Zwischen Nacht und Gras

Gedicht zum Thema Traum/ Träume

von  Saira

Als die Nacht gebrochen war,

hallten noch die Träume nach

und die Dunkelheit gebar

Stille, die von Schwere sprach.

Als die Nacht gebrochen war.

 

Als sich die Furcht im Licht verlor,

starb die Nacht in meinem Arm

und im Schein vom Schattentor

fror ich, doch mein Herz blieb warm.

Als sich die Furcht im Licht verlor.

 

Als mich früh die Stunde rief,

lag der Schlaf noch bleich und matt,

dass ich fast den Ruf verschlief

und mein Atem klang wie Glas.

Als mich früh die Stunde rief.

 

Als mein Haar den Wind einfing,

gaben mich die Ängste frei

und ein junger Morgen ging

vom frühen Tau gestreift vorbei.

Als mein Haar den Wind einfing.

 

Duftend schmeichelt dichtes Gras,

über mir schließt sich die Welt,

die ich manchmal schon vergaß.

 

 

 

 

 

 

©Sigrun Al-Badri/2026



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Kommentare zu diesem Text


 Reliwette (08.05.26, 09:25)
Wunderschöner etwas melancholisches Gedicht, liebe Saira. Träume können den Menschen wirren, wenn die Nacht gebrochen ist. Doch auch Zuversicht klettert dazwischen, mischt sich real ein und lässt den Traum im Licht erscheinen.Du hast dein träumerisches Erleben meisterhaft in Solben gekleidet. Du bist eine ausgezeichnete Silbenweberin, liebe Saira. Dein Text ruft und erlebt Anerkennung!
Der Reli winkt zauberhaft güßend zu Dir herüber!
Summa cum laude!
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