Das Traumblatt

Sonett zum Thema Traum/ Träume

von  Saira

Im Traum vernahm ich einen leisen Klang,
der mich durch einen stillen Garten führte,
bis mich ein Mann mit leiser Hand berührte;
er trat hervor aus einem dunklen Gang.

 

Er hielt ein Blatt, aus dem ein Mädchen sang,
von einer Angst, die sie seit Jahren spürte.
Ich stand und schwieg, weil mich ihr Schicksal rührte,
bis auch der letzte Ton im Wind verklang.

 

Er sprach: „Das Blatt verrät die Wahrheit nicht,
doch kannst du diesem Kind die Stimme geben.
Bewahr den Traum und dieses kleine Licht.“

 

Sie stand im Regen, sah die Blätter schweben.
Am Morgen sah ich sie, vergaß sie nicht.
Ich schrieb, und ihre Welt begann zu leben.

 

 

 

©Sigrun Al-Badri/ 2026



Hinweis: Der Verfasser wünscht generell keine Kommentare von niemand, Citronella, Moppel, Verlo und Otto.

Hinweis: Du kannst diesen Text leider nicht kommentieren, da der Verfasser keine Kommentare von nicht angemeldeten Nutzern erlaubt.

Kommentare zu diesem Text


 Reliwette (12.10.26, 10:49)
Liebe Saira,
eine wunderschöne Metapher, wunderbare Lyrik. Toll!
  Lieber Gruß! Reli
Zur Zeit online: