Verloren

Gedicht zum Thema Ausweglosigkeit/ Dilemma

von  Saira

Am Horizont ziehen Flüchtlinge
die Spur ihrer Träume
hinter sich her.

Verloren in der endlosen Weite der Wüste
bei sengender Hitze
suchen sie die Küste.

Sie finden den Tod.

Sand bedeckt ihre verdorrten Körper
begräbt ihre Träume.





© Sigrun Al-Badri/ 2019



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Kommentare zu diesem Text


 EkkehartMittelberg (16.01.23, 11:44)
Hallo Sigi,

der Verzicht auf Kommentare kann zweierlei Gründe haben. entweder will man einer Peinlichkeit entgehen oder man möchte einen großartigen Wurf nicht zerreden. Ich denke, dass hier Letzteres zutrifft.

Liebe Grüße
Ekki

 Saira meinte dazu am 16.01.23 um 18:03:
Lieber Ekki,
 
Feedbacks schenken dem Schreiber die Möglichkeit, seinen Text mit anderen Augen zu reflektieren oder/ und durch – möglichst konstruktive - Kritik zu überdenken. Auch textbezogenes Lob erfreut 😊. Ich denke, das geht jedem Autor so. Nun schreibe ich aber nicht der Kommentare willen. Ich schreibe, weil es mir ein Herzensbedürfnis ist.
 
Deine Wahrnehmung eines „großartigen Wurfs“ ist für mich ein besonderes Kompliment!
 
Herzliche Grüße
Sigi

 GastIltis (16.01.23, 14:56)
Liebe Sigrun, beim Lesen deines traurigen Gedichts gingen mir folgende Zeilen durch den Kopf:

Wenn die Küste
doch wenigstens
ein hoffnungsfroher
Anfang (vom bitteren
Ende) sein könnte,

dann wäre die Wüste
zumindest der zu
breit geratene
Strand der
unerfüllbaren
Träume.

Sei vielmals gegrüßt von Gil.

 Saira antwortete darauf am 16.01.23 um 18:04:
Lieber Gil,
 
die Wüste, das Meer ... die Orte der unerfüllbaren Träume.
 
Ich danke dir für deinen sehr einfühlsamen Kommentar mit den schönen Versen.
 
Mit ganz lieben Grüßen
Sigrun

 AvaLiam (28.01.23, 21:53)
...mancher dieser Träume findet in einem anonymen Grab - gegraben von mitfühlenden Fischerhänden, beispielsweise - dann doch noch so etwas wie Frieden... 

Ein Bericht dazu seinerzeit hat mich sehr berührt - beinahe so wie deine Worte.

von Herzen grüßt dich
deine Andrea

 Saira schrieb daraufhin am 29.01.23 um 08:38:
Schätzungen zufolge sterben in der Wüste rund dreimal so viele Menschen wie im Meer.

Ich danke dir für deine feinfühligen Worte (wahrscheinlich haben wir den gleichen Bericht gesehen. Er hatte sich bei mir eingebrannt).
 
Mit einer lieben Umarmung
Deine Sigi
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