt wird es nur noch auf die Themen ankommen, wenn die Qualität überall gleich gut ist.

 Aber meinte dazu am 07.08.26 um 20:39:
Meine letzten Texte habe ich auch schon mit Klaus Igelmann geschrieben und nicht wenig Beachtung gefunden.

 eiskimo (07.08.26, 21:19)
Ich schlage mal den Bogen zur Kochkunst. Da wird KI sicher in der Lage sein, eine Tütchensuppe zu komponieren nach Vorgabe von maximalem Preis und gewünschter Geschmacksrichtung. KI aber wird nie die mit viel Gaumen und Erfahrung entstandene Rezeptur eines Sternekochs hinkriegen - da sind Elemente im Spiel, die nicht operationalisierbar sind. Gut so.
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