Manchmal am Meer
Gedicht zum Thema Selbsterkenntnis
von TassoTuwas
Kommentare zu diesem Text
Hallo TassoTuwas,
mal ein crossover Komm:
Ja, wenn es heimelig knackt und es einem so richtig warm ums Herz wird, dann lebt es sich oberhalb der 6.000.000.000 richtig, richtig, richtig gut und alles andere als erbärmlich. Ach, mach doch mal den Händel lauter, da draußen hat grad irgendwas geschrieen ...
Mit fettem Wanst am schönen Meer grüßt
Lala
mal ein crossover Komm:
Ja, wenn es heimelig knackt und es einem so richtig warm ums Herz wird, dann lebt es sich oberhalb der 6.000.000.000 richtig, richtig, richtig gut und alles andere als erbärmlich. Ach, mach doch mal den Händel lauter, da draußen hat grad irgendwas geschrieen ...
Mit fettem Wanst am schönen Meer grüßt
Lala
Ach Lala, warum so zornig!
Hallo Lala, ich werde Lulu nichts verraten. Zickenkrieg gibts ja nur bei Frauen. Aber ich grüße unzornig zurück. TT
Was kannst Du verraten, tasso, was eh publik ist? Es geht, Lluviagata, nicht um Zorn, sondern um Erbärmlichkeit. Erbärmlich ist es m. E., die eigene Erbärmlichkeit zu verkennen. Nicht, dass ich Händel nicht schätzte und nicht, dass ich das Wohlbehagen, die Zufriedenheit und so paradox es klingt: das seltene Gefühl, zumindest manchmal mit sich im Reinen zu sein, nicht kennen oder gar negativ finden würde. Im Gegenteil. Aber dieses seltene Glück, wenn es denn auch noch untermalt ist mit Händelmusik aus erstklassigem in China gefertigten Hifi Gerät oder auch nur blechernd aus in Shenzhen gefertigten Handys für Hartz Vier Empfänger klirrt, dieses Glück, auf diesem Niveau, in dieser selbstvergessenen, kontemplativen Sichtweise, ist nur einer absoluten Minderheit der Weltbevölkerung vorbehalten und einer noch schmaleren Minderheit ist es vergönnt, es mitteilen zu können. Die anderen 90 % unserer 7.000.000.000 kommen und verschwinden wie der Neandertaler. Herzlich Willlkommen? Sag ich da nicht.
In Shenzhen spannen sie jetzt Netze, damit sich keiner beim Dell oder Apple schrauben mehr das Leben nehmen kann. Zornig bin ich nicht. Aber ich grüble darüber, was erbärmlich ist, und was nicht. Ein fuselfreies Display eines Smartphones gehört in die Kategorie erbärmlich wie schon der Name: Smartphone verdeutlicht. Händel? Tja, keine Ahnung. Da fällt mr ein: ist ein Smartphone ohne Händel denkbar?
In Shenzhen spannen sie jetzt Netze, damit sich keiner beim Dell oder Apple schrauben mehr das Leben nehmen kann. Zornig bin ich nicht. Aber ich grüble darüber, was erbärmlich ist, und was nicht. Ein fuselfreies Display eines Smartphones gehört in die Kategorie erbärmlich wie schon der Name: Smartphone verdeutlicht. Händel? Tja, keine Ahnung. Da fällt mr ein: ist ein Smartphone ohne Händel denkbar?
Also ich habs gegoogelt, Händel hatte kein Smartphone und er war darüber auch nicht unglücklich. Jetzt die ganz große Weltverbesserungskeule zu schwingen und den Zustand dieser Welt zu beklagen, hat nichts damit zu tun, auf was sich mein ausführlicher Kommentar bezog. Niemand hat das Recht, für einen Anderen zu entscheiden, ob sein Leben lebenswert ist oder nicht. Darüber streite ich nicht.
Ich auch nicht. Ich streite um Erbärmlichkeit - also Deine Worte.
*Frieda* (48) meinte dazu am 10.11.11:
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Anne (56)
(02.11.11)
(02.11.11)
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Hallo Anne. Habe mich über deinen Kommentar sehr gefreut. Ich bin eben bekennender Nordseefan und wes das Herz voll ist, des läuft der Mund über. Ich kann also gar nichts dafür )) Liebe Grüße TT
Anne (56) meinte dazu am 02.11.11:
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Ein richtiger Gutelaunetext!
Und die gute Laune steigert sich, wie auch die Manchmal-Verse vom Titel bis zur letzten Strophe (sehr gelungenes Stilmittel!). Auch die drei jeweils achtzeiligen Strophen im Kreuzreim (ich zähle mal die Manchmal-Verse audgrund der entsprechenden Reimendung zur jeweils vorangehenden Strophe) sind gut bebildert und bauen schön aufeinander auf, der Jambus macht sie besonders belodisch und der jeweils losgelöste achte Vers bebildert auf ganz eigene, sehr hübsche Weise ein Gedankentreiben mit Hölzken und Stöcksken, ein Ein- und Ausatmen und sich Erden, ein Runterkommen vom Alltagsstress und all dem, was verhindert, dass man sich selbst spüren und das Leben genießen kann.
Schau vielleicht in S1, V6 noch mal nach dem Metrum, die "unzähligen Abstufungen" lassen sich nur schwer in der Melodie unterbringen. Wie würdest du dort betonen?
In S2, V4 knackst es bestimmt und, nur zur Anregung, in S3, V6 könnte man eventuell "Zumirstreben", weil das so schön zusammenstrebt und sich so auch durch die Form bebildern ließe.
Ein Text, den ich mit Vergnügen gelesen habe.
Liebe Grüße,
Sabine
(Kommentar korrigiert am 02.11.2011)
Und die gute Laune steigert sich, wie auch die Manchmal-Verse vom Titel bis zur letzten Strophe (sehr gelungenes Stilmittel!). Auch die drei jeweils achtzeiligen Strophen im Kreuzreim (ich zähle mal die Manchmal-Verse audgrund der entsprechenden Reimendung zur jeweils vorangehenden Strophe) sind gut bebildert und bauen schön aufeinander auf, der Jambus macht sie besonders belodisch und der jeweils losgelöste achte Vers bebildert auf ganz eigene, sehr hübsche Weise ein Gedankentreiben mit Hölzken und Stöcksken, ein Ein- und Ausatmen und sich Erden, ein Runterkommen vom Alltagsstress und all dem, was verhindert, dass man sich selbst spüren und das Leben genießen kann.
Schau vielleicht in S1, V6 noch mal nach dem Metrum, die "unzähligen Abstufungen" lassen sich nur schwer in der Melodie unterbringen. Wie würdest du dort betonen?
In S2, V4 knackst es bestimmt und, nur zur Anregung, in S3, V6 könnte man eventuell "Zumirstreben", weil das so schön zusammenstrebt und sich so auch durch die Form bebildern ließe.
Ein Text, den ich mit Vergnügen gelesen habe.
Liebe Grüße,
Sabine
(Kommentar korrigiert am 02.11.2011)
Hallo Sabine, nun knackt es. Beim zu einander Streben/Zueinanderstreben habe ich die Münze geworfen und unzählige Abweichungen, hm, wie sag ichs anders? Danke für deine Mühe und das Gesamturteil. Herzliche Grüße TT
Jack (33) meinte dazu am 02.11.11:
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*Frieda* (48) meinte dazu am 10.11.11:
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Jack (33) meinte dazu am 10.11.11:
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*Frieda* (48) meinte dazu am 10.11.11:
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Zitronenfalter (63)
(02.11.11)
(02.11.11)
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Hallo Zitronenfalter, folgender Kompromisvorschlag. Der Betrachter wendet sich zur Landseite, dort gibt es Gräben und Tümpel. Ich denke das geht. Hauptsache schön. LG TT
*Frieda* (48)
(10.11.11)
(10.11.11)
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Ich liebe solche Gedichte. Das Meer hat schreibende Menschen schon immer so sehr fasziniert, das sie ihrer Schaffenskraft nicht entsagen wollen, und immer wieder solche herrlichen Werke wie deines schaffen. Gefällt mir super.
Liebe Grüße Micha
Liebe Grüße Micha
Hallo Micha, vielen Dank. Nun ja, das Meer und die Frauen, mehr braucht es nicht. Oder?? He, wie wäre es mit der Traumfrau am Meer!
Liebe Grüße TT
Liebe Grüße TT
Das wäre wohl zu perfekt. Aber ich träume es mal mit dir gemeinsam. Micha
oft scheint, was man so leben nennt, ein traum
und oft erfüllt der sich auch leider kaum.
lg
harzgebirgler
und oft erfüllt der sich auch leider kaum.
lg
harzgebirgler
Der Mensch braucht eine Nische zum Verschwinden
um in der Abgeschiedenheit sich selbst zu finden!
Herzliche Grüße
TT
um in der Abgeschiedenheit sich selbst zu finden!
Herzliche Grüße
TT