Mit der Lupe im Off

Gedanke zum Thema Kosmos

von  eiskimo

Bewegen wir uns frei im Raum, autonom, aus unser selber schöpfend oder sind wir Spielbälle multipler fremder Kräfte, die uns hin und her flippen? Hier mal der Versuch einer genaueren Betrachtung, sozusagen mit der Lupe.

Stell dir vor, du wärest eine Wirkung, also nur die Reaktion auf einen fremden Anstoß; du wärest bloß das, was sich gesetzmäßig einfach ergibt.
Würdest du Einfluss nehmen wollen auf deine Ursache?
Würdest du wissen wollen, ob die wirklich an dir hängt?
Ob sie stolz auf deine Kraft ist, ob sie dich vielleicht aufspart für einen besonderen Moment??
Wäre ja toll. Aber wenn nicht – würdest du dich dann für deine Ursache schämen? Dich lösen?
Sie verfluchen,  jeden Kontakt zu ihr abbrechen, sogar ihre Neutralisierung verlangen?
Vorsicht! Ohne Ursache durchs Leben gehen, nur als amputierte Wirkung, das ist verdammt schwer.
Du wärest nämlich total auf dich selbst zurück geworfen. Sozusagen ein geschlossener Kreislauf, immer nur du um dich selbst. Kein sinnvolles Spiel, denn es wäre … wirkungslos.
Stell dir jetzt vor, dieser Text wäre eine Ursache, ein Anstoß. Und du? Re – agierst du?  Lässt du den Impuls ins Leere laufen?

Kommentare zu diesem Text


 franky (07.06.21)
Hi Eiskimo

Da muss etwas Unbekanntes sein, weil wir die Ursache spüren;
So sind schon Planeten und Sterne entdeckt worden.
Nur in Wirkung verharren, bringt uns keinen MM weiter.
Ist wie eine Warteschleife ohne dass jemals jemand abhebt.

Herzliche Grüße von Franky

 Dieter_Rotmund (07.06.21)
Das ist mir zu wischi-waschi, kann alles oder nichts bedeuten. Nenn' doch mal ein konkretes Beispiel, bitte!

 DanceWith1Life meinte dazu am 07.06.21:
ein wenig flegelhaft, wie oft bei D.R. aber als Denkanstoß berechtigt, finde ich.
Das mit dem "konkreten Beispiel" muss er noch ausgraben, denn das ganz konkrete wäre zu subjektiv, also meiner unmassgeblichen Meinung nach.

 Graeculus antwortete darauf am 07.06.21:
Stichwort: Eltern.

 DanceWith1Life schrieb daraufhin am 08.06.21:
das lag auf der Hand


Sie verfluchen, jeden Kontakt zu ihr abbrechen, sogar ihre Neutralisierung verlangen?
Vorsicht! Ohne Ursache durchs Leben gehen, nur als amputierte Wirkung, das ist verdammt schwer.

dann muss wer aber das hier anders sagen.

 Dieter_Rotmund äußerte darauf am 08.06.21:
"Eltern" würde gut passen, in der Tat.

P.S.: Flegel sagen nicht "bitte".

 Agnete (07.06.21)
den Sinn des Lebens in seiner Ursache suchen um sich selbst zu definieren. Das würde bedeuten, dass die Ursache eine übergeordnete Funktion hätte. Wer gibt ihr die. Wer bestimmt, wem welche Ursache zukommt?
Da kommen wir schnell ins Religiöse und Esoterische. Kismet und
Bestimmung.
Ein Leben, dem eine bestimmte Pflicht zugeordnet ist. Ja, warum nicht. Aber auch der Gegenpol ist lebenswert: Ein Leben, aus dem sich die Bestimmung ergibt.
LG von Agnete

 eiskimo ergänzte dazu am 07.06.21:
Danke, das ist eine tolle philosophische Verdeutlichung!
Lg
Eiskimo

 Soshura (07.06.21)
 humanbiologische Herangehensweise?

Ich persönlich bin der Ansicht, dass die Kausalität von Ursache und Wirkung in ihrer Ausprägung individuell ist. Manche behaupten gar, dass es diese nicht gäbe in ihrer Verallgemeinerung.

Abgesehen davon meinte meine Freundin zu mir, dass es definitiv eine Wirkung hat, wenn sie mir eine klatschen würde. Ich streichelte grinsend mit meiner rechte Hand meine rechte Wange. Sie meinte, dass sie Rechtshänderin sei. Ich konnte nur erwidern, dass hinter einem starken Mann stets eine starke Frau steht. Wir lachten.


 DanceWith1Life meinte dazu am 07.06.21:
ich bin wirklich kein Fan von Versuchen mit Säuglingen, überhaupt ganz und gar nicht, stelle ich immer wieder erstaunt fest.
Der Rest dieses Kommentars hat mich nicht nur gut unterhalten sondern auch auf eine tolle Pointe gebracht.

 eiskimo meinte dazu am 07.06.21:
Wenn ich Ursache eures kleinen Handgemenges sein durfte, begleitet von fröhlichem Lachen- was hätte dem Universum besseres passieren können!
Lg
Eiskimo
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