Ein weiteres Beispiel

Lebensweisheit zum Thema Sprache/ Sprachen

von  LotharAtzert

„Ein typisches Beispiel, das auch in der Sprache verankert ist, ist das „Naturgesetz“. Der Begriff „Naturgesetz“ bringt die Natur in die Nähe der sozialen Regelungen, weil ein „Naturgesetz“ kann es nicht geben. Ein Gesetz geht immer von Regelungen aus, die von einem Subjekt festgelegt werden. Das Subjekt hat aber die Regelungen des Gesetzes über die Natur nicht zu treffen und kann sie auch nicht treffen. Also ist der Begriff „Naturgesetz“ eine Sprachlüge, die ganz deutlich macht, daß man selbst als Gesetz sich zu Gott erhebt im Sinne des Gesetzes über die Natur, um diese in seiner eigenen Macht verbrauchen, oder bestimmen zu können. Denn eigentlich müßte es nicht „Naturgesetz“, sondern „Naturbestimmung“ heißen.“

W. D. Das Urteil des Empfindens.

 

Der Grund, warum ich das zitiere, ist nicht etwa die Hoffnung, (-man unterstellt mir lauhals „Sendungsbewußtsein“) daß einer die Tiefe des Gesagten auslotet, sondern, wie ich beim hehner schon andeutete, daß es sich bei solchen Gedanken um Samen handelt, die, irgendwann-irgendwo, einmal aufgehen – oder auch nicht. Auch in der Natur gehen ja die meisten Samen verloren, während nur die Wenigsten und Gesündesten ihren Frühling erleben. Alle (Irr-)Fahrt beinhaltet die Gefahr des Scheiterns, aber auch die Erfahrung am Ende der Fahrt, die über die Subjektivität hinausgeht und folglich für alle Wesen einen Segen beinhaltet, während die Daheimgebliebenen, die über alles informiert sind, tief in den Abgründen der Sprachlügen sich nur in den Kollektiven über Wasser halten können.

 

Döbereiner nennt viele weitere Sprachlügen, so auch den Unterschied zwischen Gefühl und Empfindung. Wo sich das Gefühl (= tasten in den Umraum) immer mehr durchsetzt, wird das Empfinden (als ein subjektives „in mir zu findendes“) zurückgedrängt, bzw. falsch benutzt und zwar kollektiv. Durch die vier verschiedenen Gründe klärt sich schon vieles vonselbst. Zum Beispiel ist der Begriff „Naturgesetz“ in der Causa materialis angesetzt, während die Naturbestimmung im finalen Grund … gründet. Und zwar prinzipiell urgründig.




Anmerkung von LotharAtzert:

Fortsetzung Teil 2:    https://keinverlag.de/492696.text

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Kommentare zu diesem Text


 Graeculus (04.11.24, 16:47)
Wenn man "Gesetz" so definiert, dann ergibt sich das Problem bei Naturgesetzen. Aber nur dann.
Allerdings muß man dann erklären, wieso Bestimmungen nicht von einem Subjekt festgelegt werden. Das eine als subjekt-gemacht zu bezeichnen, das andere aber nicht, hat etwas Willkürliches.

Definitionen sind menschengemacht; aber sie sollten konsequent festgelegt werden.

Außerdem hat man es bei Naturwissenschaften nicht mit einem speziell deutschen Phänomen zu tun, weshalb also nachgeschaut werden müßte, wie andere Sprachen das handhaben.
Mein geliebtes Griechisch, dem unser abendländisches Denken ja entstammt, kennt νόμος allgemein als Gesetz, θεσμός als göttliches Gesetz und ἀνάγκη als Naturgesetz.
Nicht daß die Griechen sich in ihrem Sprachgebrauch immer brav an diese Unterscheidung gehalten hätten - denn einen Duden gab es noch nicht.

 Graeculus meinte dazu am 04.11.24 um 16:49:
Ferner bleibt Kants Frage, ob nicht auch die Naturgesetze vom erkennenden Subjekt abhängen, während uns die Natur an sich, erkenntnisunabhängig, überhaupt nicht zugänglich ist.

 Graeculus antwortete darauf am 04.11.24 um 17:01:
Man muß den ganzen Döbereinerianismus erstmal als Prämisse übernehmen, dann wirkt alles weitere einleuchtend.
Doch das heißt ja nichts anderes, als in die Schule, das Kollektiv eines Gurus einzutreten und gläubig zu werden.
Das sei mir fern.

 LotharAtzert schrieb daraufhin am 04.11.24 um 20:07:
Danke erstmal für die Dreifachpost. Ich werde mich dem morgen mit frischen Kräften widmen, sofern mir noch ein morgen vom Schicksal zugestanden wird.

 Graeculus äußerte darauf am 04.11.24 um 20:36:
Hoffen wir es. Ich selbst werde allerdings in der bevorstehenden Woche aus externen Gründen zurückhaltend sein (was nichts mit kV zu tun hat).

 LotharAtzert ergänzte dazu am 05.11.24 um 12:52:
Die Hoffnung hat sich erfüllt, vielen Dank dafür.



Im Folgenden will ich versuchen, den Jahreskreislauf mit dem Kreislauf der 4 Causae, also Gründe, in Übereinstimmung zu bringen, dabei hin und wieder sowohl in Deutsch, als auch im fremdsprachlichen Begriff schreiben, da viele Leser den einen, aber nicht den anderen Begriff verstehen, obwohl es völlig übereinstimmt. Das erzeugt längere Sätze, was manche (mich eingeschlossen) nervt, aber man kann es nicht jedem recht machen.
Die Sichtweise aus dem Altgriechischen lasse ich beiseite, da ich, wie die meisten Leser, nunmal kein Altgriechisch spreche.

 

„Allerdings muß man dann erklären, wieso Bestimmungen nicht von einem Subjekt festgelegt werden. Das eine als subjekt-gemacht zu bezeichnen, das andere aber nicht, hat etwas Willkürliches.“

Bestimmung ist die Bestimmung des Unbestimmten. Wie wollen wir das Unbestimmte bestimmen, solange es, ähnlich wie das Unbewußte unbewußt, unbestimmt ist?

Der Jahreskreis fängt ca. am 21. März mit dem Frühlingsbeginn durch die Sonne auf 0° Widder an. Dh. in der Natur (am Beispiel Kirschbaum im Folgenden dargestellt) beginnt ein Knacken und Aufplatzen der Schutzhüllen der Samen. Was hervortritt, ist zunächst weiss, später grün und – nach vier Wochen – zeigen sich Blüten, die, wiederum vier Wochen später, sich in etwas verwandeln, was erst später Frucht genannt wird.

Also der Grundkreislauf: es erscheint etwas unvermittelt und frisch. Was wollen wir nehmen? – Vielleicht den Ton, der später final Teeschale sein wird? Im 2. Stadium ist es der Stoff, der Körper des Tons, der im dritten Stadium von der Erde unterscheidbar wird. Jetzt kommt der Cutt. Austrieb, Blüte und Verwandlung sind mit allem was dazugehört (Sicherung des Ausgetriebenen) abgeschlossen, es folgt der bewirkende Grund:

Beim Mensch ist es das Empfinden, wobei die Frage, woher das Empfundene „stammt“, hier natürlich noch im Dunkeln liegt, können aber schon im Hinterkopf  behalten, daß die Empfindung das in sich findet, was im formalen Grund als Bauplan zur Gestalt des Kirschbaums von der Bestimmung des Unbestimmten (Finalgrund) bereits im Formgrund entsprechend gefügt wird. Doch weiter, - nach dem Empfundenen erfolgt in der 2. Phase des bewirkenden Grundes, der Ausdruck des Emfindens, unsere Sauerkirsche wird prall, sauersaftig und tiefrot, ganz ohne daß ein Subjekt dies so festgelegt hätte, wie Du ja treffend erkannt hast. Und jetzt sind wir auch schon am Ende der unteren Hälfte. Die Sonne steht in der Jungfrau und diese ist das ängstlichste Zeichen der 12, denn sie ahnt: das Ende des Irdischen (Vergänglichkeit) ist nahe und der Himmel bleibt unerreichbar fürs Subjekt. Was aber erreichbar war, ist in ihr vollendet, oder sollte es zumindest sein, falls die Bestimmung eingehalten wurde: die Bewußtheit durch Erfahrung von Schmerz und Leid, mithin die Vernunft, auch gern mal „Realität“ genannt.
           ------------------------------------------
Wegen Desinteresse Deinerseits gibt es die obere Hälfte nun nicht mehr. Jedenfalls nicht an dieser Stelle.

Antwort geändert am 06.11.2024 um 15:08 Uhr
ran (40)
(04.11.24, 18:30)
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 LotharAtzert meinte dazu am 04.11.24 um 20:03:
Du hast den Rest wol nicht mehr zuende gelesen, denn da kommt ja die Begründung:
Das Subjekt hat aber die Regelungen des Gesetzes über die Natur nicht zu treffen und kann sie auch nicht treffen. Also ist der Begriff „Naturgesetz“ eine Sprachlüge, die ganz deutlich macht, daß man selbst als Gesetz sich zu Gott erhebt im Sinne des Gesetzes über die Natur, um diese in seiner eigenen Macht verbrauchen, oder bestimmen zu können. Denn eigentlich müßte es nicht „Naturgesetz“, sondern „Naturbestimmung“ heißen.“
ran (40) meinte dazu am 04.11.24 um 20:28:
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 Graeculus meinte dazu am 04.11.24 um 20:34:
Naturgesetze werden entdeckt (wie Amerika), nicht erfunden und auch nicht per Abstimmung festgelegt.

 LotharAtzert meinte dazu am 04.11.24 um 20:45:
Nat-Ur heißt "nicht ursprünglich" Wie sollte das, was keinen Ursprung aus sich selbst hat, Gesetze aus sich selbst erschaffen? Denk bitte darüber nach, oder lass es bleiben, aber wiederhole nicht den sattsam bekannten Stand-Punkt, der als Sprachlüge der Anmaßenden hier gerade entlarvt wird.
Ich weiß, es ist schwer, gegen alle Kollektive zu artikulieren, aber es hilft ja nix, immer so weiter zu machen.

 LotharAtzert meinte dazu am 04.11.24 um 20:47:
Das hat sich überschnitten.
Ich bin wirklich zu müde zum Diskutieren ... und dann noch gegen die zahlenmäßige Übermacht.
ran (40) meinte dazu am 04.11.24 um 20:49:
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ran (40) meinte dazu am 04.11.24 um 20:52:
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 LotharAtzert meinte dazu am 04.11.24 um 21:01:
So ist es eben nur in euren Köpfen. Naturgesetz ist ein vom Mensch gemachter Funktionsbegriff (ergo: Causa materialis), um die Natur für sich zu nutzen, bzw auszubeuten. Die "Naturbestimmung" findet nicht dort statt, sondern da, wo das Unbestimmte zur Bestimmung kommt, das ist unsere finale Causa. Wollt ihr mal die Güte haben, das im Denken kurz zuzulassen?? Danke!

Der Urgrund beißt auch nicht - also das wäre mir neu.
ran (40) meinte dazu am 04.11.24 um 21:11:
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 LotharAtzert meinte dazu am 04.11.24 um 22:04:
Naturgesetze werden entdeckt (wie Amerika), nicht erfunden und auch nicht per Abstimmung festgelegt.
Was Naturgesetze werden, ist nicht mehr die Frage, sobald der Begriff als falsch erkannt ist. Naturgesetze gibt es nicht wirklich - wegen den oben genannten Gründen.

 LotharAtzert meinte dazu am 05.11.24 um 10:33:
Wie kommst du darauf?
ran - Das ist nicht Dein Ernst - die Erde ist ausgelaugt, "Naturkatastrophen" nehmen zu, die Arten schwinden, Kriege tun ihr Übriges, Abermillionen sind auf der Flucht, Kinder verhungern und Du fragst, wie ich drauf komme?
ran (40) meinte dazu am 05.11.24 um 10:46:
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 LotharAtzert meinte dazu am 05.11.24 um 10:55:
Jaja, darum geht es, daß das nicht stimmt, was die Wissenschaft in ihrer Hybris vorgaukelt. Das ist nicht nur meine Meinung, aber hier bei kV bin ich der letzte Mohikaner.

Hugh
ran (40) meinte dazu am 05.11.24 um 12:28:
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 LotharAtzert meinte dazu am 05.11.24 um 13:26:
was genau stimmt nicht?
Na die Welt stimmt nicht. Es fügt sich nichts mehr. Habs doch oben schon abgeleiert, es geht mit rasender Geschwindigkeit in Richtung Untergang des Lebens Aller und selbst wenn das vermieden werden sollte, ist das eine barbarische, grausame Welt geworden, in der die größten Opfer gebracht werden müssen, damit es vielleicht unsere Kindeskinder wieder etwas lebenswerter vorfinden können.


Wie sagte einer der Schlegelbrüder schon im 19 Jh:
"Freunde, der Boden ist arm; wir müssen reichlich Samen streuen, auf daß uns auch nur mäßige Ernten gedeihen".

Von wegen Samen: nimmt die Spermienzahl nicht auch kontinuierlich ab?

 LotharAtzert meinte dazu am 05.11.24 um 13:37:
... und wenn sich nichts mehr fügt, spricht man von Unfug.
Die Bestimmung des Unbestimmten ist unterbrochen, wenn Du es noch genauer willst. Durch was? Durch simple Verdrängung des finalen Grundes zugunsten von Wissenschaftlichkeit, ich und mein.

Ja, ist schwer anzunehmen, ich weiß.
ran (40) meinte dazu am 05.11.24 um 16:30:
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 LotharAtzert meinte dazu am 05.11.24 um 21:43:
Es gibt keine Naturgesetze!
ran (40) meinte dazu am 06.11.24 um 04:40:
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 LotharAtzert meinte dazu am 06.11.24 um 10:33:
Nenne es "Naturbestimmung" und ich stimme zu.
Nenne es "Naturgesetz" und ich spreche von Hybris. Das Thema ist immer noch Sprache, bzw "Sprachlüge".

 Graeculus meinte dazu am 06.11.24 um 12:11:
Nat-Ur heißt "nicht ursprünglich"

Das soll jetzt der Punkt sein, an dem ich aufgebe.

"Natur" hat eine Etymologie, eine Wortherkunft aus dem Lateinischen ... aber du spürst da irgendetwas in Wörtern. Und bist fest davon überzeugt, daß die Natur deutsch spricht.

Wir scheiden voneinander in der Einsicht, daß keine Verständigung möglich ist.
ran (40) meinte dazu am 06.11.24 um 12:36:
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 Augustus meinte dazu am 06.11.24 um 13:04:
Nat-Ur heißt "nicht ursprünglich" Wie sollte das, was keinen Ursprung aus sich selbst hat, Gesetze aus sich selbst erschaffen?
Welcher Erkenntnis aus der Natur wir eine Bezeichnung geben ist am Ende egal: 
Aus Natur die Bezeichnungen NAT und Ur zu trennen und zu sagen, „nicht natürlich“, verfällst Du demselben Widerspruch, den Du den anderen vorwirfst. In der wörtlichen Bezeichnung von „Etwas“, steckt nicht eine tiefere Wahrheit, ein hinreichender Urgrund, der mehr als ihre objektive Tatsache ist. 
Die. Ezeochnungen sind Behelfe für unseren beschränkten Geist überhaupt annäherungsweise uns über die Sprache zu verständigen. 
Sie hat vielmehr „soziologischen“ Ursprung und ist ein Mittel, dass Menschen untereinander zum Zwecke des Informationsaustauschs sich verständigen können.

Wie hoch der Informationsgehalt in einer Bezeichnung steckt ist bei jedem einzelnen völlig unterschiedlich; aber keine Bezeichnung hat an sich einen tieferen Wahrheitsanspruch. 

Die Gesamtheit der objektiven Strukturen auf unserer Welt hätte können such „Donut“ heißen können statt „Natur“ 

Welche tiefere Wahrheit hättest Du in de Bezeichnung „Donut“ dann gefunden?

Antwort geändert am 06.11.2024 um 13:05 Uhr
ran (40) meinte dazu am 06.11.24 um 13:16:
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 LotharAtzert meinte dazu am 06.11.24 um 14:51:
Sehrgeehrte Dame, werte Herren,
das Thema ist Naturgesetz versus Naturbestimmung und zwar, wie es nach der Münchner Rhythmenlehre gelehrt wird, nämlich durch die vier Quadranten, zwei oben, zwei unten, Kreuz in der Mitte. Nicht ein einziges Wort wurde hierzu von Euch gesagt. Darf man das als Frechheit bezeichnen? Ich meine, Dreistigkeit triffts eher. Bleibt mir doch einfach nur fern, wenn ihrs partout nicht betrachten wollt und keine Fragen in diesem Sinn habt.
Falls ihr meinen Texten aber nicht fern bleibt, nutze ich die Gelegenheit und mach im Text so weiter, wie bisher. Wenn Euch eine Dimension fehlt, nämlich die Causa finalis und es interessiert Euch nicht, was da genau fehlt, so bedauere ich das, kanns aber nicht ändern.

@ Graeculus - gute Reise.

 Graeculus meinte dazu am 06.11.24 um 15:28:
Dazu habe ich, ganz zu Anfang, geschrieben (s.o.):

Wenn man "Gesetz" so definiert, dann ergibt sich das Problem bei Naturgesetzen. Aber nur dann.

Dieser Prämisse Döbereiners schließe ich mich nicht an.
Daß es sinnvoll(er) ist, "Gesetz" anders zu definieren, haben ran und ich erläutert.
Mehr kann ich, können wir nicht sagen.

Danke für den Reisewunsch. Da ich mit der Deutschen Bahn fahre, kann ich ihn gut gebrauchen.

 LotharAtzert meinte dazu am 06.11.24 um 16:45:
Und wenn Du dann in der Bahn Platz genommen hast,  bist Du das Gesetz der Sitzbank, ich verstehe ....

 LotharAtzert meinte dazu am 07.11.24 um 13:31:
Infantiler Kommentar eines Kantianers und meine Antwort darauf
 
„Die. Ezeochnungen* sind Behelfe für unseren beschränkten Geist überhaupt annäherungsweise uns über die Sprache zu verständigen.
Sie hat vielmehr „soziologischen“ Ursprung und ist ein Mittel, dass Menschen untereinander zum Zwecke des Informationsaustauschs sich verständigen können.
 
Wie hoch der Informationsgehalt in einer Bezeichnung steckt ist bei jedem einzelnen völlig unterschiedlich; aber keine Bezeichnung hat an sich einen tieferen Wahrheitsanspruch.
 
Die Gesamtheit der objektiven Strukturen auf unserer Welt hätte können such „Donut“ heißen können statt „Natur“
 
Welche tiefere Wahrheit hättest Du in de Bezeichnung „Donut“ dann gefunden?“
Augustus (* „Bezeichnungen?)
 
Hierzu möchte ich eine Geschichte erzählen, welche sich am 14. 01. 2023 ereignete, oder zutrug. Es war dies mein Geburtstag und meine Schwester lud mich ein, möglicherweise weil sie mich, der ich keine Party veranstaltete, in Einsamkeit wähnte, doch egal, ich nahm an. Es gab dann nachmittags Tee und Kuchen und sie nutzte die Gelegenheit, mich nach wenigen Minuten mit persönlichen  Vorwürfen zu überhäufen, um die es hier nur am Rande geht. Um dem zu entkommen, schlug ich darauf Folgendes vor:
„Laß uns nicht mit Schuldzuweisungen feiern, sondern mit sinnvollen Worten und falls Dir kein Thema einfällt, würde ich eines wissen“ und weil sie diesen Vorschlag (mürrisch) annahm, begann ich über die Nabe des Weltenrades in der buddhistischen Tradition zu referieren. Diese besteht aus den drei Geistesgiften Gier, Haß und Dummheit, welche schier unausrottbar sind, aber für den Einzelnen wandelbar in entsprechende Weisheiten. Und weil sie sich als Sozialapostelin an dem Begriff Dummheit echaufieren könnte, (wer entscheidet, was dumm ist?) nante ich die etwas elegantere, weil bildhaftere Version von Anhaftung, Abneigung und Unwissenheit.
Das hätt ich freilich nicht tun sollen. Nachdem ich noch drauf hinwies, daß Anhaftung analog zum Feuerelement ist – die Flamme verzehrt ihre Nahrung, bevor sie selbst erlischt, - während Abneigung zum Wasserelement gehört, (-warte, ich krieg dich später) hörte ich einen empörten Aufschrei, sie würde an ihrem Hund Rory (Gallagher?) hängen und das wäre auch gut so. Mein zarter Versuch, den Unterschied zwischen hängen und haften ins Bei-Spiel zu bringen (Unterschied zwischen am Strick hängen und an der Pfanne haften), wurde abgewürgt mit dem Hinweis, das hätte mit ihrem Leben alles nichts zu tun und sie müsse jetzt sowieso mit Rory gassi gehen.
 
Der Donat als Geistesgift, … also das hat mit mir alles nichts zu tun, ich muß jetzt erstma meinen Hamster Rudi (Völler?) aus dem Rad holen.

Antwort geändert am 07.11.2024 um 13:44 Uhr

Antwort geändert am 07.11.2024 um 13:47 Uhr

Antwort geändert am 07.11.2024 um 13:48 Uhr

 Teichhüpfer (04.11.24, 21:55)
Das Leben, Lothar, als Subjekt, das ist sehr Neu aus der Forschung, Deutschland Funk, da gibt so Beiträge.

 LotharAtzert meinte dazu am 05.11.24 um 10:39:
Jens, das Leben ist nicht neu. Es ist viele Jahrmillionen alt. Damals gab es noch keinen Deutschlandfunk und irgendwann gibt es den auch nicht mehr, aber das Leben ... als Bakterium, Insekt, was weiß ich ... die Bewußtheit vom Subjekt ist neu, das stimmt.

 Teichhüpfer meinte dazu am 05.11.24 um 13:22:
Der Mensch ist ein kleiner Bestandteil vom Leben. Neu ist die Definition, das Leben als eigenständiges Subjekt, vielleicht der heilige Geist, und die physikalisch vierte Kraft spielt im Universum Ping Pong

Teichi

Antwort geändert am 05.11.2024 um 13:44 Uhr

 LotharAtzert meinte dazu am 05.11.24 um 13:53:
Der heiige Geist ist immer überall, weil raum- und zeitlos. Nur wir Menschen sind die, die sich ihm verschließen.

Jetzt hätt ich fast Halleluja gesagt.
Mondscheinsonate (48)
(06.11.24, 09:07)
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 LotharAtzert meinte dazu am 06.11.24 um 10:17:
„Denn eigentlich müßte es nicht „Naturgesetz“, sondern „Naturbestimmung“ heißen.“

 – darum geht es in der Münchner Rhythmenlehre, die ich über alles schätze. Natürlich können wir das nicht mehr ändern, aber wissen, daß es sich um eine Sprachlüge handelt.
Tatsächlich ist das eine Sache zwischen Steinbock und den Zwillingen. Der Steinbock bestimmt, die Zwillinge regeln. Der Unterschied zwischen Bestimmung und Regelung ist zuallererst mal der Quadrant. Steinbock, mit Wassermann und den Fischen gehört zur Causa finalis, die Zwillinge mit Widder und Stier zur C. materialis, zu der die auch die gesammte Natur gehört.
Widder – die Erscheinung
Stier – Sicherung des Bestands
Zwillinge – Regelung, Vergleich, Unterscheidung etc.
 
Fische (wir fangen immer beim AC an, deshalb die Fische zuerst) – das Unbestimmte, Unbewußte usw.
Wassermann – der Ursprung in die Zeit
Steinbock – die Bestimmung des Unbestimmten.
 
Der Begriff Naturgesetz ist ganz vom ersten Qadranten aus artikuliert und von den Zwillingen so benannt. Eine Regel ist dann gut, wenn sie mit dem Himmel oder Universum, ganz wie man will, übereinstimmt. Der Himmel, das Universum, die drei Zeichen des vierten Quadranten, das Daseinsprinzip, - alles Synonyme.
Eine Regel ist dann schlecht, wenn sie mit dem Himmel nicht übereinstimmt. Sie mag der Menschheit immer noch nützlich erscheinen, verdrängt aber ein Stück Himmel, was dem Verdränger nicht auffällt, denn er braucht keinen Himmel, wenn er selbst regeln kann (so die „Meinung“ der Menge). Das Ergebnis sehen wir heute überall – ich schriebs weiter oben: Naturkatastrophen, Kriege, weltweite Flüchtlingsströme, verhungernde, vergewaltigte Kinder, Artensterben – alles Folgen des Verdrängens des 4. Grunds, den Aristoteles Causa finalis nannte. Und nicht etwa, weil die Regel, für die ich ja auch bin, liebe Cory, nicht wirkungslos bleiben, sondern weil das Wesentliche ausgeschlossen ist: die Bestimmung des Unbestimmten.
Die Welt wird zugrunde gehen, wenn nicht ein paar Mensche, die von den Indern übrigens „Avatare“ genannt werden und eine tiefere Bedeutung im Sinne des Lehrens haben – auch die wurde ja in Hol lywood verdrängt, wo der Begriff seiner wahren Bedeutung vollständig beraubt wurde - wenn diese Avatare ausbleiben. So ist das mit allem. Nichts gegen eine Wissenschaft, die sich vor dem Himmel verneigt, aber mal im Ernst: wem hie in kV würdest Du diese Verneigung guten Gewissens attestieren können?
Heute am frühen morgen träumte ich intensiv, das geschieht meistens, wenn ich einen guten Kommentar bekomme. Daß er von Dir kam, hat mich sehr überrascht. Ganz lieben Dank.

Antwort geändert am 06.11.2024 um 10:23 Uhr
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