Verbeugung

Gedankengedicht zum Thema Entwicklung(en)

von  Ralf_Renkking

Ich war schon, bevor sich das Wissen ergab, ein Schemen,
ein Schatten, ein flüchtiger Geist, der immerfort durch die Millenien schlich,
mal gasförmig, flüssig, doch eigentlich fest, ich war nicht und dennoch
stets in der Gewissheit,
gewesen zu sein.

Ich bin nur im Jetzt, das sich ständig vermehrt und Leben zu dem macht,
was ewig nicht währt, ich bin wie die Atmung, der Puls in der Leere,
ich lebe und sterbe, ich halte die Ordnung im Chaos auf Kurs, denn ich sehe
im Augenblick jeden Moment
erst dann, wenn er ist.

Ich werde das, was einst gewesen und kommt zwar nicht leugnen, doch wirklich bezeugen kann ich es wohl kaum,
da alles was war sowie ist, nicht aus Lüge noch Wahrheit besteht und letztendlich auch nur wieder verwirrt.


Anmerkung von Ralf_Renkking:

Sonett.

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