St. Martin reitet aus der Stadt

Gedicht

von  Janna



St. Martin fühlt sich irritiert.
Man hat den Guten suspendiert.
Die Vorschrift, in Coronazeiten
nicht im Laternenzug zu reiten,
frustriert den Mann, der Mäntel teilt,
weshalb er hin zur Kneipe eilt.

Jedoch hängt dort, ihm zum Verdruss,
ein Schild: Seit gestern ist hier Schluss.
Verärgert steigt er auf sein Pferd
und brüllt: Hier läuft doch was verkehrt!
Da hört er Gottes Stimme grollen:
Du solltest Frömmigkeit mir zollen!

Nun trabt der Martin auf der Stelle
nach Osten hin zu der Kapelle.
Er greift nach seinem Rosenkranz
doch statt Marie im Kerzenglanz
wird er von rotem Licht geblendet,
denn eine Blinkanlage sendet

seit kurzem hier Signale aus.
Ein Fluch rutscht unsrem Martin raus,
sein Pferdchen wiehert in die Nacht
und lässt ganz leise, mit Bedacht,
ein Dutzend Pferdeäpfel fallen.
Dann hört man nur noch Hufschlag hallen.



Anmerkung von Janna:

28.10.20

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Kommentare zu diesem Text

Teichhüpfer (63)
(15.10.24, 12:43)
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 niemand meinte dazu am 15.10.24 um 15:30:
Das Pferd leert sein Gedärm recht heiter, veräppelt fühlt
sich da der Reiter  ;)  könnte man sagen.
Mit schmunzelnden Grüßen, Irene
Teichhüpfer (63) antwortete darauf am 15.10.24 um 17:04:
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 Nanna (15.10.24, 22:50)
Wo isser denn nun hin? Wir brauchen ihn wieder! ;)
LG Nanna
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