Grill. Ungeheuer. Sonntag.

Sonett zum Thema Allzu Menschliches

von  Walther

Grill. Ungeheuer. Sonntag.


Am Tag des Herrn ist keiner mehr der Herr:

Die Schwaden ziehen von den Grillmaschinen,

Verbreiten Neid auf vielen Nachbarmienen

Und legen sich als Steak auf Grillgeschirr.


Das Weizen steigt in Köpfe und macht wirr.

Der eine Mann vergisst das Schnitzelwenden.

Es wird geschwärzt im Hund verenden,

Der lauthals bellt zu lautem Kindsgeplärr.


Der Tag heißt nach der Sonne, die jetzt sticht.

Im Bier drehn die Gedanken schon mal durch.

Der Frau des Hauses trägt ein Rotgesicht.


Der Tofu wird zu Kohle und fängt Feuer.

„Kannst du das schnell mal löschen, alter Schlurch?“

Der Mann am Grill mutiert zum Ungeheuer.



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Kommentare zu diesem Text


 Jack (13.07.26, 15:28)
Und keine Worte über Ukrainen
der Dichter fällt nunmehr, und so ist gut.
Man besser einfach einfach leben tut;
die asozialen Kumpels mit Dubinen
hätten jetzt auch nicht mehr so großen Mut.

 Walther meinte dazu am 13.07.26 um 16:49:
wohl wahr
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