Grill. Ungeheuer. Sonntag.
Am Tag des Herrn ist keiner mehr der Herr:
Die Schwaden ziehen von den Grillmaschinen,
Verbreiten Neid auf vielen Nachbarmienen
Und legen sich als Steak auf Grillgeschirr.
Das Weizen steigt in Köpfe und macht wirr.
Der eine Mann vergisst das Schnitzelwenden.
Es wird geschwärzt im Hund verenden,
Der lauthals bellt zu lautem Kindsgeplärr.
Der Tag heißt nach der Sonne, die jetzt sticht.
Im Bier drehn die Gedanken schon mal durch.
Der Frau des Hauses trägt ein Rotgesicht.
Der Tofu wird zu Kohle und fängt Feuer.
„Kannst du das schnell mal löschen, alter Schlurch?“
Der Mann am Grill mutiert zum Ungeheuer.