Hundsgemein

Sonett

von  Janna


Du sagst, du willst für mich das Allerbeste,
wenn du mich an den Brüsten fast erdrückst
und meinen Hals mit Strass und Silber schmückst!
Das  passe gut zur neuen Nappaweste.

Ich darf zum Kuscheln deine Bettstatt nutzen;
ich bin stets frisch gebadet und gestylt,
wie es sich schickt, wenn man die Laken teilt.
Was ich nie darf: mein hübsches Fell beschmutzen.

Kaum lässt du mich im Wald kurz von der Leine,
schwups, bringe ich die Hundewelt ins Reine.
Mir stinkt, Madame, zu menschlich dein Odeur

und schon passiert ein tierisches Malheur.
Ich wälze mich verzückt in Schlamm und Kot
und  scheiße auf dein Reinheitsangebot



Anmerkung von Janna:

2008

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